Kochen mit weltmeisterlicher Anleitung: Beim Spitzensport-Treffen an der HFU stehen aktuelle und ehemalige Studierende gemeinsam in der Küche. Mittendrin im angeregten Austausch: die beiden Alumni Benedikt Doll und Dr. Georg Hettich.
Kochen, Kontakte, Karriere: Spitzensportlerinnen und Spitzensportler an der HFU treffen sich bei „Dolls Küche“
Treffen sich ein Olympiasieger, ein Weltmeister und ein deutscher Meister am Kühlschrank … so könnte vielleicht auch ein Witz aus der Sportbranche beginnen. An der Hochschule Furtwangen (HFU) ist dieses Szenario bei „Spitzensport trifft Dolls Küche“ jedoch tatsächlich zu erleben. Unter der Regie von HFU-Alumnus Benedikt Doll (Biathlon-Weltmeister und zweifacher Olympia-Bronzemedaillengewinner) treffen sich die aktiven Spitzensportlerinnen und Spitzensportler der Hochschule zum gemeinsamen Kochevent in der Lehrküche der HFU in Furtwangen. Mit dabei sind auch der HFU-Botschafter für Spitzensport, Dr. Georg Hettich (Olympiasieger in der Nordischen Kombination), die Rektoratsbeauftragte für Spitzensport in Forschung und Lehre, Prof. Dr. Marie Ottilie Frenkel sowie der Spitzensport-Rektoratsbeauftragte für Duale Karriere, Thorsten Schelling. Ein Abend unter Gleichgesinnten also, bei dem der ungezwungene Rahmen den Austausch zu gemeinsamen Themen möglich macht.
„Die Hochschule baut ihren Spitzensportbereich stark aus“, berichtet Professorin Frenkel. „Wir freuen uns auf viele neue Kooperationsprojekte. Wir arbeiten eng mit dem Olympiastützpunkt Freiburg-Schwarzwald zusammen und sind in der Planung für drittmittelgeförderte EU-Projekte, die auch spannende Möglichkeiten für Bachelor- und Masterthesen bieten werden.“ Die Hochschule Furtwangen bietet Leistungssportlerinnen und -sportlern schon seit Jahren flexibilisierte Studienbedingungen, die es ermöglichen, zeitintensives Training und Studieninhalte unter einen Hut zu bringen. „Diese Möglichkeiten sind bei uns in den Studien- und Prüfungsordnungen verankert“, erklärt Thorsten Schelling. „So kann man nicht nur die Studiensemester, sondern inzwischen sogar das vorgeschriebene Praxissemester ausdehnen, wenn das besser zum Trainings- und Wettkampfplan passt.“
Um auf den Kühlschrank zurückzukommen: Dort stapeln sich neben wahren Gemüsebergen auch Tofu und große Koriander- und Petersilienbüschel. Doll hat ein Rezept aus dem Kochbuch mitgebracht, das er mit seinem Vater herausgegeben hat. Schon bald legen die rund 20 Teilnehmenden an fünf Kochstationen mit der Produktion von „Tofu-Medaillons mit orientalischem Gemüse“ los. Unterschiedlicher könnte die Küchencrew kaum sein: Hier schnippelt ein Ringer neben einer Rhönradturnerin, eine Powerlifterin neben einem Skispringer, eine Triathletin neben einem Langläufer und einem Mountainbiker. Schnell tauchen sie ein in angeregte Diskussionen über die unterschiedlichen Anforderungen und Trainingsgewohnheiten sowie in gutmütige Scherze darüber, wer hier die meiste Kraft hat, um den Tofu durch die Spätzlepresse zu drücken. Benedikt Doll steuert zu dem fröhlichen Miteinander immer wieder informatives Wissen rund um die Ernährung bei – zu Energiedichte, Proteingehalt, Antioxidantien in Gewürzen oder den entzündungshemmenden Eigenschaften von sekundären Pflanzenstoffen.
Als die „Tofu-Medaillons mit orientalischem Gemüse“ schließlich auf den Tellern liegen, klingt der Abend beim gemeinsamen Essen aus. Zwischen neuen Bekanntschaften und vertieften Gesprächen sind sich alle einig: Spitzensport und Studium lassen sich nicht nur vereinbaren – gemeinsam schmecken sie auch richtig gut!