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„Impfzentrum“ gegen Hacking

Workshop Hack2Improve der Fakultät Informatik

Es ist Freitagmorgen. Vor der Aula der Hochschule Furtwangen entsteht eine Schlange von Studentinnen und Studenten der Informatik. Sie stehen für einen "Impftermin" der besonderen Art an.

Hier geht es aber nicht um die Corona-Pandemie. Ein anderes gesellschaftliches Problem steht im Fokus dieser Veranstaltung. Beinahe täglich werden Unternehmen und Privatpersonen gehackt. Die Folgen sind Spionage, Datenklau oder Erpressung. Ursache dieser Angriffe sind Schwächen oder Fehler in der Programmierung oder Konfiguration der digitalen Systeme. Zum Schutz werden von kleinen und großen Unternehmen sogenannte White-Hat-Hacker beauftragt, die IT-Infrastruktur diesbezüglich zu prüfen.

Prof. Dr. Olaf Neiße, Professor an der Fakultät Informatik und Leiter des Hack2Improve-Workshops, begrüßt 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Hussam Cheaib und Marcel Mielke, zwei White-Hat-Hacker und ausgewiesene IT-Sicherheitsexperten der Sec Consult GmbH aus Bochum. Diese "impfen" den künftigen Informatikerinnen und Informatikern ein, welche Software- oder Einstellungsfehler sogenannten Black-Hat-Hackern mögliche Angriffsflächen bieten.

Der Workshop beschäftigte sich hauptsächlich mit Angriffen auf Web-Applications und das Rechtemanagement von Systemen („Privilege Escalation“). Alle sind begeistert dabei, selbst in einen zu Trainingszwecken aufgesetzten Internet-Store einzudringen und unterschiedlichste Problemzonen auszunutzen.

Alle teilnehmenden Personen hatten sich vorab einem Auswahlverfahren unterzogen und eine Verpflichtungserklärung unterschrieben, die erworbenen Erkenntnisse ausschließlich zum Wohle der Gesellschaft einzusetzen. Mit den Worten "bitte gerne mehr von solchen Veranstaltungen" bedankten sich Studierenden beim Hack2Improve-Team. So spricht nichts gegen eine "Booster-Impfung", dann mit neuen Inhalten eines anderen Industriepartners.