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Internationaler Kongress zur Uhrengeschichte in Nürnberg

Deutsches Uhrenmusum gestaltet wissenschaftliches Programm

Vom 12. bis 14. September 2019 fand in Nürnberg ein Gipfeltreffen der internationalen Uhrenszene statt. Unter dem Motto: „Time – made in Germany“ trafen sich 170 Freunde alter Uhren aus zehn Ländern im traditionsreichen Germanischen Nationalmuseum. Prof. Eduard Saluz und Dr. Johannes Graf vom Deutschen Uhrenmuseum waren für das wissenschaftliche Programm verantwortlich.

„Time – made in Germany“. Schon der Titel beweist: Keine lokale Veranstaltung, sondern ein hochkarätig besetztes Symposium für Interessierte aus aller Welt. Ziel war nicht weniger als eine Bestandsaufnahme von 700 Jahren Uhrengeschichte mit Fokus auf Deutschland. Veranstaltet wurde der Kongress von der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie, der deutschen Vereinigung für Uhrengeschichte. Sie kooperierte dabei mit der National Association of Watch and Clock Collectors, dem weltweit größten Zusammenschluss von Liebhabern alter Uhren mit Sitz in den Vereinigten Staaten. Diese Zusammenarbeit über den großen Teich hinweg war eine echte Premiere. Denn die National Association of Watch and Clock Collectors hatte zugunsten von Nürnberg auf einen eigenen Kongress verzichtet. Zum ersten Mal fand dieses Ward Francillon Symposium in einem Land statt, in dem Englisch keine Amtssprache ist. Wichtig für die zahlreichen Gäste aus dem Ausland: Alle 13 Fachvorträge wurden simultan ins Englische übersetzt.

Am Rande des Kongresses wurde Networking groß geschrieben. So konnte auch das Deutsche Uhrenmuseum mit einem eigenen Stand auf der Hausmesse seine Arbeit vorstellen und die Kontakte in die internationale Uhrenszene pflegen. Damit der fundierte Inhalt der Beiträge nicht vergessen wird, sind die Vorträge in einem reich bebilderten Tagungsband versammelt. Ein Novum hierbei: Das dreihundert Seiten umfassende Buch erschien parallel zur deutschen Ausgabe auch in Englisch. Damit wurde endlich eine viel beklagte Lücke geschlossen: Erstmals gibt es nun ein Handbuch zur deutschen Uhrengeschichte in englischer Sprache.