Projektergebnisse zur Wäsche und Aufbereitung von Chemikalienschutzkleidung vorgestellt

Bachelor-Arbeiten im Studiengang "Security & Safety Engineering" beschäftigen sich mit Schutzkleidung

In Kooperation mit WIRTEX, dem Wirtschaftsverband Textil Service e.V., werden im Studiengang Security & Safety Engineering (SSE) der HFU mehrere Bachelor-Arbeiten betreut, die eine spezielle Fragestellung zur "Wartung" von Chemikalienschutzkleidung aufgreifen. Der Projektleiter und Erstbetreuer von SSE, Prof. Dr. Arno Weber, nahm Ende September am Branchentreffen Textil Service 2017 "Customer Expectations" in Kassel teil und stellte dort vor über 300 Teilnehmer/innen einen Zwischenstand vor.

Chemikalienschutzkleidung wird je nach Schutzgrad in mehrere Typen unterteilt. Die niedrigste Schutzklasse ist Typ 6, die beispielweise vor versehentlichen Chemikalien-Spritzern schützt. Diese Materialien bieten zwar nur beschränkten Schutz für die Mitarbeiter und sind daher nur für "niedrige" Belastungsszenarien geeignet, sie haben aber den enormen Vorteil des höheren Tragekomforts und der Waschbarkeit. Somit sind die Akzeptanz und die Nachhaltigkeit deutlich höher.

Die im Rahmen des Kooperationsprojekts erstellten Bachelor-Arbeiten beschäftigen sich mit den Unterschieden zwischen einer professionellen Wäsche und Aufbereitung im Gegensatz zu einer betriebsinternen Wäsche mit haushaltsüblichen Waschmaschinen. Während in der ersten Arbeit von SSE-Studentin Anja Ritz das Belastungs- und Prüfverfahren entwickelt wurde, werden nun durch SSE-Student André Meßler die Daten zum direkten Vergleich erhoben. Letztendlich soll ermittelt werden, wann bei den einzelnen Behandlungsarten die Chemikalienschutzkleidung vom Typ 6 ihre Schutzfunktion verliert und nicht mehr verwendet werden darf. Die Ergebnisse liefern eine Hilfestellung für die Erfüllung der Arbeitgeberpflichten im Hinblick auf die Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen (PSA-Benutzungsverordnung).

Als Gast- und Schlussrednerin berichtete die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, über wirtschaftliche Aussichten in Zeiten von Trump, Industrie 4.0 und wachsender Digitalisierung im Allgemeinen und im Fokus auf die Textilbranche – und welche Weichenstellungen die Bundesregierung in der abgelaufenen Legislaturperiode in diesem Kontext vorgenommen hat.