Nutzerzentrierte Entwicklung und pflegewissenschaftliche Evaluation von technikgestützten Ansätzen zur Erinnerungspflege

Wie lassen sich digitale Medien und neue Interaktionstechnologien nutzen, um Menschen mit Demenz bei ihrer persönlichen Erinnerungspflege zu unterstützen? Dies ist die treibende Forschungsfrage im Projekt „Interactive Memories“ (InterMem).

Wissenschaftler im Projekt erproben verschiedene digitale Medien und Interaktionstechnologien wie multimediale Tablet- und PC-Programme oder physische, durch multimediale Technologien augmentierte Reminiszenzartefakte, um neue Ansätze der Biografiearbeit und Erinnerungspflege zu entwickeln. Der Technikeinsatz soll dabei einerseits durch die dadurch mögliche multimodale Interaktion (z. B. Eingabe durch Touch, Gesten, Sprache) und multisensorische Stimulation (z. B. Ausgabe durch Audio-Video, Geruch, haptisches Feedback) die positiven Effekte der Erinnerungspflege erhöhen, andererseits dazu beitragen, deren Durchführung und Anwendung in der Praxis zu vereinfachen.

Ein Schwerpunkt bildet die Untersuchung zum Einsatzpotential großer interaktiver Oberflächen (Surface Computing) und interaktiver Objekte (Smart Objects, Mixed Reality). Die Ergebnisse des Technikeinsatzes werden insbesondere in Bezug auf dessen Auswirkungen auf den Pflegeprozess und auch auf die Lebensqualität von Menschen mit Demenz ausgewertet.

Projektpartner

Hochschule Furtwangen
Universität Würzburg
Vertigo Systems GmbH, Köln
Demenz Support Stuttgart gGmbH, Stuttgart
Marienhaus St. Johann e.V., Freiburg
Fürstlich-Fürstenbergisches Altenpflegeheim Hüfingen

Laufzeit: 3 Jahre, 06/2015 – 05/2018

Das Projekt wird vom BMBF im Rahmen des Förderprogramms IKT2020 – Forschung für Innovationen unter FKZ 16SV7323 gefördert.

Kontakt

Prof. Dr. Ing. Christophe Kunze
Fakultät Gesundheit, Sicherheit, Gesellschaft
Professor für assistive Gesundheitstechnologien
Vorstand - Intstitut Mensch, Technik und Teilhabe
07723 920-2583
Campus Furtwangen, Raum O 0.04
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