Medienstudierendentagung 2026 an der Hochschule Furtwangen
Wie verändern Künstliche Intelligenz, digitale Technologien und gesellschaftlicher Wandel die Zukunft der Medien? Mit dieser Frage beschäftigten sich Anfang Juni Medienstudierende aus Deutschland und Österreich bei der Medienstudierendentagung (MeStuTa) an der Hochschule Furtwangen. Vier Tage lang diskutierten Studierende, Lehrende sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis über aktuelle Entwicklungen der Medienbranche und entwickelten gemeinsam neue Ideen für Studium, Medienpraxis und studentisches Engagement.
Die MeStuTa wird zweimal jährlich vom Medienstudierende e.V. (MSV) ausgerichtet und findet jeweils an wechselnden Hochschulstandorten statt. Organisiert wurde die diesjährige Tagung von der Fachschaft der Fakultät IV: Business, Design & Media der Hochschule Furtwangen. Über mehrere Monate entwickelte das studentische Organisationsteam ein abwechslungsreiches Programm aus Fachvorträgen, praxisnahen Workshops und Austauschformaten. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.
Im Mittelpunkt des zweiten Veranstaltungstags standen die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Medienbranche. In Vorträgen und Workshops diskutierten die Teilnehmenden, wie Künstliche Intelligenz kreative Arbeitsprozesse verändert, welche Kompetenzen zukünftige Medienschaffende benötigen und wie sich Design, Storytelling und Medienproduktion im digitalen Wandel weiterentwickeln. Die beiden HFU-Professoren Gabriel Rausch und Christoph Zydorek beleuchteten dabei unterschiedliche Perspektiven auf digitale Transformation, User Experience, Medienökonomie und den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Wirtschaft und Gesellschaft.
Ergänzt wurden die Vorträge durch praxisorientierte Workshops. Die Teilnehmenden entwickelten eigene UX-Konzepte für Mikrointeraktionen, erhielten Einblicke in moderne Verfahren der 3D-Rekonstruktion sowie in Sounddesign und Audioproduktion. Weitere Workshops beschäftigten sich mit interaktivem Storytelling, kreativen Arbeitsprozessen bei ART+COM sowie mit Karrierewegen in der Games- und Kreativbranche. In einer abschließenden Gesprächs-Keynote berichtete der ehemalige HFU-Student und Mountainbiker Florian Fink über die Herausforderungen zwischen Studium, Spitzensport und mentaler Stärke.
Einen besonderen Programmpunkt bildete die Zukunftswerkstatt zur Fachschaftsarbeit. In hochschulgemischten Teams entwickelten die Teilnehmenden Lösungen für realistische Krisenszenarien: etwa den Ausfall eines gesamten Fachschaftsvorstands, fehlende Finanzmittel oder den Umgang mit öffentlicher Kritik. Aus den Gruppenarbeiten entstanden zahlreiche Best-Practice-Ansätze zu Themen wie Krisenmanagement, Mitgliedergewinnung, Veranstaltungsorganisation und Kommunikation. Die Ergebnisse wurden abschließend präsentiert und gemeinsam reflektiert, sodass die Teilnehmenden konkrete Ideen und Handlungsempfehlungen für ihre eigene Fachschaftsarbeit mit an ihre Hochschulen und Universitäten nehmen konnten.
Mit der Ausrichtung der Medienstudierendentagung unterstrich die Hochschule Furtwangen einmal mehr ihre Rolle als Ort des interdisziplinären Austauschs zwischen Wissenschaft, Praxis und studentischem Engagement. Die von Studierenden organisierte Veranstaltung bot Raum, aktuelle Entwicklungen der Medienbranche gemeinsam zu diskutieren, voneinander zu lernen und neue Impulse für Studium, Forschung und Fachschaftsarbeit mitzunehmen. Viele der während der Tagung entwickelten Ideen und Konzepte werden nun an den beteiligten Hochschulen und Universitäten weitergeführt und fließen in die zukünftige Arbeit der Fachschaften sowie des MSVs ein.