ERASMUS+ Personalmobilität zu Fort- und Weiterbildungszwecken (STT)

In Ergänzung zur Mobilität von Studierenden und Lehrenden bietet das ERASMUS-Programm den Mitarbeitenden der HFU die Möglichkeit zu Auslandsaufenthalten in Europa für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Es wird ein Mobilitätszuschuss für Trainingsaufenthalte an einer Partnerhochschule mit gültiger ERASMUS-Hochschulcharta oder an einer europäischen Organisation, die auf dem Arbeitsmarkt oder in den Bereichen allgemeiner und beruflicher Bildung oder Jugend tätig ist, gewährt.

Durch den fachlichen Austausch vor Ort eröffnen sich neue Perspektiven und Sie können Ihre eigenen Kompetenzen gezielt stärken. Außerdem dient ein ERASMUS-Aufenthalt dem Ausbau und der Vertiefung von Netzwerken sowie der Internationalisierung der HFU.

Wer kann gefördert werden?

Mit ERASMUS-Personalmobilität zu Fort- und Weiterbildungszwecken kann Hochschulpersonal der HFU aus allen Bereichen gefördert werden. Voraussetzung für eine Förderung ist ein regulärer Arbeitsvertrag mit der HFU.

Beispiele für Arbeitsbereiche:

  • Allgemeine & technische Verwaltung
  • Bibliothek
  • Fachbereiche
  • Fakultäten
  • Finanzen
  • International Office
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Studierendenberatung
  • Technologie & Transfer
  • Weiterbildung

Was macht man im Ausland und wo kann es hin gehen?

Aus den im Einleitungstext genannten Rahmenzielen der ERASMUS-Personalmobilität zur Fort- und Weiterbildung ergeben sich die verschiedensten Möglichkeiten innerhalb der ERASMUS-Programmländer (Liste der Länder unter "Das ERASMUS+ Programm im Überblick"), zum Beispiel:

  • Studienbesuche/Hospitanzen bei unseren ERASMUS-Partnerhochschulen, um beispielsweise
    • Labore oder die Bibliothek kennenzulernen
    • den Ablauf in der Zulassungsstelle zu beobachten
    • sich über Öffentlichkeitsarbeit zu informieren
    • Sprachkenntnisse zu erweitern
    • Erfahrungen auszutauschen
    • etc.
  • Besuch einer International Staff Week (vorzugsweise an einer unserer Partnerhochschulen)
  • Besuch eines Sprachkurses, sofern die Notwendigkeit der Sprachkenntnisse in direktem Zusammenhang mit der am Arbeitsplatz ausgeübten Tätigkeit besteht
  • Hospitanzen bei Unternehmen
  • Besuch von Workshops oder Seminaren
  • Sonstige Weiterbildungsmaßnahmen nach Absprache

Zur genauen Festlegung, was Ziel und Zweck Ihrer Weiterbildung im Ausland sein soll, vereinbaren Sie vor der Abreise ein Trainingsprogramm mit der Gasteinrichtung (siehe unten: Welche ERASMUS-Formalien muss ich beachten? - Mobilitätsvereinbarung). Den Kontakt und das Formular hierzu erhalten Sie vom International Center.

Wie lange dauert ein Aufenthalt?

Der Aufenthalt muss mindestens zwei Aufenthaltstage dauern. Formal kann eine Förderung bis maximal zwei Monate erfolgen. Hinweis: Dies ist jedoch wegen begrenzter Fördermittel kaum möglich.

Muss ich eine Fremdsprache können?

Englischkenntnisse genügen für den Aufenthalt in der Regel. Wenn es lieber Deutsch sein soll, schauen Sie sich doch mal unsere Partner in Österreich an. Sie können aber natürlich auch Ihre Spanisch- und Französischkenntnisse auffrischen.

Wie sind die Bewerbungsmodalitäten?

Bewerbungsfrist für das darauffolgende akademische Jahr ist immer der 31. Juli (beispielsweise der 31. Juli 2016 für das kommende akademische Jahr 2016/17). Später eingehende Anträge können nur berücksichtigt werden, falls noch Fördermittel zur Verfügung stehen. Bitte reichen Sie bei Interesse das interne Bewerbungsformular zur Teilnahme am Programm fristgerecht ein.

Konsultieren Sie bitte im Vorfeld Ihren/Ihre Vorgesetze, da er/sie den Aufenthalt befürworten und dies im Bewerbungsformular bestätigen muss. Aufgrund der begrenzt zur Verfügung stehenden Mittel müssen ggf. Anträge abgelehnt werden. Das IC entscheidet nach Ablauf der Bewerbungsfrist über eine Förderung anhand folgender formaler und inhaltlicher Kriterien:

  • Bestehen eines gültigen ERASMUS-Kooperationsvertrags mit der gewählten Partnerhochschule
  • Fristgerechtes Einreichen der Bewerbung bis zum 31. Juli für das darauffolgende akademische Jahr in schriftlicher Form anhand des Bewerbungsformulars
  • MitarbeiterInnen, die noch niemals mit ERASMUS gefördert wurden, sollen bevorzugt gefördert werden
  • Es soll nur eine Mobilität pro Person und akademischem Jahr gefördert werden
  • Bestehende ERASMUS Partnerschaften sollen gestärkt werden

Wie organisiere ich den Aufenthalt?

Bewerbung an der HFU
Einfach in der Liste der HFU-Partnerhochschulen oder auf der Plattform der ERASMUS Staff Weeks nachschauen und bei Interesse das Bewerbungsformular im IC einreichen. Das IC hilft vorab auch gerne bei der Auswahl geeigneter Hochschulen weiter.

Kontaktaufnahme mit der Zieleinrichtung
Hospitation/Job-Shadowing: Falls Ihre Bewerbung berücksichtigt werden kann (siehe „Wie sind die Bewerbungsmodalitäten?“) fragt das IC bei der Hochschule an, ob im entsprechenden Fachbereich eine Hospitation möglich ist. Bei positiver Rückmeldung stellt das International Center den Kontakt zwischen Ihnen und der konkreten Ansprechperson an der Partnerhochschule her. Über alle weiteren Formalien bzgl. des ERASMUS-Mobilitätszuschusses werden Sie vom International Center informiert (siehe "Welche ERASMUS-Formalien muss ich beachten?"). Die weitere Feinplanung des Aufenthalts können Sie dann direkt mit der Partnerhochschule besprechen; das International Center unterstützt bei Bedarf gerne.

Staff Week/Workshop/Seminar: Falls Ihre Bewerbung berücksichtigt werden kann und Sie entweder an einem selbst vorgeschlagenen Seminar teilnehmen oder das International Center Ihnen die Teilnahme an einer Staff Week vorschlägt, so ist in der Regel Ihre eigenständige Bewerbung bei der betreffenden Einrichtung erforderlich.

Organisation der Reise und Unterkunft
Die Reise buchen und bezahlen Sie selbst. Bezüglich der Unterkunft und dem nächst liegenden Flughafen/Bahnhof können Sie sich Tipps von der Gasthochschule einholen. Über ERASMUS erhalten Sie vorab einen Mobilitätszuschuss nach festgelegten Stückkosten (siehe "Welche Kosten können erstattet werden?"). Aus Versicherungsgründen müssen Sie einen Dienstreiseantrag ausfüllen (ohne Kostenstellennummer). Genauere Informationen hierüber erhalten Sie im Ablaufplan, der Ihnen vor Beginn des Auslandsaufenthalts vom International Center zugesendet wird. 

Welche Kosten können erstattet werden?

Die Bezuschussung der Fort- oder Weiterbildung im Ausland setzt sich aus Reise- und Aufenthaltskosten zusammen und erfolgt durch vom DAAD festgelegte Stückkosten, angepasst an den Reiseweg und die Lebenshaltungskosten im jeweiligen Zielland (s.u.). Beides zusammen ergibt Ihre individuelle "Mobilitätsbeihilfe".

Gebühren für Weiterbildungen oder Workshops werden nicht übernommen.

Ab dem Hochschuljahr 2014/15 gelten für Deutschland folgende maximale Tagessätze für vier Ländergruppen bis zum 14. Aufenthaltstag; vom 15. bis 60. Aufenthaltstag beträgt die Förderung 70% der genannten Tagessätze:

ZiellandStückkosten/Tag
DK, IE, NL, SE, UK160 EUR
AT, BE, BG, CH, CY, CZ, FI, FR, GR, HU, IS, IT, LI, LU, NO, PL, RO, TR140 EUR
ES, LV, MT, PT, SK, FYROM120 EUR
EE, HR, LT, SI100 EUR

Zusätzlich zu diesen Tagessätzen werden Fahrtkosten in Abhängigkeit von realen Distanzen zwischen Ausgangs- und Zielort der Mobilität erstattet, die europaweit einheitlich mit einem Berechnungsinstrument ermittelt werden. Erstattet werden können maximal folgende Beträge:

Distanz (km)Stückkosten/Fahrt
100 – 499180 EUR
500 – 1.999275 EUR
2.000 – 2.999360 EUR
3.000 – 3.999530 EUR
4.000 – 7.999820 EUR
8.000 und mehr1.100 EUR

Bitte beachten Sie: Die HFU behält sich vor, abhängig von den zur Verfügung stehenden Mitteln die Förderdauer gegenüber der Aufenthaltsdauer zu reduzieren. Dies kann bedeuten, dass Sie beispielsweise von insgesamt acht Aufenthaltstagen im Gastland nur für zwei Tage gefördert werden. Sollten die tatsächlichen Kosten die maximale Bewilligung übersteigen, sind die zusätzlichen Kosten von der Teilnehmerin bzw. dem Teilnehmer selbst zu tragen. Richtwert: Derzeit liegt der maximale Förderbetrag pro Teilnehmer aufgrund der begrenzten Fördermittel zwischen 700 und 800 € (Reise- und Aufenthaltskosten zusammen).

Welche ERASMUS-Formalien muss ich beachten?

Nach der Zusage für Ihre Bewerbung durch das International Center erhalten Sie eine Infomail mit dem weiteren ERASMUS-Ablaufplan und allen u.g. Dokumenten, die fristgerecht auszufüllen und einzureichen sind:

Vor dem Aufenthalt:

  • Grant Agreement: Vor Abreise unterschreiben und im Original im IC einreichen.
  • Mobilitätsvereinbarung vor Abreise mit der Gasthochschule vereinbaren und im IC einreichen.
  • Dienstreiseantrag über das IC.

Nach dem Aufenthalt:

  • Bestätigung des Aufenthalts durch Gasthochschule im Original im IC einreichen.
  • Ausfüllen des digitalen Berichts über den Auslandsaufenthalt (Link wird nach Aufenthalt per E-Mail zugesendet): Bestätigungs-E-Mail nach Ausfüllen des Onlineberichts an das IC senden (Ansprechpartner s. u.: An wen kann ich mich bei Fragen wenden?) .
  • Kurzen Erfahrungsbericht/Testimonial für die HFU-Website im IC einreichen.

Bekomme ich eine Sonderförderung, wenn ich alleinerziehend bin oder wenn ich eine Behinderung habe?

Für behinderte Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter bzw. für Personen mit Sonderbedürfnissen (bspw. alleinerziehende Mütter) besteht die Möglichkeit, beim DAAD bis spätestens zwei Monate vor Ausreise eine Zuschusszahlung über den EU-Höchstsatz hinaus zu beantragen, die die durch den Auslandsaufenthalt bedingten Mehrkosten abdecken sollen, welche nicht durch nationale Stellen (z.B. Krankenkasse) abgedeckt sind.

Welche Vorteile hat ein ERASMUS+ Aufenthalt?

  • Aufenthalt auf der Basis eines abgestimmten Programms
  • Fachlicher Austausch und neue Perspektiven
  • Stärkung der eigenen Kompetenzen
  • Ausbau und Vertiefung von Netzwerken

An wen kann ich mich bei Fragen wenden?

 Ilka Günnel
Ilka Günnel
International Center
07723 920-2556
Campus Furtwangen, Raum E 0.07

Das ERASMUS+ Programm im Überblick

An der HFU wird unter Leitaktion 1 das ERASMUS-Programm zur Lernmobilität von Einzelpersonen durchgeführt. Dieses hat zum Ziel, die Mobilität von Studierenden und Hochschulpersonal zu Lernzwecken und die transnationale Zusammenarbeit im Hochschulbereich zu fördern. Nähere Informationen zu den jeweiligen Mobilitätslinien finden Sie hier:

ERASMUS Koordinatorin der HFU: Anette Kohler

ERASMUS Code der HFU: D  FURTWAN01


Finanzieller und zeitlicher Rahmen
ERASMUS+ ist mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Mrd. Euro ausgestattet. Mehr als vier Millionen Menschen werden bis 2020 von den EU-Mitteln profitieren. Das Programm ist somit auf sieben Jahre ausgelegt.

Ziele
ERASMUS+ hat zum Ziel, Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern und die Modernisierung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung und der Kinder- und Jugendhilfe voranzubringen. Informationen zu ERASMUS+ finden Sie auf der Webseite der Europäischen Kommission.

Zielgruppe und Neuerungen
Mit den Fördermitteln wird vor allem die Mobilität in Europa und voraussichtlich ab 2015 in geringerem Umfang auch mit anderen Teilen der Welt gestärkt. Bis zum Jahr 2020 sollen rund zwei Millionen Studierende von ERASMUS+ profitieren, darunter über eine Viertelmillion aus Deutschland. Einbezogen werden dabei Studierende in allen Studienzyklen bis einschließlich der Promotion, die ein Teilstudium oder Praktikum im Ausland absolvieren möchten. Erstmals können die Studierenden dabei im Bachelor, Master und Doktorat jeweils bis zu zwölf Monate gefördert werden. Um den finanziellen Anreiz für einen Auslandsaufenthalt zu erhöhen, wird zudem der monatliche Mobilitätszuschuss für die Studierenden angehoben, insbesondere für Gastländer mit höheren Lebenshaltungskosten. Praktika im Ausland sind künftig auch nach Studienabschluss möglich. Schließlich bietet ERASMUS+ Studierenden, die ein ganzes Master-Studium in Europa absolvieren möchten, die Möglichkeit, dafür ein zinsgünstiges Darlehen aufzunehmen. Die bisherige Exzellenz-Förderung von ERASMUS Mundus, die das ganze Master-Studium von hervorragenden Studierenden in ausgewählten europäischen Masterprogrammen mit gemeinsamem Abschluss unterstützt, wird unter ERASMUS+ fortgesetzt.

ERASMUS+ trägt zudem zur weiteren Internationalisierung der Hochschulen mit der Förderung von Kurzzeitdozenturen und Weiterbildungsaufenthalten für das Lehr- bzw. Verwaltungspersonal bei. Weiterhin können die Hochschulen Unternehmenspersonal aus dem Ausland zu Lehraufenthalten einladen und sich nun außerdem mit anderen europäischen Partnern (auch aus dem nicht-akademischen Bereich) an multilateralen strategischen Partnerschaften beteiligen und gemeinsam innovative Projekte entwickeln (z. B. im Bereich der Curriculum-Entwicklung oder zu bildungsbereichsübergreifenden Themen). Für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft bietet ERASMUS+ Förderung in den neuen Wissensallianzen an. Hochschulen, die sich im Bereich des Kapazitätsaufbaus in Drittländern engagieren wollen, können dies in den internationalen Hochschulpartnerschaften des Programms tun.

Teilnehmende Länder
Die Fördermittel für die meisten Mobilitätsmaßnahmen und die Strategischen Partnerschaften werden in den 33 Programmländern von den nationalen Agenturen vergeben. In Deutschland nimmt diese Aufgabe wie bisher der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) wahr.

ERASMUS+ Programmländer

Mitgliedsstaaten der Europäischen Union:
Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal,  Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern

sowie die Kandidaten-Länder:
Mazedonien, Türkei

ferner die EWR/EFTA-Länder:
Island, Liechtenstein, Norwegen

Teilnahmeberechtigung der HFU am ERASMUS-Programm
Für die Jahre 2014 bis 2020 erhielt die HFU mit der ERASMUS Charta for Higher Education (ECHE) eine erneute ERASMUS-Akkreditierung in Brüssel und ist somit weiterhin zur Teilnahme am ERASMUS-Programm berechtigt. Im ERASMUS Policy Statement der HFU ist weiterhin die ganzheitliche Internationalisierungsstrategie der HFU beschrieben.

Haftungsklausel
"Das ERASMUS+ Programm wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben."

Informationen zum DAAD
Weitergehende Information und Beratung zu den ERASMUS+ Mobilitätsmaßnahmen erhalten Sie beim

DAAD Deutscher Akademischer Austauschdienst
Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit
Kennedyallee 50
53115 Bonn
Tel.: 0228 882-8877
Fax: 0228 882-555
E-Mail: erasmus(at)daad.de
Homepage: www.eu.daad.de