Professor Dr. Elmar Cochlovius als Gastprofessor an der Universität in Novi Sad in Serbien

Auf Anfrage eines befreundeten Professors durfte Professor Dr. Elmar Cochlovius von der Fakultät Informatik im Januar/Februar 2017 für zwei Wochen eine Lehrtätigkeit an der Technischen Fakultät der Universität Novi Sad  - das bedeutet neues Land -  in Serbien übernehmen.

In einer zehntägigen kombinierten Lehr- und Laborveranstaltung zu Grundlagen der Automotive Software Practices nahmen 14 Master-Studierende der Informatik teil, darunter sechs Studentinnen. Ziel der Veranstaltung war es praxisrelevante Kenntnisse und Verfahren der Automobilindustrie zur robusten Softwareprodukt-Konzeption und Entwicklung zur Marktreife zu vermitteln. Die Studenten bekamen einen Einblick in das Produkt-Management und in Softwareprozesse wie z. B. Automotive SPICE. Diese Prozesse werden heutzutage von allen Softwarelieferanten dieses wichtigen Industriezweiges erwartet. Daneben wurde auch an sogenannten mobilen Plattformen gearbeitet, um typische Entwicklungsmethoden und -umgebungen kennenzulernen.

Prof. Dr. Elmar Cochlovius  zeigte sich vom hohen Leistungsstand und der Motivation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr positiv überrascht. Auch nach acht Stunden Unterricht wurde noch eifrig an den Laboraufgaben weitergearbeitet. Ein Grund ist sicher, dass viele der Kursteilnehmer bereits in Softwareunternehmen der aufstrebenden Zulieferindustrie Serbiens erste Arbeitserfahrungen sammeln können. Diese beliefert unter anderem auch deutsche Automobil-Hersteller und muss deren hohe Anforderungen hinsichtlich Prozess- und Produktqualität erfüllen.

Novi Sad, das „Athen Serbiens“, liegt direkt an der Donau. Die Fakultät für Technische Wissenschaften ist mit ca. 12000 Studierenden und ca. 1100 akademischen Mitarbeitern die größte technische Fakultät in Serbien. Die Abteilung Computing and Control Engineering hat ca. 1100 Studierende und bietet Bachelor-, Master- und PhD-Studiengänge an. Um eine praxisrelevante Ausbildung zu unterstützen, wird viel Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit der Industrie gelegt. So kooperiert die Abteilung mit Firmen wie Cisco, Siemens, IBM, Google oder TI. Daneben gibt es zahlreiche Austauschprogramme mit internationalen Universitäten und Hochschulen.

Im Rückblick bewertet Professor Cochlovius diese neue Erfahrung als rundherum positiv: „Es ist interessant zu sehen, wie dort auf hohem Niveau gearbeitet wird und wie schon frühzeitig den Studierenden eine internationale Ausrichtung nahegelegt wird.“