Die Hochschule Furtwangen war beim Treffen der Allianz TriRhenaTech dabei – und kooperiert mit Hochschulen und Unternehmen aus der Oberrheinregion. Bild: TriRhenaTech
Hochschule Furtwangen ist Mitglied in der Allianz TriRhenaTech
Die Hochschule Furtwangen (HFU) baut ihre Rolle im Dreiländereck durch wissenschaftliche und praxisnahe Kooperationen weiter aus. HFU-Rektorin Dr. Alexandra Bormann und Prof. Dr. Christoph Reich, Prorektor für Forschen und Nachhaltigkeit, nahmen an der Tagung der trinationalen Allianz „TriRhenaTech“ teil. In dem Netzwerk arbeiten Hochschulen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz eng zusammen, um Lehre, Forschung, Transfer und die Zusammenarbeit mit Unternehmen im Dreiländereck zu stärken.
Die 2014 gegründete Allianz TriRhenaTech vereint über 20 Hochschulen für angewandte Wissenschaften in der Oberrheinregion. Ziel des Netzwerks ist es, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auszubauen und gemeinsam Lösungen für gesellschaftliche und technologische Herausforderungen zu entwickeln. Ein besonderer Fokus liegt auf der Einbindung von Unternehmen und Praxispartnern der Region, um Innovationen direkt in die Anwendung zu bringen und Fachkräfte für den Oberrhein zu gewinnen.
Ein zentrales Thema der Tagung war das von der Europäischen Union geförderte Interreg-Projekt Oberrhein TrinTEd, das im September 2023 gestartet wurde. Ziel des Projekts ist es, Studierende für die beruflichen Perspektiven in den Nachbarländern zu sensibilisieren und ihre interkulturellen Kompetenzen zu stärken – Fähigkeiten, die in einer grenzüberschreitenden Region wie dem Oberrhein besonders wichtig sind.
„Europäische Zusammenarbeit gewinnt zunehmend an Bedeutung. TriRhenaTech macht Europa als grenzüberschreitender Verbund erfahrbar und lebendig. Und das direkt vor unserer Haustür. , sagt Rektorin Dr. Bormann. „Durch gemeinsame Projekte bringen wir Studierende frühzeitig mit Unternehmen und Einrichtungen im Dreiländereck zusammen. So entstehen nicht nur neue fachliche und interkulturelle Kompetenzen, sondern auch ganz konkrete Kontakte für Praktika, Abschlussarbeiten und den Berufseinstieg in einer der stärksten Wirtschaftsregionen Europas.“
„TriRhenaTech stärkt auch die grenzüberschreitende Forschung sowie den Wissens- und Technologietransfer. Das EU-Programm Interreg unterstützt viele der daraus entstehenden nachhaltigen Kooperationen und trägt so dazu bei, Innovationen gemeinsam voranzubringen“, sagt Prof. Dr. Reich.
Neben den Aktivitäten in der Allianz engagiert sich die HFU im Rahmen von Interreg derzeit in gleich mehreren internationalen Forschungsprojekten mit starkem Praxisbezug. Dazu zählt etwa das Projekt ASIMUTE („Autoconsommation et Stockage Intelligents pour une Meilleure Utilisation de l'Énergie“), das sich mit KI-gestützten Energieverbrauchsprognosen zur optimierten Nutzung erneuerbarer Energien beschäftigt.
Ebenfalls im Interreg-Kontext angesiedelt ist das Projekt „VarioPore“, in dem eine kostengünstige, nanoporenbasierte Sensortechnologie zur schnellen und zuverlässigen Diagnose von Infektionskrankheiten entwickelt wird. Und im Projekt „HelpMeWalk“ arbeitet die Hochschule Furtwangen mit internationalen Partnern an der Zukunft des 3D-Körperscannings in der Orthetik.
Prof. Dr. Christoph Reich: „In der Allianz TriRhenaTech und im Rahmen der Interreg-Projekte verbinden wir Spitzenforschung mit konkreten Anforderungen aus der Praxis. Gemeinsam mit Partnerhochschulen und Unternehmen im Oberrheinraum entwickeln wir Lösungen für die Zukunft. Unsere Forscherinnen und Forscher bringen ihre Expertise zum Beispiel in künstlicher Intelligenz, Sensorik oder flexibler Elektronik ein – und schaffen so Innovationen, die direkt in der Region wirken und neue Chancen für Unternehmen und für Studierende eröffnen.“