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Legales Hackíng – hautnah

Studierende der Informatik erleben Profi-Hacking aus erster Hand

Es ist Freitag, das Wochenende ruft. Doch 18 Studenten der Fakultät Informatik und ihr Betreuer, Prof. Dr. Olaf Neiße, machen sich zu einer besonderen Exkursion auf den Weg nach Tübingen. Dort erwartet sie Sebastian Schreiber, Geschäftsführer und Inhaber der Syss GmbH, mit einigen Mitarbeitern. Sein Unternehmen ist ein bedeutender Player auf dem Markt der Sicherheitsüberprüfungen für die IT-Infrastruktur von Unternehmen, Banken und Behörden. Syss bietet zudem unter anderem Unterstützung zur digitalen Forensik an. Darunter wird die Erfassung und gerichtsverwertbare Auswertung von Beweismitteln, die sich auf IT-Systemen befinden, verstanden.

Herr Schreiber erläutert und zeigt den angehenden Informatikern, welche Angriffsmöglichkeiten auf die IT-Infrastruktur eines Unternehmens vorkommen können. Die Studierenden dürfen Alarmanlagen aushebeln, kabellose Tastaturen belauschen, typische Hacking-Tools und Gadgets kennenlernen. Auch anspruchsvolle Hacker-Angriffe, wie beispielsweise zum Erlangen der Administrationsrechte in Netzwerken (Wagging the Dog), werden vorgestellt. Für alle Exkursionsteilnehmer ist es ein faszinierendes Erlebnis, im Reich von Profi-Hackern zu sein und deren Alltagsgeschäft zu erleben. Herr Schreiber nimmt sich den ganzen Nachmittag Zeit, um den Studierenden Rede und Antwort zu stehen. Er berichtet aus seinen Erfahrungen bei Lösegeld-Übergaben nach Ransomware-Angriffen und spricht auch rechtliche Bestimmungen und ethische Überlegungen an.

Und dann können die Teilnehmer sehen, wo und wie bei Syss gearbeitet wird und welche sozialen Einrichtungen für die Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Krönender Abschluss ist ein gemeinsames Grillen mit Herrn Schreiber und Mitarbeitern, die sich noch nicht ins Wochenende verabschiedet haben. So erhalten die Studenten auf der Dachterrasse nicht nur einen wunderschönen Überblick über Tübingen, sondern auch einen Einblick in den Berufsalltag und die Anforderungen eines legalen Hackers aus erster Hand.