Medienkunst ist nicht immer laut und grell

Benjamin Stechle und Martin Spengler von Lab Binaer – Labor für Medienkunst besuchen die Fakultät Digitale Medien

Am Donnerstag, 8. Dezember 2016 kamen Studierende der Fakultät Digitale Medien in den Genuss, die Köpfe hinter Lab Binaer kennen zu lernen. Prof. Thomas Krach hatte Benjamin Stechle und Martin Spengler, die er aus seiner Zeit in Augsburg bereits kannte, eingeladen, ihr Unternehmen vorzustellen, und den Studierenden im Rahmen eines Vortrags und eines Workshops die Grundlagen interdisziplinärer Gestaltung, sowie der Entwicklungsplattform Arduino näherzubringen.

Unter dem Motto „Ist dein Selfie-Stick zu kurz, ist dein Ego zu groß!“ gingen am Nachmittag rund 20 Studierende daran, den allseits bekannten und zunehmend in Verruf geratenen Selfie-Stick zu nutzen, um daraus kreative UX-Ideen »up-zu-cyceln«. Zunächst gab Martin Spengler eine kurze Einführung in die Arduino-Plattform, die für interaktive Projekte inzwischen nahezu unumgänglich ist. In diesem konkreten Fall wurde der Auslöser der SmartPhone Kamera mittels Arduino bedient. Anschließend wurde es praktisch: Stundenlang wurde geschraubt, gelötet und programmiert, um einen möglichst langen, funktionsfähigen Selfie-Stick zu bauen. Die Studierenden waren begeistert und auch Benjamin Stechle war sehr zufrieden mit dem Verlauf des Workshops und den Ergebnissen.

Vormittags hatte bereits Benjamin Stechele die Arbeit von Lab Binaer anhand verschiedener Projekte vorgestellt. Das 2007 gegründete Labor für Medienkunst plant und entwickelt „multimediale Exponate, die es dem Benutzer erlauben, bekannte Inhalte auf bisher unbekannte Art und Weise zu erleben.“ Das Duo ist der Überzeugung, dass es „für jede Botschaft das perfekte Medium gibt. Um dieses Ziel zu erlangen, setzen wir auf die Kombination von akustischen, visuellen und haptischen Reizen.“ Dabei müssen Installationen nicht immer laut und grell sein, es gibt auch ganz leise, unscheinbare Projekte, die für weitreichende Aufmerksamkeit sorgen.

Prof. Krach war, ebenso wie Benjamin Stechle und Martin Spengler, sehr zufrieden mit dem Tag und mit den Rückmeldungen der Studierenden. Eine weitere Zusammenarbeit ist durchaus denkbar…