10.04.2026

Kooperationsfähigkeit neu denken

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Symbolbild: Prof. Dr. Baumann Montecinos und Dr. Grünfelder vor einem Publikum

Prof. Dr. Julika Baumann Montecinos und Dr. Tobias Grünfelder bei einer Konferenz des Transcultural Caravan Networks zu Transkultureller Führung. Bildquelle: Transcultural Caravan Network | Jim Papke

Neues Forschungs- und Praxisprojekt zu transkultureller Führung an der Hochschule Furtwangen

„In einer von Unsicherheit und zunehmender Fragmentierung geprägten Zeit brauchen wir Ideen, wie Kooperation über kulturelle Grenzen hinweg aktiv ermöglicht und gestaltet werden kann“, betont Dr. Julika Baumann Montecinos, Professorin der Hochschule Furtwangen (HFU). Sie ist Projektleiterin des neuen Forschungs- und Praxisprojekts „Transkulturelle Führung und neue globale Best Practices“ an der HFU. Ziel des Projekts ist es, zukunftsweisende und praxisnahe Konzepte für transkulturelle Führung zu entwickeln. Dazu soll weltweite Expertise gebündelt und Wissenschaft und Praxis verbunden werden. 

„Transkulturelle Führung versteht kulturelle Komplexität nicht in erster Linie als Herausforderung, sondern als Ressource für neue Formen gemeinsamer Problemlösung und Wertschöpfung“, erklärt Baumann Montecinos. Das Projekt richtet sich an junge und erfahrene Führungspersonen regionaler, nationaler und multinationaler Unternehmen, an Expertinnen und Experten in den Bereichen Führungskräfteentwicklung und Unternehmenskultur sowie an Studierende aus wirtschaftsnahen Studiengängen. Über das internationale Hochschulbündnis Transcultural Caravan Network werden deutschland- und weltweit Hochschulen eingebunden, die innovative Lehr- und Lernformate zu kulturübergreifenden Kompetenzen implementieren möchten. Das Projekt wird von der Karl Schlecht Stiftung (KSG) bis Ende September 2027 gefördert.

„Kooperationsfähigkeit ist eine der wichtigen Schlüsselkompetenzen für gute, zukunftsfähige Führung. Wir freuen uns sehr, dass durch die Förderung dieses Forschungsprojektes mit bewährten, exzellenten Partnern weitere wichtige Erkenntnisse gewonnen werden können, wie kooperative Führung im regionalen, nationalen sowie im internationalen Kontext noch besser gelehrt werden kann“, betont Dr. Philipp Bocks, Vorstand der KSG. „Unser Anliegen ist es, Studierende schon frühzeitig mit den fundierten Aspekten von „Good Leadership“ in Berührung zu bringen, damit sie neben Fach-kompetenzen auch ihre Softskills entwickeln können." 

Im Zentrum des Projekts, das die HFU-Professorin gemeinsam mit ihrem langjährigen Forschungskollegen Dr. Tobias Grünfelder durchführen wird, steht eine internationale Delphi-Studie mit ausgewählten globalen Führungspersonen. In mehreren Erhebungsrunden sollen ihre Perspektiven, Herausforderungen und erfolgreichen Praktiken transkultureller Führung systematisch erfasst werden. „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Praktikerinnen und Wissenschaftlern neue Best Practices und vielversprechende Ansätze für Führung, Management und Governance-Strukturen zu entwickeln – und dabei auch die Spannung zwischen dem Globalen und dem Lokalen neu zu denken“, so Baumann Montecinos. Begleitet wird das Projekt von einem internationalen wissenschaftlichen Beirat unter der Leitung von Prof. Dr. Josef Wieland von der Zeppelin Universität Friedrichshafen. 

Die Ergebnisse der Delphi-Studie sollen dann in wissenschaftliche Publikationen sowie in neue Lehr- und Lernformate einfließen. Gemeinsam mit Unternehmen ist die Überführung in praktische Ansätze geplant, damit Führungskräfte und Organisationen in ihrer inklusiven, resilienten und werteorientierten Kompetenzentwicklung gestärkt werden. 

Den Abschluss des Projekts bildet dann eine internationale Konferenz im September 2027 an der Hochschule Furtwangen, bei der Führungspersonen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende aus aller Welt zusammenkommen. Über die gesamte Projektlaufzeit hinweg werden in verschiedenen Austauschformaten Zwischenergebnisse mit Beteiligten aus Wissenschaft und Praxis sowie innerhalb des Transcultural Caravan Networks diskutiert und evaluiert. Ziel des Projekts ist es, einen positiven und zukunftsfähigen Umgang mit kultureller Komplexität zu fördern, die Sichtbarkeit des Themas zu stärken und den Ausbau einer globalen Community rund um transkulturelle Kompetenz aktiv voranzubringen. Das Projekt versteht sich damit nicht nur als wissenschaftliches Vorhaben, sondern als lebendiger Beitrag zu einem weltoffenen, kooperativen und zukunftsgerichteten Führungsverständnis.

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