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„Zukunft der Mobilität“

Exkursion des Studiengangs Mobile Systeme zu ZF

Als besonderes Highlight der Seminarveranstaltung „Mobilität und Innovation“ sind die Teilnehmer des Masterstudiengangs Mobile Systeme der Fakultät Informatik am 23. Mai 2019 zu einer Exkursion zu ZF an den Bodensee nach Friedrichshafen aufgebrochen.

Unter Leitung von Prof. Dr. Elmar Cochlovius und Prof. Dr. Achim Karduck war das Ziel die neu errichtete Konzernzentrale am Bodensee. Zunächst wurden den Teilnehmern im Firmenmuseum unter fachkundiger Führung die vielfältigen Mobilitätsformen nahegebracht, zu denen ZF schon in der Vergangenheit wichtige Beiträge liefern konnte. Hier beeindruckte besonders der rasche Wandel von einfachsten mechanischen Bauteilen hin zu komplexen, software-gesteuerten Mobilitätsplattformen, an denen hier gerade gearbeitet wird. Dieser Wandel schlägt sich auch eindrucksvoll in der Ausrichtung des Unternehmens nieder, das sich inzwischen durch mehrere Firmenübernahmen eine umfangreiche Software-Kompetenz angeeignet hat.

Im Anschluß an die Besichtigung haben sich die Studierenden während eines eigens zusammengestellten Fachprogramms über aktuelle Fragestellungen bei der Entwicklung von E-Mobility-Lösungen und Autonomen Mobilitätssystemen informiert. In einem ersten Vortrag wurde von vielen offenen Fragen berichtet, die für praxistaugliche Elektrofahrzeuge noch zu lösen sind. Neben Grundlagen aus der Physik der Elektromaschinen ging es hierbei vor allem um komplexe Software-Komponenten, mit denen das Gesamtsystem „E-Car“ optimal gesteuert werden kann. Im zweiten Fachvortrag wurde die zentrale Rechnerplattform vorgestellt, die bei ZF für die zukünftigen Aufgaben des autonomen Fahrens entwickelt wird. Die enormen Leistungsanforderungen für das Erfassen der Umwelt, die Auswertung und Interpretation der vielfältigen Sensor-Signale und schließlich für die Entscheidungsfindung werden mit Hilfe hochmoderner Komponenten z.B. von NVidia umgesetzt. Auf diesen mobilen Plattformen läuft dann eine komplexe Software, bestehend aus Linux- und Echtzeit-Modulen, die bei ZF vor Ort und an weiteren Firmenstandorten im In- und Ausland in den nächsten Jahren entwickelt, integriert und getestet werden soll. In der lebhaften Fachdiskussion wurde dann deutlich, daß neben der fachlichen Expertise das leistungsfähige und agile Projektmanagement sowie die Koordination internationaler Teams weitere wesentliche Erfolgsfaktoren für ZF sind.

Die Exkursion in das „Innovations-Ökosystem“ eines der weltweit führenden Systemlieferanten der Automobilindustrie machte allen Teilnehmern deutlich, welche vielfältigen Kompetenzen aus den Bereichen der Digitalen Mobilität und des Produktmanagements benötigt werden, um aktiv die Technologietrends der Zukunft mitzugestalten. Im Masterstudiengang Mobile Systeme erwerben die Studierenden genau in diesen beiden Schwerpunkten umfangreiches Wissen, um die Herausforderungen der mobilen Gesellschaft zu bewältigen.

Abgerundet wurde die Exkursion mit einer Führung durch die Basilika Birnau, dem Barockjuwel am Bodensee. Diese prächtige Basilika wurde nach nur dreijähriger Bauzeit 1750 fertiggestellt. Natürlich wurde auch bei der Führung ein Bezug zu Bildung, Kreativität und Innovation hergestellt – wie schon damals ausgehend vom Kloster Salem, das heutzutage ein exklusive Schule und das Internat Schloss Salem beherbergt. Seit 1920 ist diese Schule international ausgerichtet, und sie verfolgt damit ganz bewusst die Idee, dass eine „dynamische und weltoffene Vielfalt eine Bereicherung für alle sein kann“ (Modell Salem). Somit schloss sich auch der Kreis zum Weltunternehmen ZF. Mit herrlichem Blick von der Birnau auf den Bodensee und leichtem Alpenpanorama endete eine Exkursion mit vielen neuen Impulsen.