Schulung für türkische und russische pflegende Angehörige

(v.l.n.r.) Gülüzar Tufan, Meltem Sahbaz (Projektmitarbeiterin), Aynur Yildirim, Prof. Dr. Peter König, Viktoria Budyakova (Pflegedienst Vivat), Melek Tufan und Timo Grieshaber (Pflegedienst Vivat) bei der Demonstration von Hilfestellungen für einen bettlägerigen Patienten.

An der Hochschule Furtwangen fand erstmals eine Schulung für pflegende Angehörige statt, die sich explizit an türkische und russische Mitbürgerinnen und Mitbürger richtete. Dies sind die beiden größten Einwanderergruppen in Deutschland. Häufig gibt es Sprachbarrieren und nur lückenhafte Kenntnisse über praktische und logistische Aspekte der häuslichen Pflege.

Die Schulung bestand aus einem Theorieteil, bei dem zum Beispiel Informationen zu Pflegeversicherung und Pflegegraden vermittelt wurden. Darauf folgte ein praktischer Teil im Pflegelabor des Studiengangs Angewandte Gesundheitswissenschaften, der im „alten Krankenhaus“ in Furtwangen untergebracht ist. In diesem Teil lernten die Angehörigen von Pflegebedürftigen unter anderem, wie man rückenschonend einen Kranken hebt und bettet.

Die sieben teilnehmenden Angehörigen im Alter von elf bis 63 Jahren nahmen intensiv die Gelegenheit war, Fragen zu ihrer Situation an den Professor für Pflege- und Rehabilitationswissenschaften Dr. Peter König und die Projektpartner des ambulanten Pflegedienstes Vivat aus Emmendingen zu stellen. Die Schulung fand im Rahmen eines vom Land Baden-Württemberg geförderten Projekts zum Aufbau einer Vernetzungsstelle für kultursensible Pflege im ländlichen Raum statt, das von der Professorin für Gesundheitsförderung Dr. Birgit Reime und von Professor König geleitet wird.

Aufgrund der guten Resonanz der teilnehmenden Angehörigen wird die Schulung im Herbst noch einmal an einem Samstag angeboten. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Interessierte können sich bereits jetzt per E-Mail melden bei Meltem Sahbaz unter saz(at)hs-furtwangen.de.