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Projektstart: Big Data und Boni

Pay-as-you-live-Tarife (PAYL) im Gesundheitswesen

Viele kennen Fitness-Tracker, Smartwatches und Gesundheits-Apps aus der eigenen Praxis. Diese Technologien werden inzwischen jedoch nicht nur zur Messung und Steigerung der gesundheitlichen Leistung, zur Prävention oder zur Selbstoptimierung eingesetzt. Krankenkassen und -versicherungen bieten verstärkt Bonusprogramme oder Pay-as-you-live Tarife (PAYL) basierend auf diesen Technologien an. PAYL ist trotz gesellschaftlicher Relevanz und Brisanz bislang weitgehend unerforscht.

Vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg wird daher das Projekt „Big Data und Boni. PAYL im Gesundheitswesen - Technologische Voraussetzungen und gesellschaftliche Folgen“ für zwei Jahre gefördert, das am 1. April 2019 startete. „Dieses fakultätsübergreifende Projekt bündelt Kompetenzen, die an der HFU an verschiedenen Stellen vorhanden sind“, sagt Prof. Dr. Stefan Selke, einer der Antragsteller (Fakultät GSG, Lehrgebiet Gesellschaftlicher Wandel), der seine soziologische Perspektive auf die langfristigen gesellschaftlichen Folgen von PAYL einbringt. Partnerin im Projekt ist Prof. Dr. Stefanie Betz (Fakultät Informatik, Lehrgebiet Sozioinformatik), die dazu beiträgt, die informationstechnischen Voraussetzungen von PAYL zu erforschen. „Zusammengenommen ist dies das Idealmodell einer interdisziplinären Kooperation“, so Stefanie Betz.
Externer Kooperationspartner des Projekts „Big Data und Boni“ ist die AOK Baden-Württemberg, die sich mit eigenen Ressourcen und Kompetenzen einbringt. Zum Projekt gehören auch studentische Forschungsprojekte, die beispielsweise im Rahmen des Studiengangs Angewandte Gesundheitswissenschaften bearbeitet werden. Ziel des Projekts ist eine gesamtheitliche Abschätzung von PAYL und die Formulierung gesundheitspolitischer Handlungsempfehlungen.