Klimapionier Louis Palmer inspirierte an zwei Zukunfts-Tagen an der HFU.
Zweitägige Veranstaltungsreihe mit Louis Palmer verbindet Abenteuerlust, Wissenschaft und Energiewende
Die Hochschule Furtwangen (HFU) hat mit dem „SolarButterfly“ des Schweizer Nachhaltigkeitspioniers Louis Palmer zwei außergewöhnliche Tage rund um Klimaschutz, Energiewende und Zukunftstechnologien erlebt. An den Standorten Furtwangen und Schwenningen traf Palmer auf großes Interesse bei Studierenden, Lehrenden, Schülerinnen und Schülern sowie der Bevölkerung – und bewies, wie inspirierend gelebter Pioniergeist sein kann.
In Furtwangen bereicherte neben den Vorträgen von Louis Palmer Professor Christof Wittwer vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg das Programm. Er gab Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um die Energiewende, Wasserstoff als Energieressource und innovative Technologien, die für eine klimafreundliche Energiezukunft entscheidend sind. Die Kombination aus Palmers praxisnahen Erfahrungen auf Weltreise mit dem Solarmobil und der wissenschaftlichen Tiefe der Fraunhofer-Perspektive bot den Gästen ein breites Spektrum – von der Vision bis zur technisch fundierten Lösung.
An den Zukunftstischen kamen Besuchende mit Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis ins Gespräch. Vertreterinnen und Vertreter der HFU, des Fraunhofer-Instituts sowie weiterer Partnerunternehmen zeigten anhand konkreter Projekte, wie Nachhaltigkeit heute schon umgesetzt wird. Für viele Studierende war es eine Gelegenheit, sich nicht nur informieren zu lassen, sondern selbst Fragen zu stellen, Ideen zu diskutieren und mögliche berufliche Perspektiven im Umfeld von Klimaschutz und Energietechnologien kennenzulernen.
Am Campus Schwenningen rückte neben den Themen Nachhaltigkeit, Innovation und Klimaschutz zusätzlich die persönliche Geschichte von Louis Palmer in den Vordergrund. In seinem Abendvortrag „Die Welt steckt voller Lösungen“ nahm er das Publikum mit auf eine sehr persönliche Reise: von seinen Touren im Leichtflugzeug oder mit dem Fahrrad durch die ganze Welt. Die Zuhörerinnen und Zuhörer erlebten einen echten Abenteurer, der seine Begeisterung für die Welt und ihre Lösungen spürbar auf den Saal übertrug. Mit anschaulichen Beispielen, eindrucksvollen Bildern und viel Humor machte Palmer deutlich, dass der Wandel zu mehr Nachhaltigkeit nicht Verzicht bedeuten muss, sondern Kreativität, Mut und Lust auf Neues.
Besonders großen Anklang fand, dass Palmer konsequent auf Lösungen blickt: Statt sich an Problemen abzuarbeiten, zeigte er Projekte und Initiativen aus aller Welt, in denen Menschen bereits heute klimafreundliche Technologien erfolgreich einsetzen. Louis Palmer gab seinem Publikum drei Ratschläge mit auf den Weg: “Never give up!”, “Ask for help!” und “Be creative!” habe sich bei ihm immer bewährt, so Palmer. Seine Motivation steckte an: Henriette Stanley, Geschäftsführung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft SBH, kündigte bereits während der Veranstaltung an, mit einem der vorgestellten Unternehmen in Kontakt zu stehen, um zu prüfen, ob deren „Energyfish“ zur Energiegewinnung in Flüssen auch im Schwarzwald eingesetzt werden könnte. Viele Teilnehmende nahmen aus den Vorträgen sichtbar ermutigt mit, dass sie selbst Teil solcher Lösungsprozesse sein können – sei es durch ihre berufliche Tätigkeit, durch Kooperationen oder eigenes Engagement.
Ermöglicht wurde die Veranstaltungsreihe durch das Zusammenspiel zahlreicher regionaler Akteure: die Fachkräfteallianz Schwarzwald-Baar-Heuberg, die Hochschule Furtwangen, die Stadt Furtwangen, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft SBH, die IG Metall Villingen-Schwenningen und das Innovationsnetzwerk SBH. In Furtwangen unterstützten zusätzlich die Bürgerstiftung Furtwangen und der Energiewendeverein den Aktionstag. Das Fazit der Beteiligten: Der Besuch des Solar Butterfly war mehr als eine spektakuläre Station auf einer Weltreise – er war ein lebendiger Impuls für eine nachhaltige Zukunft in der Region.