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Neue Museumsleiterin Nicole Deisenberger

Deutsches Uhrenmuseum Furtwangen

Das Deutsche Uhrenmuseum Furtwangen hat seit 1. Juni 2021 eine neue Leiterin: Nicole Deisenberger ist Nachfolgerin von Eduard C. Saluz, der 2020 in Ruhestand ging. Das Deutsche Uhrenmuseum gehört zur Hochschule Furtwangen. Das international ausgerichtete Museum bringt Touristen unter anderem die Geschichte der Kuckucksuhr näher und ist eine bedeutende Forschungseinrichtung für Uhr und Zeit. „Charakteristika meiner bisherigen Museumstätigkeit waren vor allem der Wunsch, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und interdisziplinär zu arbeiten“, sagt Nicole Deisenberger. „Wir freuen uns sehr darüber, mit Frau Deisenberger eine neue Museumsleiterin gefunden zu haben, die dem Deutschen Uhrenmuseum frische Impulse geben wird“, betont Prof. Dr. Rolf Schofer, Rektor der Hochschule Furtwangen.

Nach dem Studium der Empirischen Kulturwissenschaft und Kunstgeschichte in Tübingen und Paris absolvierte Nicole Deisenberger ein Volontariat am Landesmuseum Württemberg in der Volkskundlichen Abteilung und dem Museum der Alltagskultur in Waldenbuch. Es folgten Stationen als Leiterin des Heimatmuseums Fridingen an der Donau und Geschäftsführerin der Hans Bucher Stiftung, dem Stadtmuseum und Museum der Deutschen aus Ungarn in Gerlingen sowie als Kuratorin für populäre Druckgrafik in der Volkskundlichen Abteilung des Landesmuseums Württemberg.

„Das Thema Kunst- und Kulturvermittlung bildete während all meiner Tätigkeiten einen wichtigen Schwerpunkt und gipfelte 2010 in der Stelle als Leiterin der Kunstvermittlung am Kunstmuseum Stuttgart, die ich bis zuletzt innehatte. Daneben übernahm ich Lehraufträge zum Thema Vermittlung am Kunsthistorischen Institut der Universität Tübingen und an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und war Mentorin bei der MFG Baden-Württemberg“, erläutert die neue Leiterin des Deutschen Uhrenmuseums.

„Ich freue mich sehr auf die neue Tätigkeit“, unterstreicht Deisenberger. „Das Deutsche Uhrenmuseum Furtwangen verfügt über eine bedeutende und umfangreiche Sammlung zur Uhrmacherei und ist zudem Teil der Hochschule Furtwangen. Hier sehe ich für die Zukunft ein großes Potential und es ist mir ein großes Anliegen, das Museum verstärkt über Projekte mit den einzelnen Fachbereichen der Hochschule zu verknüpfen. Kooperationen mit anderen Museen, aber auch Schulen und Kindergärten aus der Region werden wichtige Grundlagen meiner Arbeit am Deutschen Uhrenmuseum Furtwangen sein.“

Der Schwarzwaldtourismus erfährt seit einigen Jahren regen Zuspruch. Diese Entwicklung gilt es auch für das Uhrenmuseum positiv zu nutzen. „Wissenschaft und Tourismus bilden meines Erachtens keine Kluft, sondern bedingen einander und werfen Fragen der Vermittlung auf. Eine Herausforderung, der ich mich in Zukunft gerne stelle“, so Nicole Deisenberger. „Auch das Thema digitale Medien und Social Media werden verstärkt in den Blick zu nehmen sein.“

„Wichtig ist mir auch die Arbeit mit dem ganzen Team des Uhrenmuseums Furtwangen. Es gilt alle Mitarbeitenden, von der Reinigungskraft über das Kassenpersonal, die Vermittlerinnen und Vermittler bis hin zu den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Fragen der Vermittlung und Besucherorientierung zu sensibilisieren. Unsere Besucherinnen und Besucher sollen aus unserem Museum ein positives Erlebnis mit nach Hause nehmen und gerne wiederkommen.“

Das Museum der Zukunft
Vielfältige Aufgaben stehen auf der Agenda für das Deutsche Uhrenmuseum. Allem voran die Digitalisierung. Die Sammlung des Deutschen Uhrenmuseums zählt mehr als 8.000 Objekte aus aller Welt. Die Schausammlung des Museums mit über 1.200 Uhren ist nun vollständig über die nationale Online-Datenbank „museum-digital“ abrufbar. Das Besondere an der Furtwanger Sammlung: Das Museum zeigt neben kostbaren Raritäten gleichberechtigt alltägliche Uhren. Für diesen großen Schritt im Bereich Digitalisierung wurde auch die Corona-bedingte Schließungszeit genutzt. Nun, wenn das Museum bald wieder öffnen kann und für nationale wie auch internationale Gäste wieder zugänglich ist, kommt dem Bereich Touristik und Marketing große Bedeutung zu, auch durch neue Touristik-Verbünde im Bereich Hochschwarzwald.

www.deutsches-uhrenmuseum.de