CHIRON Werke unterstützen Campus Tuttlingen

Von links: Roger Schöpf (Leiter Applikation, CHIRON Werke), Professor Dr. Rolf Schofer (Hochschulrektor, HFU), Professor Dr. Martin Heine (Dekan der Fakultät Industrial Technologies, HFU) und Professor Dr. Hadi Mozaffari-Jovein (Studiendekan Industrial Materials Engineering, HFU).

Seit April 2017 können die Studierenden des Hochschulcampus Tuttlingen, des jüngsten Standorts der Hochschule Furtwangen (HFU), an einem CNC-Bearbeitungszentrum des Tuttlinger Werkzeugmaschinen-herstellers CHIRON arbeiten. Dieser stellte die Werkzeugmaschine zu Lehrzwecken zur Verfügung. Für Projekt- und Abschlussarbeiten können nun die Studierenden Entwicklungen und Tests im Labor vor Ort durchführen.

Bereits vor einem halben Jahr versorgte CHIRON den Hochschulcampus Tuttlingen mit seiner Lösung zur virtuellen Prozesssimulation, der sogenannten "PROCESSLine". Diese ist ein Baustein im Digitalisierungskonzept "SMARTLine" der CHIRON Group. Damit können die Studierenden erste Erfahrungen mit der CAM Programmierung und der entsprechenden Prozesssimulation in einer virtuellen Umgebung gewinnen. Um nun die Theorie in die Praxis umsetzen zu können, unterstützt CHIRON die Hochschule mit einem Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum. „Wir wollen unseren Nachwuchs von Anfang an mit zukunftsweisenden Technologien vertraut machen und ihm das Thema Digitalisierung näher bringen", sagt Dr. Markus Flik, Vorsitzender der Geschäftsführung der CHIRON Group.

Als Sponsor des Fördervereins des Hochschulcampus Tuttlingen unterstützt CHIRON seit der Standortgründung 2009 zusammen mit mehr als 100 Unternehmen der Region den Lehrbetrieb. "Besonders die Studiengänge Produktionstechnik, Werkstofftechnik und Angewandte Materialwissenschaften profitieren von unserem Bearbeitungszentrum", hält Roger Schöpf, Leiter Applikation der CHIRON Werke fest. Das Studium am Standort Tuttlingen zeichnet sich insbesondere durch seine Industrie- und Praxisnähe aus.

Die Maschinenspende stärkt die Kooperation zwischen der fertigungstechnischen Industrie und der HFU. Damit können die Studierenden die Fertigungsthemen während ihrer Ausbildung durch praktische Anwendung vertiefen. „Fachlich betrachtet lernen die Studierenden die Wechselwirkung zwischen den Werkzeugen und Werkstoffen kennen. Bezogen auf diese Erkenntnisse können sie die Fertigungsprozesse anschließend anpassen und optimieren“, erklärt Professor Dr. Hadi Mozaffari-Jovein. Aus der Sicht der HFU haben solche Aktivitäten zwischen Studierenden, Professoren, Doktoranden und Unternehmensvertretern vor allem einen Vorteil: Sie bilden Synergien zwischen Wissenschaft und Praxis.

Über die CHIRON Group
Die CHIRON Group mit Sitz in Tuttlingen ist Spezialist für CNC-gesteuerte, vertikale Fräs- und Drehbearbeitungszentren. Die Gruppe ist mit Produktions- und Entwicklungsstandorten, Vertriebs- und Serviceniederlassungen sowie Handelsvertretungen weltweit präsent. Mit knapp 2.000 Mitarbeitern erzielt die Unternehmensgruppe einen Umsatz von ca. 460 Millionen Euro. Rund zwei Drittel der verkauften Maschinen und Lösungen werden exportiert. Wesentliche Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, der Maschinenbau, die Medizin- und Präzisionstechnik sowie die Luft- und Raumfahrt.

Die CHIRON Group besteht aus den drei Werkzeugmaschinen-Marken CHIRON, STAMA, SCHERER sowie CMS für das Retrofit. CHIRON steht dabei vor allem für Dynamik und Präzision, bei STAMA liegt der Schwerpunkt auf robusten Fräsmaschinen und Schwerzerspanung, SCHERER setzt auf multifunktionale Vertikal-Pickup-Drehbearbeitungszentren. Das Tochterunternehmen CMS bietet komplett überholte Maschinen der Gruppe sowie entsprechende Services an.