Die Studierenden besichtigen das Wartungszentrum
Internationale Projektwoche in Groningen: Studierende entwickeln mit Arriva Ideen für den öffentlichen Nahverkehr
Warum entscheiden sich viele Menschen gegen den öffentlichen Nahverkehr, obwohl ein attraktives Angebot vorhanden ist? Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich die Studierenden des Externer Link wird in neuem Fenster geöffnet:MBA-Studiengangs Sales & Service Engineering (SEM) der Hochschule Furtwangen beim diesjährigen International Workshop an der Hanze University of Applied Sciences in Groningen, Niederlande.
Gemeinsam mit internationalen Studierenden arbeiteten sie eine Woche lang in interdisziplinären Teams an einer realen Unternehmensherausforderung des Mobilitätsdienstleisters Arriva. Ziel war es, innovative Ansätze zu entwickeln, um neue Kundengruppen für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu gewinnen. Die Projektteams untersuchten dabei die Bedürfnisse und Erwartungen verschiedener Zielgruppen – darunter Freizeit- und Geschäftsreisende sowie Touristinnen und Touristen – und entwickelten darauf aufbauend konkrete Handlungsempfehlungen.
Reale Unternehmensherausforderung als Grundlage der Projektarbeit
Die Projektarbeit begann mit einem Briefing durch Arriva, das den Studierenden die Aufgabenstellung und den Unternehmenskontext vorstellte. Im weiteren Verlauf erhielten die Teams die Gelegenheit, den Groninger Bahnhof sowie das Service- und Wartungszentrum von Arriva zu besichtigen.
Die Einblicke in den Betriebsablauf, das Flottenmanagement und die Instandhaltung der Züge lieferten wertvolle Impulse für die weitere Projektarbeit. Gleichzeitig konnten die Studierenden Fragestellungen rund um Kundenbedürfnisse, Service und Mobilität unmittelbar mit den praktischen Abläufen eines Mobilitätsdienstleisters verknüpfen.
Internationale Zusammenarbeit im MBA Sales & Service Engineering
Die Arbeit in internationalen und interdisziplinären Teams war ein weiterer zentraler Bestandteil des Workshops. Unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen flossen in die Entwicklung der Konzepte ein.
Für die Studierenden des MBA Sales & Service Engineering bot die Projektwoche damit die Möglichkeit, Inhalte aus dem Studium auf eine konkrete strategische Fragestellung aus der Unternehmenspraxis anzuwenden und gemeinsam mit internationalen Studierenden an Lösungen zu arbeiten.
Präsentation der Ergebnisse vor Arriva
Den Abschluss der Workshopwoche bildeten die Präsentationen der Projektergebnisse an der Hanze University of Applied Sciences. Vor Vertreterinnen und Vertretern von Arriva sowie den betreuenden Lehrenden präsentierten die Teams ihre Konzepte, die durch kreative Ideen, fundierte Analysen und einen konsequenten Fokus auf die Kundenperspektive überzeugten.
Arriva kündigte an, ausgewählte Empfehlungen in die weitere Arbeit einfließen zu lassen. Damit erhielten die Studierenden direktes Feedback zu ihren entwickelten Lösungsansätzen und konnten ihre Ergebnisse in einem realen Unternehmenskontext diskutieren.
Praxis und Internationalität als Bestandteil des MBA-Studiums
Der International Workshop ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des MBA-Studiengangs Sales & Service Engineering an der Hochschule Furtwangen und steht beispielhaft für die enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis.
Die Zusammenarbeit in internationalen Teams, der Austausch mit einem Unternehmen und die Bearbeitung einer realen strategischen Fragestellung bieten den Studierenden Einblicke in aktuelle Herausforderungen der Wirtschaft und die Möglichkeit, ihre Kenntnisse in einem internationalen Umfeld anzuwenden.
Die Projektwoche in Groningen zeigt damit exemplarisch, wie der MBA Sales & Service Engineering fachliche Inhalte mit praktischer Projektarbeit, internationaler Zusammenarbeit und aktuellen Fragestellungen aus Wirtschaft und Gesellschaft verbindet.