„Netzwerken ist meine Stärke“

Die neue Innovationsmanagerin über das IFC

Am 1. Oktober 2018 hat Regina Storz-Irion als Innovationsmanagerin im Innovations- und Forschungs-Centrums Tuttlingen (IFC) der Hochschule Furtwangen zu arbeiten begonnen. Das Gebäude an der Katharinenstraße in Tuttlingen bietet für Wissenschaftler, Unternehmen und Start-ups Raum und Möglichkeiten, miteinander in Verbindung zu treten und innovative Ideen zu verwirklichen. Mit gemeinsamen Projekten im Bereich anwendungsorientierte Forschung und Technologietransfer sollen Impulse zur Stärkung und Erneuerung der Wirtschaftsregion gegeben werden. .

„Ich habe als Entwicklungsingenieurin in verschiedenen Bereichen gearbeitet“, erzählt Regina Storz-Irion. „Im Laufe der Jahre habe ich bemerkt, dass ich  gerne mit anderen Menschen arbeite und dass das Netzwerken eine meiner Stärken ist.“ Mit der Hochschule kam sie bereits vor ein paar Jahren in Kontakt: Seit 2014 unterrichtet sie als Lehrbeauftragte an der Hochschule Furtwangen, zunächst ausschließlich am Campus Tuttlingen, seit 2015 auch am Campus Schwenningen.

„Als Innovationsmanagerin sehe mich als Ansprechpartnerin für Externe und Interne: für Professorinnen und Professoren, für Studierende, die sich selbständig machen wollen, für die Industrie. Ich möchte ein Knotenpunkt in einem Netzwerk sein, um dafür zu sorgen, dass die richtigen Leute zusammenkommen.“ Die Besonderheiten von Tuttlingen und der Region kennt sie gut. „In Tuttlingen gibt es viele Leute mit guten Ideen, die diese aber nur durch Vernetzung mit geeigneten Partnern weiterbringen können. Ich möchte aufzeigen, wie sie diese Ideen gewinnbringend in einem Team umsetzen werden können und dass es hierfür Hilfestellungen gibt.“

Das IFC hat hochgesteckte Ziele. Bis Ende 2021 soll es bereits 1,5 Millionen Euro Umsatz generieren. „Das werden wir hinbekommen, wenn wir mit den forschungswilligen Professoren der Hochschule attraktiv für die Industrie in der Region werden und es schaffen, gründungswillige junge Leute in das IFC zu bekommen“, ist sich Regina Storz-Irion sicher. Sie wird, gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Leiter des IFC, Prof. Dr. Martin Haimerl, in den nächsten Wochen Konzepte für unterschiedliche Veranstaltungsformate entwickeln. Ihr erster Eindruck von den am IFC Tätigen ist äußerst positiv: „Der Spirit ist da, es herrscht Aufbruchsstimmung.“

Zur Person
Regina Storz-Irion ist in Tuttlingen geboren und hat in Stuttgart Maschinenbau studiert – als eine von drei Frauen unter ein paar Hundert männlichen Studenten: „Das war am Anfang nicht leicht“, sagt sie lachend. Seit 2004 führt sie ein Ingenieurbüro, mit dem sie beratend in der Medizintechnik, der Biotechnologie und der pharmazeutischen Industrie tätig ist. Davor war sie 17 Jahre lang in Tuttlingen Geschäftsführende Gesellschafterin eines Medizintechnikunternehmens. Mit Tuttlingen fühlt sie sich verbunden und möchte nicht mehr von hier weg.

Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

Das IFC
Das IFC bietet Wissenschaftlern, Unternehmen und Start-ups Zugang zu Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen der Hochschule Furtwangen. In gemeinsamen Projekten und Initiativen fördert es den Technologie- und Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. In Zusammenarbeit mit der Innovations- und Transferpartnerschaft CoHMed (Connected Health in Medical Mountains) und der Cluster-Organisation Medical Mountains setzt das IFC im Bereich des Wachstumskerns Medizintechnik an. Insgesamt wird aber die Stärkung und Erneuerung aller für die Region wichtigen Branchen angestrebt.
 
Die Stadt Tuttlingen als Eigentümerin vermietet den Neubau an der Ecke Katharinenstraße/Stockacher Straße seit 1. Juli 2018 an die Hochschule Furtwangen. Auf rund 2.700 Quadratmetern sind Labore, Büros und Veranstaltungsräume entstanden, die für die Vernetzung zwischen Hochschule und Unternehmen genutzt werden. Die Baukosten in Höhe von 11,37 Millionen Euro wurden gemeinsam von der Europäischen Union (4,55 Millionen), dem Land Baden-Württemberg (1,82 Millionen) und der Stadt und dem Landkreis Tuttlingen (jeweils 2,5 Millionen) getragen. Der Förderverein Hochschulcampus Tuttlingen unterstützte die Einrichtung des IFC mit rund 300.000 Euro.