Aktuelle Informationen der HFU zum Thema Coronavirus: www.hs-furtwangen.de/coronavirus

Arbeitsschutz am Flughafen Frankfurt

27. Furtwanger Sicherheitsdialog

Unter dem Motto „Sicher am Boden und sicher in die Luft - Arbeitsschutz am Flughafen Frankfurt“ fand am 13. November 2018 in der Aula der 27. Furtwanger Sicherheitsdialog statt. Rund 140 Teilnehmer, darunter viele Studierende aus den Studiengängen Security & Safety Engineering, Risikoingenieurwesen und Angewandte Gesundheitswissenschaften, lauschten den Ausführungen von Jochen Fischer, Leitender Sicherheitsingenieur der Fraport AG, über die Politik, die Ziele und die Organisation der Arbeitssicherheit am Flughafen und in den Tochterunternehmen. Die Unfallzahlen sind zwar niedrig, aber wenn die typische Unfallsituation eintritt – Verkehrsunfall auf dem Flughafen-Vorfeld – ist auch der Sachschaden meist sehr hoch (Beschädigung eines Flugzeugs mit anschließenden Folgekosten durch den Ausfall, von der Fluggesellschaft in Rechnung gestellt). Interessant ist aus haftungsrechtlicher Perspektive zudem, dass die Justiz im Rahmen der Ermittlungsverfahren als Rechtsgrundlage die Straßenverkehrsordnung als „Stand der Technik“ heranzieht, obwohl diese gar nicht unmittelbar auf dem Vorfeld gültig ist.

Der Flughafen Frankfurt ist mit mehr als 64 Millionen Passagiere und einem Cargo-Volumen von rund 2,23 Millionen Tonnen einer der größten Flughäfen auf der Welt. 89 Airlines fliegen 262 Ziele in 100 Ländern an. Der Flughafen Frankfurt ist das Herzstück der Fraport AG, die international im Airport-Business an 30 Flughäfen auf vier Kontinenten aktiv ist.

Die Airport-City Frankfurt ist darüber hinaus mit annähernd 81.000 Beschäftigten in etwa 450 Unternehmen die größte lokale Arbeitsstätte in Deutschland und Anziehungspunkt für weitere Unternehmen im ökonomisch bedeutsamen Rhein-Main-Gebiet. Arbeit sicher und gesund zu gestalten ist dabei eine große Herausforderung. Neben den Schutz für die eigenen Mitarbeitenden sind auch viele Koordinationsaufgaben, nicht nur wegen den laufenden baulichen Veränderungen und Erweiterungen, nötig. Nicht zuletzt steht auch eine enge Schnittstelle zum Bereich der Passagiersicherheit. Einfach plakativ ausgedrückt: Ein Koffer soll möglichst ohne gefährlichen Inhaltsstoff dafür aber für den Mitarbeiter so rückenschonend wie möglich seinen richtigen (!) Zielort finden.