Härtereikreis zu Formänderungen bei Wärme

Der Härterei- und Werkstoffkreis Tuttlingen traf sich zur Veranstaltung "Verzug: Maß- und Formänderungen in Verbindung mit Wärmebehandlungen" am Hochschulcampus Tuttlingen. Die Veranstaltungen des Härtereikreises Tuttlingen finden seit der Gründung im Jahr 2015 eine gute Resonanz bei der lokalen Industrie und sind mittlerweile weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt.

Prof. Dr. Franz Hoffmann vom IWT-Bremen präsentierte unterschiedliche Einflussfaktoren des Wärmebehandlungsprozesses in Zusammenhang mit den Bauteilqualitäten und deren Formänderungsverhalten. Er verglich, abhängig von den jeweiligen Herstellungsverfahren, das Verzugsverhalten von verschiedenen metallischen Produkten. Anhand der durchgeführten experimentellen Untersuchungen zeigte er die Maßänderungen von verschiedenen exemplarisch ausgewählten Geometrien in Abhängigkeit von den eingesetzten Herstellungs- und Fertigungsprozessen. Die Ausführungen von Professor Hoffmann machten deutlich, dass der Verzug im Bauteil nicht nur abhängt von Werkstoffzusammensetzung und Homogenitätszustand des Ausgangsmaterials, sondern auch sehr stark durch Prozessschritte wie Aufheiz-oder Abkühlgeschwindigkeiten oder vorhandene Spannungszustände in den Bauteilen beeinflusst wird.

Hintergrund
Die Härtereikreise gehören zur Arbeitsgemeinschaft Wärmebehandlung und Werkstofftechnik e. V. Der Härtereikreis Tuttlingen war bei seiner Gründung 2015 der 16. Härtereikreis in Deutschland. Mit ihren Vortragsveranstaltungen wenden sich die Härtereikreise an Personen, die in der industriellen Praxis tätig sind, und dienen der fachlichen Weiterbildung und dem Erfahrungsaustausch. Diskutiert werden bei den Treffen insbesondere Aspekte der Wärmebehandlung, Werkstofftechnik sowie Fertigungs- und Verfahrenstechnik.

Kontakt: Prof. Dr. Hadi Mozaffari Jovein