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Interview mit Prof. Uwe Hack - Rückblick SoSe 2020 und Aussicht WiSe 2020

Der Dekan der HFU Business School äußert sich zur Situation in Zeiten der Corona Pandemie, Erfahrungen aus der Online-Lehre und Chancen für die Zukunft.

Prof. Hack, als Dekan der HFU Business School blicken Sie auf ein turbulentes Sommersemester 2020 zurück, das ganz im Zeichen von Corona stand. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Wenn man berücksichtigt, dass wir nur sehr wenig Vorbereitungszeit für die besonderen Umstände des Sommersemesters hatten, bin ich sehr zufrieden mit dem Verlauf. Die Studierenden hatten nicht nur Verständnis für die besondere Situation, sondern haben mit viel Engagement, tollen Ideen und Initiativen zum Gelingen des Semesters beigetragen. Allen Kolleginnen und Kollegen möchte ich an der Stelle ebenfalls für ihre Flexibilität und ihre Unterstützung danken, die es uns ermöglicht hat, den Vorlesungsbetreib effizient zu organisieren.

Herausragende Merkmale, die ein Studium an der HFU Business School in Präsenz ausmachen, sind zweifelsohne die praxisbezogenen „aktiven Vorlesungen“, die Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden und die persönliche Atmosphäre am Campus vor Ort. Durch die notwendige Umstellung auf Online-Lehre musste eine komplett neue Lernatmosphäre geschaffen werden. Wie gelang Ihnen, als Business School, dieser Schritt? Gibt es für die Zukunft möglicherweise auch positive Aspekte der Online Lehre?

Gerade der persönliche Kontakt fehlt sowohl den Studierenden, aber auch uns Dozenten. Das ist für uns ein großer Unterschied, weil wir ja nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch z.B. Internationalität und interkulturelle Kompetenzen; das muss man erleben. Aber auch hier haben wir gemeinsam mit unseren Studierenden gelernt was Technologie leisten und wie interaktiv Technologie sein kann. Insofern werden wir sicherlich sowohl in der Lehre als auch in der Administration einige positive Aspekte mitnehmen.

Das kommende Winter Semester naht und die Corona Pandemie ist weiterhin prägend für die Gestaltung der Lehre. Auf welches Szenario „Online-/Präsenzlehre“ stellen Sie sich derzeit ein?

Wir haben ja jetzt in der Klausurenphase gelernt, dass Präsenz möglich ist, wenn man klare Hygienekonzepte diszipliniert umsetzt. Darauf wollen wir im kommenden Semester aufbauen und möglichst viel Präsenz ermöglichen, selbstverständlich immer mit der Maßgabe, dass der Schutz der Studierenden und Kolleginnen und Kollegen oberste Priorität hat.

Im Internationalen Vergleich schlägt sich Deutschland in der Corona Krise sehr gut und gilt derzeit als eines der sichersten Länder weltweit. Diese Tatsache könnte zukünftig dafür sorgen, dass ein Studium an deutschen Hochschulen immer beliebter wird. Welche Chancen sehen Sie für die deutsche Hochschullandschaft und insbesondere für die HFU Business School?

Ich denke das Gesamtpaket der deutschen Hochschulen und der HFU insbesondere ist international sehr attraktiv. Das zeigt die große Zahl an internationalen Bewerbern, die wir bereits haben. Den sprachlichen Nachteil gegenüber Hochschulen in UK und USA gibt es bei uns an der Fakultät nicht, da wir viele rein englischsprachige Studiengänge haben.  Auch die Hochschule insgesamt befindet sich mit der Strategie des bilingualen Studiums auf dem richtigen Weg. Dass auch der Standort Deutschland neben vielen anderen Aspekten mit einer beneidenswerten Infrastruktur und Gesundheitsversorgung hoch attraktiv ist, hat die Corona-Krise sicherlich noch einmal deutlich hervorgehoben. Insofern gilt es jetzt die Chancen der Technologie und auch des Standortes zu nutzen.