30.07.2026

Neues Labor nimmt Menschen und Maschinen in den Fokus

zu Aktuelles
Symbolbild: Die Beteiligten beim Durchschneiden des Bands

Sie eröffnen das Labor (von links): Prof. Dr. Ulrike Salat, Prof. Dr. Bernhard Hollunder, Prof. Dr. Thomas Schlegel, Daniela Jardot (IHK) und Prof. Müller

Feierliche Eröffnung an der Hochschule Furtwangen

Wie können Menschen und Maschinen künftig besser zusammenarbeiten? Wie lassen sich komplexe Daten verständlich visualisieren? Und wie werden neue Technologien wie Augmented Reality (AR), Virtual Reality (VR) oder interaktive Leitstände für Unternehmen, Gesellschaft und Forschung praktisch nutzbar?

Diesen Fragen widmet sich künftig das neue Labor des Instituts für Link öffnet sich im gleichen Fenster:Intelligente Interaktive Ubiquitäre Systeme (IIIUS) der Hochschule Furtwangen.

Im Rahmen der Eröffnungsfeier bekamen die zahlreichen Gäste aus Wirtschaft, Hochschule und Region unter dem Leitmotiv „Mensch und Maschine im Dialog – Interaktion begreifen“ einen Einblick in die neue Laborfläche. An verschiedenen Stationen wurde demonstriert, welche Möglichkeiten der angewandten Forschung, für Transfer und Kooperationen mit Unternehmen und Kommunen das Institut bietet.

Nach der Begrüßung durch das Rektorat, das Dekanat der Fakultät I: Computer Science & Applications und die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg folgte ein Rundgang durch sieben Themenwelten des Labors.

„Viele Zukunftstechnologien entfalten ihren Wert erst dann, wenn Menschen sie sinnvoll bedienen, verstehen und in ihre Arbeit integrieren können. Genau an dieser Schnittstelle forscht das IIIUS: Wie werden komplexe Systeme verständlich, nutzbar und wirksam?“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Thomas Schlegel, Leiter des IIIUS.

Die Stationen zeigten die thematische Breite des Instituts: Am AR-Montagearbeitsplatz wurden Cyber-Physical Production Systems sowie Anwendungen für Industrie 4.0 und 5.0 demonstriert. Im UX Lab wurden User Experience, Usability Evaluation und Eye-Tracking erlebbar. Weitere Stationen widmeten sich der Mensch-Roboter-Interaktion im virtuellen Raum und über eine direkte Begegnung vor Ort. Beispielsweise geht es darum, die Akzeptanz für den Paketroboter Harry zu überprüfen, der selbständig mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wie der U-Bahn fahren kann. 

Außerdem wurde die Curved Wall vorgestellt, mit der sich komplexe Daten visualisieren lassen, wie beispielsweise ein ganzer Leitstand für den Bahnverkehr. Am ExploraVision Tisch konnten die Besucherinnen und Besucher selbst durch Auflegen von verschiedenen Objekten auf die Projektionsfläche des Tischs Tangible Interaction und visuelle Datenexploration erleben. Mit den verschiedenen Objekten konnten Markierungen für Läden oder Museen ein- bzw. ausgeblendet werden. Außerdem wurden auch Anwendungen aus den Bereichen Visualisierung, Mixed Reality und das Projekt MARBLE vorgestellt. 

Im Mittelpunkt stand dabei nicht die einzelne Technologie, sondern deren Zusammenspiel: Interaktive Systeme sollen Menschen in komplexen Situationen unterstützen – etwa in der Produktion, in Leitständen, in der Mobilität, in der Stadt- und Regionalentwicklung, in der Bildung oder bei der Analyse großer Datenmengen.

„Unsere Stärke liegt darin, neue Technologien mit konkreten Anwendungsfragen zusammenzubringen. Wir wollen gemeinsam mit Unternehmen, Kommunen und Forschungspartnern herausfinden, wo interaktive und intelligente Systeme echten Nutzen schaffen – nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeug für bessere Entscheidungen, bessere Prozesse und bessere Nutzererlebnisse“, so Schlegel.

Die Eröffnung war Teil der Reihe „Zukunft.Lab.Schwarzwald“, und erstmals von der Hochschule Furtwangen gemeinsam mit TechnologyMountains und der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg organisiert.

Das IIIUS versteht sich als Schnittstelle zwischen Informatik, Gestaltung, angewandter Forschung und regionalem Transfer. Die neuen Laborflächen schaffen dafür eine Infrastruktur, in der Prototypen entwickelt, Studien durchgeführt und gemeinsame Projekte mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft realisiert werden können. Einen besonderen Fokus legt das IIIUS dabei auf die enge Zusammenarbeit mit der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg und dem Südwesten insgesamt.

Die Laboreröffnung markiert zugleich den Auftakt für weitere Kooperationen der HFU im Rahmen des neuen Labors: Unternehmen und Institutionen können die Labore und Kompetenzen künftig nutzen, um gemeinsam mit dem IIIUS bei Fragestellungen zu Mensch-Maschine-Interaktion, Usability, Datenvisualisierung, Leitständen, AR/VR, Robotik und angewandter KI weiterzukommen und neue Produkte und Prozesse zu entwickeln.

Weitere Bilder

Symbolbild: Prof. Schlegel steht vorne
Symbolbild: Der Paketroboter
Menschen betrachten den interaktiven Tisch
Symbolbild: Thomas Schlegel am Leitstand
Symbolbild: Eine Frau mit VR-Brille im Hintergrund ein Bildschirm
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