Start ins Wintersemester mit 1300 Erstsemestern

Auszeichnungen für herausragende Studierende

Die Vorlesungszeit des Wintersemesters hat an der Hochschule Furtwangen (HFU) begonnen. 1300 Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. Semester kann die Hochschule begrüßen: am Campus Furtwangen sind es 690, am Campus Schwenningen 460 und am Campus Tuttlingen 150. Für einige Studiengänge ist eine Bewerbung noch möglich. Die Hochschule zählt auch in diesem Semester rund 6.000 Studierende an ihren drei Standorten.

Insgesamt standen für das Wintersemester 47 verschiedene Studiengänge zur Auswahl. Die Bachelorstudiengänge mit den meisten Bewerbungen sind „Medienkonzeption“, „International Business Management“, „Internationale Betriebswirtschaft“ und „Angewandte Gesundheitswissenschaften“.

Neue und veränderte Studiengänge
Am Campus Schwenningen startet der neue Bachelorstudiengang Angewandte Biologie. Zudem wurde der Studiengang Medical Engineering inhaltlich neu ausgerichtet und heißt jetzt Medizintechnik – Klinische Technologien. Der Studiengang Mikromedizin wurde umbenannt zu Mikromedizintechnik und Medical Diagnostic Technologies zu Precision Medicine Diagnostics.
Am Hochschulcampus Tuttlingen wurden drei Bachelorstudiengänge neu ausgerichtet, sie heißen nun Mechatronik und Digitale Produktion, Medizintechnik – Technologien und Entwicklungsprozesse sowie Werkstoff- und Fertigungstechnik.

Preisverleihungen
Im Rahmen der Erstsemesterbegrüßung am 1. Oktober 2019 wurden Preise für hervorragende Leistungen verliehen: In Furtwangen der von Schoen'sche Innovationspreis der EGT, der Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und der HFU Lehrpreis, in Schwenningen der Aesculap-Preis sowie in Tuttlingen die Preise der Dr. Winkler Stiftung und der Kreissparkasse.

HFU Lehrpreis
Jedes Jahr sind alle Studierenden dazu aufgerufen, für den HFU Lehrpreis Personen zu benennen, deren Unterricht besonders gut ist. Eine Jury wählte unter den 65 von den Studierenden nominierten Veranstaltungen „Crossmedieale Medienproduktion“ von Ada Rhode (Fakultät Digitale Medien, Campus Furtwangen) aus. Sie erhielt den mit 1.000 Euro dotierten Lehrpreis durch Rektor Prof. Dr. Rolf Schofer überreicht.

In der Veranstaltung geht es um Medientechnik, Mediengestaltung, Medienkonzeption, journalistische Redaktionsarbeit in der TV-Redaktion und online, crossmediales Denken, Interviewführung, Präsentation und Moderation. Das Gelernte kann in der HFU-eigenen TV-Übungsredaktion GLFtv direkt umgesetzt werden. Die Studierenden nominierten die Veranstaltung von Ada Rhode, weil sie praxisnah den Umgang mit Medien lernen und hoben besonders hervor: „Frau Rhode hat ein sehr großes Fachwissen, das sie sehr gerne mit uns teilt. Ihre Veranstaltung ist sehr praxisnah und verständlich aufgebaut. Frau Rhode ist sehr hilfsbereit und ist gefühlt rund um die Uhr für Fragen erreichbar. Sie geht auf jeden Studenten individuell ein und versucht aus jedem Beitrag das Maximale herauszuholen.“

Preise für Studierende
Daniel Wiese erhielt den mit 1.000 Euro dotierten Preis der EGT. Er hatte seine Abschlussarbeit im Studiengang Allgemeine Informatik über „Industrial Edge Computing“ geschrieben. Johannes Müller, Geschäftsführer der EGT Energievertrieb, und Alexander Stockburger, Assistent des Vorstands der EGT, überreichten die Auszeichnung.

Der mit 1.000 Euro dotierte DAAD-Preis wird jedes Jahr an einen Studierenden verliehen, der sich durch besondere akademische Leistungen und bemerkenswertes gesellschaftliches oder interkulturelles Engagement auszeichnet. Diesmal ging der Preis an Setphanie Kouambia Ndjiha aus Kamerun, die Angewandte Gesundheitswissenschaften in Furtwangen studiert.

Preisverleihung in Schwenningen
Der Aesculap-Preis ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert und wurde durch Dr. Katrin Sternberg an zwei Studierende am Campus Schwenningen übergeben. Die Masterthesis von Simone Rentschler, Studiengang Medical Diagnostic Technologies, handelte von der Erforschung von arzneimittelinduzierten Leberschäden und möglichen Risiken von Arzneimittelkombinationen beim Menschen. Sie begann 2013 an der HFU mit dem Bachelorstudium der Molekularen und Technischen Medizin und wird nun an der HFU, in Kooperation mit der Universität Tübingen, eine Promotion anschließen. Dabei wird sie einen diagnostischen Test zur Identifizierung von multiresistenten Keimen entwickeln.  Benjamin Sittkus, Studiengang Mikromedizin, wurde für seine Masterthesis über ein Dünnfilm-Sensorkonzept zur Ermittlung von Gewebeelastizität ausgezeichnet. Er wird weiter am Thema seiner Masterarbeit forschen und in Kooperation mit der Universität Freiburg in seiner Fachrichtung promovieren.

Preisverleihungen in Tuttlingen
Fünf Studierende erhielten einen Preis der Dr. Winkler Stiftung zur Förderung junger Talente. Ausgezeichnet wurden die besten Bachelor-Studierenden des Grundstudiums 2018/2019 ihres Jahrgangs von Dr. Hans-Henning Winkler: Emma Dischinger studiert Ingenieurpsychologie und war mit einem Notenschnitt von 1,16 die Beste aller Studierenden am Hochschulcampus Tuttlingen. Für ihre Leistung erhielt sie eine Prämie vor 500 Euro. Tobias Hauser (Studiengang Mechatronik, Note 1,17), Sarina Zillikens (Studiengang Medizintechnik, Note 1,19), Lukas Scheuer (Studiengang Werkstofftechnik, Note 1,25) und Thomas Braun (Studiengang Produktionstechnik, Note 1,90) wurden jeweils mit 250 Euro gewürdigt.

Kreissparkasse Tuttlingen zeichnet beste Projektarbeit aus
Die Kreissparkasse Tuttlingen zeichnete die Projektarbeit „Digitale Handprothese“ als beste des Zeitraumes 2018/2019 aus. Die Medizintechnik-Studierenden Katrin Bihr, Lukas Baier, Cornelius Machann und Sven Schumayer erhielten vom Vorstandsvorsitzenden Markus Waizenegger eine Prämie von jeweils 250 Euro.

Die vier Jungingenieure hatten ihre Prototypenentwicklung der Handprothese aus dem dritten Semester in Gruppenarbeit einsatzfähig gemacht. Das Besondere: Die Finger der künstlichen Hand sind über eine Applikation (App) via Smart-Phone oder Tablet steuerbar. „Die Prothese ist absolut alltagstauglich und könnte Patienten eine Alternative zu bisherigen Prothesen sein“, erklärt der Betreuer Professor Dr. Sebastian Dörn. „Das Projekt zeigt, dass wir Ingenieure ausbilden, die medizinische Fragestellungen und die Digitalsierung vereinbaren können. Unser Medizintechnik-Studiengang geht damit in die richtige Richtung, ist praxisnah und anwendungsorientiert“, ist er überzeugt.