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Patent für Lawinenatemgerät

Absolventen der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen entwickeln Rettungssystem

Patent für Lawinenatemgerät (I17659)

Mit dem neu entwickelten System haben Lawinenverschüttete bessere Überlebenschancen.

Schneelawinen fordern jedes Jahr zahlreiche Menschenleben. Bei lawinenverschütteten Personen besteht insbesondere die Gefahr des Erstickens. Meist reicht das Luftreservoir unter der Schneedecke nur für 20 Minuten – manchmal ist das zu wenig Zeit für Rettungsteams, um die verschüttete Person zu finden. Das Risiko des Verschüttetwerdens kann mit einem Lawinenrucksack deutlich vermindert werden. Allerdings besteht auch dann noch eine gewisse Erstickungsgefahr, wenn die Person nur knapp unterhalb der Oberfläche verschüttet wurde.

Adrian Frankus, Philipp Ullrich und Stefan Heinemann – Absolventen des Masterstudienganges „Wirtschaftsingenieurwesen – Product Innovation“ – und ihr Betreuer Prof. Dr.-Ing. Hans-Georg Enkler haben ein System entwickelt, das lawinenverschüttete Personen auch unter der Schneedecke über einen längeren Zeitraum mit Atemluft versorgen kann. Der HFU wurde hierfür kürzlich das Patent erteilt. „Besonders freut mich, dass wir mit Studierenden einen Produktentstehungsprozess von der ursprünglichen Idee über die Entwicklung von Prototypen bis hin zu einem Patent durchlaufen konnten“, so Prof. Enkler. Das System ist als Erweiterung eines handelsüblichen Lawinenrucksacks vorgesehen. Momentan wird ein Serienfertigungsprozess erarbeitet und nach potenziellen Partnerunternehmen gesucht, um aus der Idee ein marktreifes Produkt entstehen zu lassen. Interessierte können sich gerne an Dr. Thorsten Fitzon (E-Mail Anwendung wird gestartet:fit(at)hs- furtwangen.de) beim Institut für Angewandte Forschung der HFU wenden.