Gemeinsam die Zukunft von Telepflege und Telemedizin gestalten
Wie können Telepflege und Telemedizin nachhaltig in die Versorgung integriert werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „TeleVision – Pflege mittendrin statt nur dabei“, die Ende Juni in Karlsruhe Akteurinnen und Akteure aus Pflege, Gesundheitswesen, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zusammenbrachte.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom Institut Mensch, Technik und Teilhabe (IMTT) der Hochschule Furtwangen gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Baden im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Externer Link wird in neuem Fenster geöffnet:Cluster „Zukunft der Pflege“ und dem Projekt „pulsnetz.de – Mensch und Technik im Gemeinwesen“. Ziel war es, den sektorübergreifenden Austausch zu fördern und gemeinsam Perspektiven für die zukünftige Gestaltung telepflegerischer und telemedizinischer Versorgung zu entwickeln.
Vertreterinnen und Vertreter aus der ambulanten und stationären Pflege, Kliniken, Reha-Einrichtungen, der Eingliederungshilfe, Wissenschaft, Kommunen, Verbänden, Politik, Kostenträgern sowie Unternehmen und Anbietern telepflegerischer Lösungen diskutierten gemeinsam über Chancen und Herausforderungen digitaler Versorgungskonzepte. Im Mittelpunkt standen Fragen zur Integration in bestehende Versorgungsprozesse, zur sektorenübergreifenden Zusammenarbeit sowie zu den organisatorischen, technischen und finanziellen Voraussetzungen für eine langfristige Etablierung erfolgreicher Lösungen. In interprofessionellen Workshops wurden Erfahrungen aus unterschiedlichen Versorgungsbereichen zusammengeführt. Dabei zeigte sich, dass der Erfolg telepflegerischer und telemedizinischer Anwendungen weniger von der Technologie selbst als vielmehr von ihrer bedarfsgerechten Einführung abhängt. Die Diskussionen machten deutlich, dass insbesondere eine frühzeitige Bedarfserhebung, die Einbindung aller relevanten Akteure, benutzerfreundliche Technologien, geeignete organisatorische Rahmenbedingungen sowie nicht zuletzt nachhaltige Finanzierungsmodelle entscheidend sind, um erfolgreiche Innovationen langfristig in die Regelversorgung zu überführen.
Begleitet wurde die Veranstaltung von Expertinnen und Experten des Landeskompetenzzentrums Pflege & Digitalisierung Baden-Württemberg (PflegeDigital@BW), der Koordinierungsstelle Telemedizin Baden-Württemberg sowie des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig der Dialog zwischen Wissenschaft, Versorgungspraxis, Politik und Wirtschaft ist, um die digitale Transformation im Gesundheitswesen gemeinsam voranzubringen.