Wintersport und Studium kombinieren

v.l.n.r. Tobias Simon, Petrick Hammann und Jan Mayländer

Dass sich Höchstleistungen im Sport und ein Studium durchaus kombinieren lassen, haben in dieser Wintersportsaison Studenten der Hochschule Furtwangen (HFU) wieder eindrucksvoll bewiesen. Bei der Winter-Universiade im kasachischen Almaty zeigten drei Furtwanger Studenten ihr Können, und mit Benni Doll ist der aktuelle Sprint-Weltmeister im Biathlon ebenso an der HFU eingeschrieben.  

Die HFU ist Partnerhochschule des Spitzensports. Durch ihren Campus mitten im Schwarzwald ist die Hochschule Furtwangen besonders attraktiv für alle Wintersportler oder Disziplinen wie Mountainbike. Tobias Simon, Petrick Hammann und Jan Mayländer studieren alle den selben Studiengang in Furtwangen: „Wirtschaftsingenieurwesen – Product Engineering“. Als Mitglied der deutschen Studierenden-Nationalmannschaft gewann der 24-jährige Tobias Simon bei der Winter-Universiade in der Nordischen Kombination die Silbermedaille. Bei den Skispringern belegte Petrick Hammann Platz 20 und Jan Mayländer Platz 39.

„Die Universiade war extrem gut organisiert und die Sportstätten und das Athletendorf wurden für dieses Event neu gebaut. Es ist eine besondere Veranstaltung, da alle Disziplinen bei dieser Universiade vertreten sind und alle im Athletendorf leben“, berichten Jan Mayländer und Petrick Hammann. „Die Universiade war etwas Besonderes, und für mich persönlich zehn unvergessliche Tage. Man kam in Kontakt mit anderen Sportlern und tauschte sich aus über Sport und Studium. An den Ruhetagen besuchte ich auch gern andere Sportveranstaltungen, um mir diese mal aus der Nähe anzusehen und das deutsche Team anzufeuern“, ergänzt Petrick Hammann.

Die drei Furtwanger Studenten haben sich auf der Winter-Universiade zusammengetan: „Im Teambewerb der Springer haben wir mit Jan Mayländer, Petrick Hammann und mir ein komplettes HFU-Team stellen können. Mit Rang fünf haben wir unsere eigenen und auch die Erwartungen der Trainer Albert Wursthorn und Markus Sommerhalter voll erfüllt“, erzählt Tobias Simon.

Hintergrund
Mit dem Furtwanger Modell steht Spitzensportlern die duale Karriere offen: Neben Training und Wettbewerbsteilnahme absolvieren sie ihr Studium. Leistungssport beansprucht einen enormen Zeitaufwand und wird in einem Lebensabschnitt betrieben, in dem normalerweise der Grundstein für ein erfolgreiches Berufsleben gelegt wird. Die Hochschule Furtwangen hat dieses „Problem“ früh erkannt und sich entschieden, Sportlerinnen und Sportler in ihrer sportlichen und beruflichen Karriere zu unterstützen. Eine Kooperationsvereinbarung mit dem Olympiastützpunkt Freiburg-Schwarzwald wurde 2006 geschlossen. Zudem sind die besonderen Regelungen für Spitzensportler der Bundeskader A bis C in der Studien- und Prüfungsordnung festgeschrieben. So dürfen sie für ein Bachelor-Studium, das normalerweise in sieben Semestern zu absolvieren ist, bis zu 16 Semester benötigen. Wenn Klausuren auf Wettkampf-Termine fallen, können die Prüfungen verschoben werden. Geschenkt wird den Spitzensportlern nichts, aber sie können deutlich flexibler studieren.