Dr. Dennis Pede (Mitte) mit den Mitgliedern der Prüfungskommission (von links): Prof. Dr. Bastian Rapp (Universität Freiburg), Prof. Dr. Hadi Mozaffari Jovein (HFU), Prof. Dr. Frank Balle (Universität Freiburg), Prof. Dr. Stefan J. Rupitsch (Universität Freiburg),
Dr. Dennis Pede überzeugt die Prüfungskommission
Eine herausragende Dissertation hat an der HFU in Kooperation mit der Universität Freiburg Dr. Dennis Pede abgeschlossen. Der Materialwissenschaftler promovierte im Bereich Implantatwerkstoffe, und erhielt für seine Promotion, die am Institut für Werkstoffe und Anwendungstechnik Tuttlingen (IWAT) unserer Hochschule durchgeführt wurde, die Gesamtnote 1,0.
„In meiner Arbeit habe ich neuartige Titanlegierungen für einen möglichen Einsatz als medizinische Implantate entwickelt und untersucht. Zur Herstellung dieser Werkstoffe habe ich eine spezielle Form der Additiven Fertigung, das Laserstrahlschmelzen eingesetzt“, erklärt Dennis Pede. „Bei diesem pulverbettbasierten Fertigungsverfahren wird Metallpulver Schicht für Schicht mit einem Laser aufgeschmolzen, bis ein Bauteil entsteht.“
Das Verfahren ermöglicht die ressourcenschonende Herstellung von Implantaten und bietet dabei einzigartige metallurgische und thermodynamische Prozessbedingungen. „Ich habe den Prozess und dessen besondere Bedingungen so eingesetzt, dass ich auf mikrostruktureller Ebene besondere Eigenschaften erzeugen konnte, zum Beispiel eine verbesserte Korrosionsbeständigkeit“, berichtet Pede.
Die Dissertation mit dem Titel „Metallurgische und thermodynamische Einflüsse des pulverbettbasierten Laserstrahlschmelzens auf die Eigenschaften von α-, α+β- und β-Titan-Basis-Legierungen für medizinische Anwendungen“, entstand in Kooperation zwischen dem IWAT und dem Institut für Mikrosystemtechnik der Universität Freiburg. Sie wurde im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Link öffnet sich im gleichen Fenster:CoHMed-Projekts „Hybride Materialien und hybride Bearbeitung für die Medizintechnik” (Hybrimed) erstellt.
Betreut wurde die Dissertation von Seiten der HFU durch Prof. Dr. Hadi Mozaffari Jovein.
„Die gewonnenen Erkenntnisse aus dieser Arbeit leisten einen wertvollen Beitrag zum Verständnis des Designs und der Eigenschaften von Titanlegierungen im Zusammenhang mit dem Fertigungsverfahren“, resümiert Prof. Dr. Hadi Mozaffari Jovein. „Damit könnten künftig noch widerstandsfähigere und haltbarere Implantate hergestellt werden.“