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Bürgerdialoge als Schauspiel

Künstlerische Aufarbeitung des Projektes DigitalDialog 21

Das Forschungsprojekt Digitaldialog 21 unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Selke versteht sich als Stimmungsbarometer zum digitalen Wandel. Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) aus Mitteln der Landesdigitalisierungsstrategie „digital@bw“, erforscht ein interdisziplinäres Team der Hochschule Furtwangen zusammen mit der Hochschule für Medien in Stuttgart, der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und zivilgesellschaftlichen Kooperationspartnern in einem breit angelegten Dialogprozess Chancen, Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten des digitalen Wandels.

Im Fokus des Teilprojektes der Hochschule Furtwangen steht die Zukunft der Digitalisierung im ländlichen Raum. Hierzu wurden in 2020 in mehreren Kommunen in Baden-Württembergs Bürgerdialoge und Befragungen zum digitalen Wandel durchgeführt. Die Dialoge konnten aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nur zum Teil als Präsenzveranstaltung stattfinden, ansonsten wurde per Videokonferenz diskutiert. Trotz der besonderen Umstände tauschten sich die Bürgerinnen und Bürger rege zu Herausforderungen, Potenzialen und Ideen für eine gemeinsame Gestaltung des digitalen Wandels im ländlichen Raum aus.

Die Ergebnisse der Bürgerdialoge wurden nun auch künstlerisch aufgearbeitet. Hierzu versammelten sich unter der Leitung der Dramaturgin Dorothea Schroeder und des Projektteams der Hochschule Furtwangen insgesamt zehn Schauspielende, die in die Rolle der Bürgerinnen und Bürger schlüpften und einen Dialog in der fiktiven Kommune Tetzingen nachspielten. Das Drehbuch sowie die einzelnen Rollen des „Reenactements“ sind zwar künstlerisch überspitzt zusammengefasst, basieren jedoch auf den Transkripten der realen Bürgerdialoge – teilweise wurden hier auch einzelne Sätze als Zitat übernommen. An insgesamt zwei Tagen wurde das Reenactment des Bürgerdialogs per Videokonferenz geprobt und aufgenommen.  Der finale Film wird nun im Verlauf des Projektes als Impuls für weitere Bürgerdialoge und Workshops verwendet und bald auch für alle Interessierten über die Projektwebseite https://digitaldialog21.de zu sehen sein.