27.02.2026

Neue Leitung für Medizintechnik-Netzwerk

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Portraitbild von Prof. Mozaffari

Prof. Dr. Hadi Mozaffari Jovein

Prof. Dr. Hadi Mozaffari Jovein übernimmt Leitung der Innovations- und Transferpartnerschaft CoHMed an der Hochschule Furtwangen

Mit ihrer Innovations- und Transfer-Partnerschaft CoHMed (Connected Health in Medical Mountains) fördert die Hochschule Furtwangen (HFU) gemeinsam mit den Netzwerkpartnern MedicalMountains GmbH und TechnologyMountains e.V., der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und dem Hochschulcampus Tuttlingen Förderverein e.V.  die Entwicklung der regionalen Medizintechnik und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Industrie. Diese wichtige Partnerschaft hat nun auf Seiten der Hochschule einen neuen Verantwortichen bekommen:  Prof. Dr. Hadi Mozaffari Jovein ist neuer Leiter und Sprecher von CoHMed. In unserem Interview spricht er über die Entwicklung der Partnerschaft, über Meilensteine und die nächsten strategischen Schritte für Forschung, Transfer und regionale Vernetzung in der Medizintechnik

Herr Professor Mozaffari Jovein, Sie haben den Staffelstab des Partnerschaftssprechers von Ihrem Kollegen Prof. Dr. Knut Möller übernommen. Was zeichnet CoHMed aus?

Die Besonderheit von CoHMed ist, dass die Partnerschaft Raum für interdisziplinären Austausch innerhalb der Hochschule, aber auch zwischen Forschung und Industrie auf dem Gebiet der Medizintechnik bietet. Hervorzuheben sind dabei die kurzen Wege zwischen Wissenschaft und Anwendung, die vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie eine praxisorientierte Forschung mit direktem Mehrwert.

Wie lange besteht diese Partnerschaft, und wie hat sie sich entwickelt?

Seit Beginn des Projekts in 2017 hat sich CoHMed aus meiner Sicht sehr positiv entwickelt: Wir sehen eine starke Professionalisierung, den Ausbau belastbarer Forschungsstrukturen, eine steigende Zahl abgeschlossener Projekte sowie ein wachsendes regionales und überregionales Netzwerk.

Sind Sie von Anfang an eingebunden gewesen?

Ich begleite CoHMed seit der Antragsphase und kenne die Partnerschaft sozusagen seit ihrer Geburtsstunde. In den vergangenen Jahren habe ich mehrere geförderte CoHMed-Projekte im Bereich Materialwissenschaften geleitet – unter anderem zu Brust-Gewebemarkern, osseointegrativen Implantaten und neuen Werkstoffen für medizinische Anwendungen. Außerdem dufte ich mich bereits als stellvertretender Partnerschaftssprecher einbringen.

Welche Errungenschaften hat CoHMed der HFU in den vergangenen Jahren eingebracht?

CoHMed hat die Forschungsstärke der HFU im Bereich Medizintechnik deutlich vorangebracht. Besonders sichtbar ist das bei den Projektarbeiten, bei Abschlussarbeiten und Promotionsvorhaben – letztere haben sich nahezu verdreifacht. Das hat die Forschungsaktivitäten an der HFU und den beteiligten Instituten insgesamt spürbar erhöht. Hinzu kommen zahlreiche wissenschaftliche Publikationen, der Ausbau von Großgeräte-Infrastruktur sowie ein starkes, kontinuierlich wachsendes Unternehmensnetzwerk.

Wie sichtbar ist CoHMed in der Region?

CoHMed ist sehr präsent, insbesondere durch die enge Kooperation mit regionalen und überregionalen Unternehmen. Die Partnerschaft ist heute ein fester Bestandteil der MedTech-Landschaft in unserer Region.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft - wie möchten Sie die Partnerschaft weiter gestalten?

Wir wollen unsere CoHMed-Partnerschaft pflegen und gezielt weiter ausbauen. Dazu werden wir zusätzliche Vernetzungsveranstaltungen organisieren und den Forschungsschwerpunkt Medizintechnik strategisch weiterentwickeln. Das CoHMed-Managementprojekt wurde über neun Jahre durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert. Dank einer Anschlussförderung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) sind die Verstetigungsaktivitäten des CoHMed-Netzwerks in unserer Region bis 2031 sichergestellt. Dies schafft Planungssicherheit für den Aufbau und die Generierung zukünftiger Forschungsprojekte und ermöglicht die Definition nachhaltiger Medizintechnik-Themen. Gleichzeitig ist die strategische Kontinuität im Wissens- und Technologietransfer gewährleistet. 

Welche Kooperationspotenziale bestehen zwischen der lokalen Medzintechnik-Industrie und der HFU?

Die Möglichkeiten sind vielfältig – insbesondere für Unternehmen, die neue Medizintechnikprodukte entwickeln oder bestehende Produkte durch innovatives Design, optimierte Herstellungsprozesse und höhere Qualitätsstandards weiterentwickeln möchten. Gemeinsam können wir anwendungsnahe Forschungs- und Entwicklungsprojekte realisieren und in die Umsetzung bringen. Unternehmen profitieren dabei vom Zugang zu wissenschaftlichem Know-how, moderner Laborinfrastruktur, qualifizierten Nachwuchskräften und praxisnahen Forschungsergebnissen für die Produktentwicklung.

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Die Hochschule Furtwangen ist eine von nur zehn Hochschulen in Deutschland, die eine Förderung im Rahmen des Förderprogramms „Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt erhalten hat. Ziel der Innovations- und Transferpartnerschaft CoHMed ist es, die Medizintechnikunternehmen der Region bei der Entwicklung zukunftsfähiger Produkte zu unterstützen und den Forschungs- und Wissenschaftsstandort Schwarzwald-Baar-Heuberg zu stärken:

  • 11 Millionen Euro Projektvolumen von BMFTR sowie ca. 3 Millionen Euro Industriemittel
  • 18 beteiligte Professorinnen und Professoren
  • 34 Forschungspartner aus der Industrie, davon 21 kleine und mittlere Unternehmen
  • 20 geförderte Forschungs- und Entwicklungsprojekte 

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