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Funktionale Sicherheit am Beispiel eines Kettenantriebs

Dr.-Ing. Rudolf Eyberg, Graf-Syteco GmbH & Co. KG Tuningen

Am Beispiel eines Bediengerätes mit Tasten, Joysticks und Display für den Kettenantrieb eines tonnenschweren Baugerätes werden die Anforderungen der Funktionalen Sicherheit aufgezeigt, welche bei der Entwicklung und dem Betrieb von vollständigen und unvollständigen Maschinen erforderlich sind.
Neben den zugehörigen Richtlinien und Standards wird erläutert, wie eine Risikoanalyse durchzuführen ist. Anhand der FMEA-Methodik beim Systementwurf, bei der Entwicklung und in der Fertigung wird an Beispielen erklärt, welche Fehler und Fehlerfolgen auftreten, welche Fehler erkannt und welche Maßnahmen ergriffen werden können.
Die Herausforderungen bei der Umsetzung eines analogen Spannungssignales auf eine normierte 4-20 mA Industrie-Schnittstelle werden detailliert betrachtet. Dabei wird anschaulich aufgezeigt, dass eine Anwendung elektrotechnischer Kenntnisse nur zu einer funktionierenden und sicheren Lösung beitragen kann, wenn internationale Standards beachtet werden und die Nutzung definierter Prozesse und effizienter Software-Werkzeuge möglich ist.

Zur Person

Rudolf Eyberg studierte Elektrotechnik an der Hochschule Stuttgart und promovierte dort im Jahre 1992. Es folgten verschiedene Stationen in der Industrie, unter anderem bei ALCATEL in Stuttgart und Brüssel sowie bei BOSCH Breitbandnetze, THOMPSON Corporate Research und PANASONIC Frankfurt. Von 2014 bis 2018 übte er Dozententätigkeiten und Professuren an verschiedenen Hochschulen aus, unter anderem an der Hochschule Furtwangen. Seit 2018 ist Rudolf Eyberg tätig als Manager Functional Safety bei der Graf-Syteco GmbH & Co. KG in Tuningen. Dort ist er verantwortlich für die kundenspezifische Entwicklung von Bediengeräten mobiler Arbeitsmaschinen der Baubranche. 

  • Datum
  • - Uhr
  • Veranstaltungsort
  • Raum C 0.01
  • Campus Furtwangen
 (I11427)

Dr.-Ing. Rudolf Eyberg