Aktuelle Informationen der HFU zum Thema Coronavirus: www.hs-furtwangen.de/coronavirus

Best Poster Award für MTZ-Studentin

Auf der 52. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI) wurden aus ca. 300 eingereichten wissenschaftlichen Abstracts sechs Preise als „Best Poster Awards“ vergeben als Auszeichnung für innovative und wissenschaftlich besonders wertvolle Beiträge. Einen der Preise erhielt ein Beitrag aus der Hochschule Furtwangen: Für ihren Beitrag mit dem Thema „Rinsing blood bags by ethanol and tween 20 can wash out plasticizers but no bigger microplastic particles“ erhielt Lena Brandau (Fakultät Medical and Life Sciences, Studiengang Molekulare und Technische Medizin) einen „Best Poster Award“. Die DGTI gilt als internationale wissenschaftliche Spitze in der Förderung von Transfusionsmedizin und zugehörigen Gebieten und tagte vom 18.-20. September 2019 in Mannheim. Der Posterpreis war mit 250 € dotiert.

Die Erkenntnisse und Ergebnisse des Beitrages hatte Frau Brandau während ihrer Bachelorarbeit gewonnen in der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Folker Wenzel (Fakultät MLS) zusammen mit dem Doktoranden Adrian Monteleone. Weitere Partner in dem Projekt rund um Blutbeutel sind das Institut für Transplantationsdiagnostik und Zelltherapeutika in Düsseldorf und Prof. Dr. Andreas Fath (Fakultät MLS). Die hochaktuelle Debatte um die Verbreitung von Mikroplastik in unserer Umwelt warf die Frage auf, ob sich Mikroplastikpartikel auch aus Blutbeuteln lösen, welche, wie viele andere medizinische Produkte auch, meist aus Polyvinylchlorid (PVC) bestehen.

Mit einer Infrarot-spektrometrischen Analyse konnte gezeigt werden, dass in den Eluaten aus Blutbeuteln keine Mikroplastikpartikel vorhanden waren, womit bestätigt werden konnte, dass für Patienten in dieser Hinsicht wohl keine Gefahr besteht. Jedoch wurde in den Eluaten der Weichmacher DEHP gefunden, welcher typischerweise Bestandteil von Blutbeuteln ist. In der Forschung ist bereits bekannt, dass Weichmacher bei Transfusionen in den menschlichen Körper gelangen, auch wenn die entsprechenden Risiken für die menschliche Gesundheit noch nicht vollständig aufgeklärt sind.