Dulce Rudolph, Spanischlektorin an der Fakultät Wirtschaft

LEHRAUFENTHALT AN DER UNIVERSIDAD MÁLAGA, SPANIEN 2015

Der Austausch mit den spanischen Studierenden und KollegInnen war für beide Seiten gewinnbringend.

Im Rahmen meines Lehraufenthalts an der Universidad de Málaga habe ich das Programm „Doing Business in Germany“  durchgeführt. Ziel war es, den Studierenden einen Überblick über die deutsche Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu geben.

Der Aufenthalt an der Universidad de Málaga hat mir die Möglichkeit gegeben, den Studierenden in Málaga einen Einblick in die universitären Strukturen an einer deutschen Universität zu vermitteln und ihr Interesse für einen etwaigen Studienaufenthalt in Deutschland und insbesondere an der HFU zu wecken.

Ein informativer Austausch mit den spanischen Kollegen war hierbei auch sehr hilfreich für beide Institutionen. Ich kann diese Art von Personalmobilität sehr weiterempfehlen.

Achim Karduck, Fakultät Informatik

LEHRAUFENTHALT AN DER TROMSOE UNIVERSITY, NORWEGEN 2015

Neben verschiedenen fachlichen Vorlesungen fand eine Infoveranstaltung für Bachelor-Studierende statt. -Es ist zu erwarten, dass zukünftig UiT-Studierende im Rahmen des "International Semesters" an die HFU kommen werden.
Tromsoe, Norwegen

Die University of Tromsø (UIT) ist seit 5 Jahren Partnerhochschule der HFU. In diesem Zeitraum haben mehrere HFU-Studierende im Department Computer Science der UiT ein Auslandssemester absolviert. Insbesondere ist in Tromsoe der Bereich Telemedicine/Health Informatics ein Alleinstellungsmerkmal.

Als Zielsetzung meines Aufenthalts wurde vereinbart:

“Elaborate possible contributions of the latest “Digital Ecosystems and Smart Technologies” for SEED (Social, Economic, and Ecologic Development) in a case based approach. This will be done on an undergraduate and postgraduate level.”

Entsprechend wurde im Rahmen einer Vorlesung und des Pre-SHI-Workshops anhand von aktuellen Forschungsarbeiten Input auf Postgraduate Niveau (Master- & PhD-Students) gegeben, und es kam zu einem intensiven Austausch über zukünftige Projektausrichtungen. Der Fokus lag hierbei auf Health Informatics, mit dem speziellen Blickwinkel von SEED. Innerhalb der SHI-Konferenz (Scandinavian Health Informatics 2015) konnte dies im Rahmen einer Keynote-Vorlesung und anschliessenden Diskussionen mit Master- & PhD-Students auf ideale Weise vertieft werden.

Darüber hinaus wurde mit dem Erasmus-Koordinator eine Bachelor-Veranstaltung durchgeführt. Hierbei stand neben der Forcierung der Partnerschaft insbesondere das Werben für das International Semester für Studierende der UiT im Vordergrund. Seitens der UiT wird unser Angebot und Struktur im International Semesters als sehr attraktiv angesehen. Es ist somit zu erwarten, dass zukünftig UiT-Studierende an die HFU kommen werden.

Auf der anderen Seite können HFU-Studierende zukünftig innerhalb von Forschungsprojekten auch Bachelor- & Master-Thesisarbeiten an der UiT durchführen. Dies wird insbesondere durch die  Kooperation mit Prof. Dr. Gunnar Hartvigsen ermöglicht, zu dem während des Aufenthalts ein sehr guter fachlicher und persönlicher Kontakt aufgebaut werden konnte. 

Robert Hönl, Fakultät Mechanical & Medical Engineering

LEHRAUFENTHALT AN DER OBUDA UNIVERSITY BUDAPEST, UNGARN 2015

Mir persönlich machen diese Gastvorlesungen immer viel Spaß. Es sind immer wieder neue Studierende mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Hintergründen in Projektmanagement.
Vor dem Haupteingang des Campus Obuda der Obuda Universität

Die Obuda Universität ist unsere älteste Auslandspartnerschaft (über 30 Jahre). Besonders die Elektro- und Informationstechnik war in der Vorläuferinstitutionen Kando Kalman Hochschule ein wichtiger Partner für die elektrotechnisch geprägten Studiengänge unseres Hauses.

Zum vierten Mal hielt ich dieses Jahr im Rahmen eines ERASMUS-geförderten Aufenthaltes meine Vorlesung Project Management am dortigen von Neumann Institut. Die Vorlesung erfolgte wieder in englischer Sprache mit einem Umfang von 16 Stunden. Die Studierenden belegten nachmittags geblockt die Vorlesung, am letzten Tag wurde unmittelbar eine kleine Klausur geschrieben. An der Obuda Universität wird diese Lehrveranstaltung in die Angebote für international und national Studierende eingereiht. Bei diesem Durchgang waren etwa 30 Studierende dabei.

Die Vorlesung erlaubt interaktiv die Kommunikation mit den Studierenden. Dabei entsteht auch eine intensive Rückkopplung zum Dozenten. Ferner übt die Vorlesung und Diskussion in Englisch auch das Vorlesung halten in englischer Sprache. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, für unsere Studiengänge zu werben und so gute Studierende als Gaststudenten zur HFU zu bringen. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den Studierenden der Obuda University gemacht. Ferner erfährt man Möglichkeiten über Lehrangebote dort, die unsere "outgoings" nutzen können – übrigens waren in der dort gehaltenen Vorlesungen auch drei Studierende aus Furtwangen! [...]

Ich kann nur jeden Kollegen, jede Kollegin ermuntern, die Möglichkeit einer Gastdozentur zu nutzen. Durch die ERRASMUS-Förderung ist die finanzielle Belastung überschaubar. In meinem Falle konnte ich außerdem den Termin so legen, dass bei uns keine Vorlesungszeit betroffen war, der Auslandsaufenthalt also "reibungsfrei" absolviert werden konnte. 

Bernhard Hollunder, Fakultät Informatik

FORTBILDUNGSSEMESTER AN DER UNIVERSITY OF CANTERBURY IN CHRISTCHURCH, NEUSEELAND 2014

Es war für mich eine inspirierende Zeit. Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Lehre, Forschung und Fakultätsorganisation täglich hautnah zu erleben, gaben mir wertvolle Erfahrungen.

Die University of Canterbury wurde 1873 gegründet und ist die zweitälteste Universität Neuseelands. Der großzügige Campus erinnert eher an eine englische Parkanlage - bei genauem Hinsehen zeichnen sich jedoch viele Hochschulgebäude ab, die für den Lehrbetrieb von über 14.000 Studierenden benötigt werden.

Während meiner dreimonatigen Zeit am Department "Computer Science and Software Engineering" konnte ich zahlreiche Erfahrungen sammeln. Die Gespräche und Diskussionen mit den Fachkollegen im Bereich Software Engineering und insbesondere zur "Systematic Mapping Study" prägten meinen Arbeitsalltag. Die unterschiedlichen Sichten auf die Problemstellungen waren für beide Seiten inspirierend. Die Internationalität der Professoren/innen und Mitarbeiter/innen war auch sehr erfrischend z.B. beim Smalltalk während des Morning Tea.

Das gesellschaftliche Leben in Neuseeland ist aus meiner Sicht geprägt von gegenseitigem Respekt und hoher Wertschätzung - unabhängig vom kulturellen und beruflichen Umfeld. Die am Stadtrand von Christchurch gelegenen Port Hills bieten zudem ein schönes Naherholungsgebiet, vor allem für sportliche Aktivitäten.

Ekkehard Batzies, Fakultät Mechanical & Medical Engineering

FORSCHUNGSSEMESTER AN DER UNIVERSIDADE DE COIMBRA, PORTUGAL 2013

Für mich war dieses Fortbildungssemester eine sehr positive Erfahrung: Fachlich war die Zusammenarbeit sehr inspirierend und erfolgreich, kulturell war es eine schöne Erfahrung, für einen längeren Zeitraum in einer anderen Kultur zu leben.
Coimbra, Portugal

Das Sommersemester 2013 verbrachte ich als Fortbildungssemester in Coimbra, Portugal, und zwar am Institute for Systems & Robotics (www.isr.uc.pt). Dort forschte ich in Kooperation mit Frau Prof. Dr. Silva Leite im Bereich der differentialgeometrischen Methoden für die Ingenieurwissenschaften. Die wissenschaftlichen Ergebnisse finden sich unter anderem in der Publikation "Geometric mean and geodesic regression on Grassmannians", die zur Veröffentlichung im Journal "Linear Algebra and its Applications" akzeptiert wurde. Ein Preprint findet sich hier: http://www.mat.uc.pt/preprints/ps/p1322.pdf.

Ausflüge in die Umgebung Coimbras, in die Berge, ans Meer und zu kulturellen Sehenswürdigkeiten gaben einen wunderschönen Rahmen für meine Forschungstätigkeit ab. Ich kann diese Art der Gestaltung eines Fortbildungssemesters wärmstens empfehlen.

Rüdiger Kukral, Fakultät Mechanical & Medical Engineering

FORTBILDUNGSSEMESTER, SEATTLE 2006

Wieder zurück in Deutschland war ich körperlich fit wie nie, innerlich "runderneuert" und motiviert für die nächsten Semester - und vor allem um wertvolle Erfahrungen reicher.
Space Needle mit Blick auf Mount Rainier

Als ich mich 2006 für ein Fortbildungssemester in den USA entschied, geschah dies mehr aus Gründen der Glaubwürdigkeit gegenüber unseren Studierenden als im Glauben an einen großen persönlichen Nutzen. Langjährige Erfahrungen und großes Engagment schon während meiner Doktorandenzeit an der Universität Stuttgart und erst recht danach als Auslandsbeauftragter an der HFU waren das eine. Doch auf der anderen Seite haftete mir auch der Beigeschmack an, als Student selbst nie ein Studien- oder Praxissemester im Ausland verbracht zu haben. Wie sollte ich da auf Dauer unseren Studierenden glaubhaft machen, dass ein Auslandssemester für sie eine große persönliche Bereicherung darstellt?

Was folgte, waren vier unvergessliche Monate in einer kleinen Softwarefirma im Umland von Seattle, unweit der Headquarters von Microsoft, Amazon, Starbucks und Expedia. Gut vierzig Stunden Arbeit pro Woche in der Firma gehörten ebenso dazu wie das Leben in einer WG mit vier amerikanischen Mitbewohnern. Unfreiwillig in Fettnäpfchen zu treten passierte anfangs beiden Seiten recht häufig, machte uns zugleich aber sensibler im Umgang miteinander und verhalf so allen zu mehr interkultureller Kompetenz. [...]

Wieder zurück in Deutschland war ich körperlich fit wie nie, innerlich "runderneuert" und motiviert für die nächsten Semester - und vor allem um wertvolle Erfahrungen reicher. Darunter die, dass man in einer neuen Umgebung auch als Mittvierziger noch so begeisterungsfähig ist wie eh und je und dass das Weltbild keinesfalls schon so verfestigt ist, dass man es nicht nochmals kritisch hinterfragen und ggf. ändern könnte. Wie viel größer muss da erst der Nutzen für unsere Studierenden sein? [...]

Michael Lederer, Fakultät Wirtschaft

FORTBILDUNGSSEMESTER AN DER UNIVERSITY OF THE SUNSHINE COAST (USC), AUSTRALIEN 2003

Auch heute denke ich gerne an die erlebnisreiche Zeit Down Under zurück. Und genieße die Freundschaften, die teils bis zum heutigen Tag halten.

Im Sommer 2003 hatte ich die Chance, ein Fortbildungssemester (englisch: sabbatical) an der australischen University of the Sunshine Coast (USC) zu verbringen. Die USC ist eine staatliche Universität in dem winzigen Ort Sippy Downs an der namensgebenden Sunshine Coast in Queensland, ca. 100 Kilometer nördlich von Brisbane. Viel weiter weg von Deutschland geht kaum…

Ein wunderschöner Ort, wilde Kängurus bevölkerten den Campus genauso wie die damals etwa 5.000 Studierenden der Fakultäten Arts and Social Sciences, Business, Science, Health and Education. Viele internationale Studierende, zumeist aus Kanada, Deutschland, China und den USA, bereicherten sowohl das akademische als auch das außerakademische Leben.

In guter Erinnerung sind mir die Vorlesungen in International Management, die ich gehalten habe, die gute Integration in den Fachbereich Business, der Austausch zu internationalen Forschungsthemen, die „receptions“ - kleine Parties der Fakultät, jeglicher Anlass bot willkommene Gelegenheit dazu - und viele nette Gespräche, Einladungen und Bekanntschaften. Die USC ist seitdem eine unserer Partneruniversitäten.