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Medizintechnik-Professor Fornefett ist Mentor beim „WirVsVirus Hackathon“

Ende März 2020 fand der Hackathon der Bundesregierung „WirVsVirus“ statt. Mehr als 28.361 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bundesweit trafen sich als Teams über ein Wochenende in digitalen Räumen. Dabei arbeiteten sie in 48 Stunden an Lösungen von 1.924 Ideen hinsichtlich der Corona-Krise. Dr. Mike Fornefett, Medizintechnik-Professor am Hochschulcampus Tuttlingen der Hochschule Furtwangen, ist als einer von 2.922 Mentoren dabei und betreut bis heute verschiedene Projekte.

Worum geht es beim Hackathon „WirVsVirus“?
„Ziel des Hackathons ist es, kontextbezogene Lösungen der Corona-Krise aus der Gesellschaft für die Gesellschaft zu entwickeln. Jeder konnte mitmachen. Dadurch entsteht eine hohe Diversität an Ideen und Kompetenzen. Diese zu bündeln und daraus „echte Lösungen“ zu erarbeiten, ist eine Chance, der Pandemie zu begegnen.“

Was ist Ihre Motivation, als Mentor mit dabei zu sein?
„Hackathon – da muss man einmal mitgemacht haben! Und jetzt mit dem wichtigen Thema „Lösungsansätze für die Corona-Krise entwickeln“ bot es sich an. Ich habe als Mentor mitgearbeitet und tue es zurzeit noch. Vielleicht kann ich so meinen Beitrag zur Krisenbewältigung leisten und gleichzeitig den Kontakt zur Hochschule herstellen und mich vernetzen. Und jetzt ist es gleich der größte Hackathon der Geschichte geworden!“

Wie liefen die 48 Stunden für Sie als Mentor ab?
„Es gab da so viele Projekte, dass ich mich auf wenige beschränken musste, die ich aktiv angucken konnte. Als Medizintechnik-Professor habe ich mich auf die Projekte der Kategorie „Medizingeräte“ konzentriert, weil ich da meine Expertise habe und das Gefühl hatte, am meisten beisteuern zu können.“

Wie viele Teams oder Projekte haben Sie betreut?
„Intensiver habe ich ein Team betreut. Anfragen gab es aber auch von Einzelpersonen oder anderen Teams. Da gab es dann mal kurze Chats oder Voice- oder Telefongespräche.“

Welche Projekte haben Sie besonders fasziniert?
„Besonders spannend fand ich die Projekte MedPrint und CoronaOne, die ich auch als Mentor unterstütze: Bei MedPrint bin ich in Diskussionen über das Qualitätsmanagement mit eingebunden. Bei dem Projekt werden auf einer Webplattform ‚Maker’, die 3D-Druckteile herstellen mit ‚Taker‘ im Krankenhaus zusammengebracht, die solche 3D-Druckteile benötigen, weil sie einfach sonst nicht verfügbar sind. Als Beispiel kann hier eine Schutzbrille oder das sogenannte ‚Face-Shield‘ genannt werden. In dem Projekt CoronaOne sollen TestKits direkt an Besteller versandt werden, damit diese zuhause selbst testen und den Abstrich wieder zurück ins Labor schicken. Das soll die Testmöglichkeiten erweitern und vereinfachen, da kein Personal in Schutzkleidung dafür notwendig ist. Ich werde weiter versuchen, die Projekte zu unterstützen, mit denen ich zusammengearbeitet habe.“

Wie geht’s jetzt weiter mit den ganzen Projekten?
„Als besondere Projekte mit hoher Reichweite und Bedeutung sind von einer Jury aus den 1.500 Projekten 20 ausgesucht worden. Unter diesen 20 ausgewählten Projekten ist beispielsweise das Projekt „Sichertest“. Dieses will die Organisation von Testcentern und zu testenden Personen auf COVID-19 so gestalten, dass das Anstehen in einer Warteschlange maximal minimiert wird. Die besten 20 prämierten Ideen machen automatisch mit beim Solution Enabler Programm der Bundesregierung mit und erfahren Unterstützung für die weitere Umsetzung ihrer Projektidee. Und: Es können sich weitere Projekte bewerben, so dass insgesamt 100-150 Projekte unterstützt werden. Für Lösungen, die Antworten auf die drängendsten Herausforderungen unserer Zeit haben, wird ein „Überholspur-Programm“ Solution Builder angeboten.“

Würden Sie wieder mitmachen?
„Auf jeden Fall! Das sind wertvolle Erfahrungen, wie sich vielfach junge und digital orientierte Menschen heute organisieren. Ich konnte viel von ihnen lernen und möchte das auch in meine Lehre am Hochschulcampus Tuttlingen einbringen.“

WirVsVirus – Der Hackathon der Bundesregierung
https://wirvsvirushackathon.org