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Der „Masken-Checker“

Fakultät Informatik unterstützt Studierende bei der Einhaltung der Maskenregeln

Professor mit FFP2-Maske vor Bildschirm; visuelle Masken-Erkennung funktioniert

Prof. Dr. Cochlovius beim Masken-Check

Während der vergangenen Klausurzeit wurde am Eingang zur Fakultät Informatik probeweise das Kamera-basierte Bildauswertungssystem „Masken-Checker“ installiert. Damit konnten Passanten das korrekte Tragen ihrer Mund-Nasen-Maske überprüfen. Dies ist im Rahmen der aktuellen Hygiene-Maßnahmen ein wichtiges Element zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die Ausgangsfrage dabei war, welchen Beitrag moderne Software-Methoden und -Plattformen leisten können, um Besucher und Studierende bei der Einhaltung dieser Regeln aktiv zu unterstützen. Prof. Dr. Elmar Cochlovius stellte sich dieser Herausforderung und entwickelte auf Basis von Open-Source Software eine KI-basierte Gesichts- und Maskenerkennung (s. Bild). „Es ist schon erstaunlich,“ so bemerkt er, „welche Treffergenauigkeit sich bereits mit einfachen Mitteln erreichen läßt.“ Tatsächlich betragen die Materialkosten einschließlich einer geeigneten Kamera gerade einmal 100 €.

Ein zentrales Thema bei vielen KI-Anwendungen dieser Art ist die Datensicherheit gemäß der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), denn die dabei gewonnenen Daten sind sehr sensibel und werden oft bei großen Plattform-Anbietern, meist angesiedelt in den USA, ausgewertet. Um hier auf der sicheren Seite zu sein, entschloß sich Prof. Cochlovius für einen innovativen Ansatz: Bei dieser Anwendung werden überhaupt keine Daten versandt oder gespeichert! Der genutzte Kleinrechner „RaspberryPi“ ist daher auch gar nicht mit einem Netzwerk verbunden, sondern die Verarbeitung und Auswertung der Bilder erfolgt ausschließlich lokal.

Nach intensiven Fachgesprächen und einem Review der Software-Architektur ist auch der Datenschutzbeauftragte der HFU, Prof. Dr. Dirk Koschützki an der Fakultät GSG, von dieser Strategie überzeugt: „Ich bin beeindruckt, wie sensibel und proaktiv in der Fakultät IN diese wichtigen Fragen des Datenschutzes und der Datensparsamkeit behandelt werden. Und trotz Beachtung aller Richtlinien wurden bei der Funktionalität dieser interessanten Anwendung keine Kompromisse gemacht!“ So bleibt uns allen nur zu hoffen, dass aufgrund der Fortschritte in der Pandemie-Bekämpfung der Masken-Checker in der nächsten Klausurzeit gar nicht mehr benötigt wird.