Miniaturisiertes Impulslärm-Dosimeter zur Untersuchung und Vermeidung von Gehörschädigungen beim Menschen

Lärmbedingte Hörschäden gehören zu den häufigsten Berufserkrankungen, und auch im Alltag sind Menschen oft hörschädigenden Belastungen ausgesetzt. So kann etwa die Explosion eines Silvesterböllers Impulsspitzen von bis zu 170 dB erzeugen und selbst eine Spielzeugpistole erzeugt im Abstand von 10 cm einen Impuls von 160 dB. Zum Vergleich: Die Schmerzgrenze liegt bei 120 dB – 130 dB. Dies kann im Ohr zu einem Hörverlust führen. Neben dem Schallpegel ist nach neueren medizinischen Erkenntnissen auch der Impulspegel-Zeitverlauf für das Gefährdungspotential wichtig. Bisher können aber insbesondere hochdynamische Schallereignisse (Knall) nur mit aufwändigen Methoden erfasst werden, da preisgünstige Mikrofone nur bis zu einem Pegel von ca. 140 dB messen können.

In dem hier vorgestellten Verbundprojekt geht es um die Entwicklung eines neuartigen miniaturisierten Hochpegel-Impuls-Mikrofon-Systems mit Signalverarbeitungseinheit und um damit ermöglichte Untersuchungen von Impulslärm induzierter Gehörschädigung beim Menschen. Das Hochpegelmikrofon wird so ausgelegt, dass es in der Art eines Dosimeters in unmittelbarer Ohrnähe getragen werden kann und Schallereignisse aufzeichnet. 

Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms FHprofUnt von November 2010 bis Oktober 2013 durch das BMBF unter FKZ 17027B10 gefördert.

Projektpartner

Hochschule Furtwangen (Gesamtkoordination)
Hochschule Aalen, Studiengang Hörakustik
Universitätsklinikum Marburg-Gießen, AG Hörforschung
Kultusministerium Hessen, Arbeitsgebiet Schule und Gesundheit
sowie mehrere kooperierende Industrieunternehmen

Projektleiter
Prof. Dr. Ulrich Mescheder

Kontakt

Dr. Wolfgang Kronast
Dr. Wolfgang Kronast
Fakultät Mechanical and Medical Engineering
07723 920-2514
07723 920-2633
Campus Furtwangen, Raum B 1.08