Die kulturelle Bedeutung der Raumfahrt

Studium Generale-Vortrag an der Hochschule Furtwangen

Am Donnerstag, 12. April, hält Prof. Dr. Hans-Joachim Blome in der Reihe Studium Generale an der Hochschule Furtwangen einen Vortrag über „Die kulturelle Bedeutung der Raumfahrt“. Der Vortrag beginnt um 20 Uhr in Hörsaal I 0.17 am Campus Furtwangen, Unterallmendstraße 21; der Eintritt ist frei.

Die Reise von Menschen zum Mond und die Positionierung von astronomischen Teleskopen im Weltraum ist nicht nur eine technische Spitzenleistung, sondern auch die Konsequenz der mathematischen Naturwissenschaft. Zwar wurde der Fortschritt der Weltraumfahrt wesentlich durch strategische Interessen bestimmt, aber sie hat doch tiefere Wurzeln und ist eingebettet in den Gesamtzusammenhang von Kultur und Wissenschaft. Astronomie und Weltraumforschung haben ihre Wurzeln in dem Bestreben, die Stellung des Menschen in der räumlichen Weite und dem zeitlichen Horizont der Geschichte der Natur zu verstehen. Wir möchten wissen, was jenseits der Grenze unseres Wissens ist. Dieses Verlangen kennzeichnet den Menschen – so formulierte es der Physiker und Naturphilosoph Carl Friedrich von Weizsäcker.

Nach der intensiven Erkundung der Planeten unseres Sonnensystems sind in Zukunft ergänzend bemannte Expeditionen eine logische Folge, aber die interplanetare Raumfahrt hat auch die Schwierigkeit menschlicher Existenz in einer für den Menschen lebensfeindlichen kosmischen Umwelt offenbart. Der Weg in den Weltraum ist nicht einfach eine Fortsetzung der Entdeckungsfahrten auf dem Planeten Erde.

Zur Person
Hans-Joachim Blome studierte an den Universitäten Clausthal, Bonn und Köln Physik und Astronomie und promovierte an der Universität zu Köln in theoretischer Physik. Ab dem Jahr 1988 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) tätig und arbeitete in der Projektleitung des Spacelab-Projekts D-2 Mission. Er verbrachte ein Forschungssemester bei der NASA und am Institute for Advanced Space Studies in Houston und war einer der deutschen Delegierten im Science Program Committee der European Space Agency (ESA). Seit 1999 lehrt und forscht er als Professor für die Fächer Physik und Himmelsmechanik an der Fachhochschule Aachen im Fachbereich der Raumfahrttechnik. Seine Arbeitsgebiete sind die Gravitationsphysik, Raumflugdynamik und Kosmologie. Er ist Mitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Astronomischen Gesellschaft und der Carl Friedrich von Weizsäcker Gesellschaft Wissen und Verantwortung. 

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  • Campus Furtwangen