Projektarbeit virtuell versus von Angesicht zu Angesicht

Teilnehmende der Teams der HFU und aus Malaga/Spanien

An der Fakultät Wirtschaft wurde das „Global Virtual Team Projekt“ (GVT) mit 28 Studierenden der Wirtschaftswissenschaften aus drei europäischen Ländern, drei Professorinnen und zwei Forschern durchgeführt. Zwei Wochen wurden die Teilnehmenden an ihren Heimatuniversitäten vorbereitet, sie erhielten eine gemeinsame Aufgabe und wurden anschließend in gemischten Teams auf eine Virtual Meeting Plattform gelassen. Das Projekt „Finde deinen GVT Rhythmus!“ wurde in Kooperation mit der Universität von Málaga, Spanien und der Lahti Universität in Finnland durchgeführt. Zudem wurde die Arbeit durch Katharina Maak, interkulturelle Trainerin und Dozentin an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, und Armando Bleher, Diplomand der Internationalen Betriebswirtschaftslehre an der HFU, unterstützt.

Die Ausgangsfrage war: Würden die teilnehmenden Studierenden, die sich vorher nicht kannten, die Fähigkeit entwickeln eine soziale Präsenz im virtuellen Raum und Vertrauen zu den Mitgliedern ihres jeweiligen Teams aufzubauen? Wie würden sie die Herausforderungen, die eine Teamarbeit in virtuellen Meetings mit sich bringt, meistern? Wie würden sie mit den Anforderungen, wie zum Beispiel abweichenden Zeitzonen, Standorten, pädagogischen Systemen, unterschiedlichen Niveaus der englischen Sprache und kulturellen Unterschieden umgehen? Was erreicht ein Team, dass sich vier Wochen im virtuellem Raum aufhält und sich abschließend in einem 48 Stunden andauernden Präsenzwochenende trifft? Und wie vergleicht sich die Gruppenarbeit im virtuellen Raum mit der Arbeit face-to-face?

Zuerst konzipiert wurde das Projekt vor zwei Jahren am Campus der Hochschule Furtwangen in Schwenningen, als die Professorinnen Nikola Hale und Heike Stengel anhand ihrer Erfahrungen als Interkulturelle Beraterinnen und Trainerinnen in der Industrie erkannten, dass Studierende auf die virtuelle Arbeitsumgebung vorbereitet werden müssen.