Innovationsmanager an Bord in Tuttlingen

Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck, Dekan Professor Dr. Martin Heine (HFU) (von links) und Landrat Stefan Bär (rechts) begrüßen Gerhard Hautmann (zweiter von rechts) am HFU-Standort Tuttlingen.

Im Frühjahr 2018 nimmt das Innovations- und Forschungs-Centrum (IFC) Tuttlingen der Hochschule Furtwangen (HFU) seinen Betrieb auf. HFU sowie Baupartner Stadt und Landkreis Tuttlingen können seit diesem Herbst auf das Know-how des Innovationsmanagers Gerhard Hautmann zurückgreifen. Er gestaltet das Konzept des IFC mit aus und übernimmt dessen Geschäfte.

Als Innovationsmanager konzentriert sich Gerhard Hautmann auf den Netzwerkaufbau zwischen Hochschule und Industrie sowie die Definition von Forschungsprojekten am IFC. Der studierte Maschinenbau-Ingenieur sammelte Erfahrungen als Gründer und Unternehmer in Deutschland, Kanada und in den USA. Mehr als zehn Jahre war er in der Automobilbranche weltweit tätig. Von seinem Wissen sollen gründungswillige Studierende und regionale Betriebe künftig profitieren. „Wir waren für diese Position auf der Suche nach jemandem mit fundiertem technischen Hintergrund, eigenen Erkenntnissen als Gründer und internationaler Erfahrung. All dies bringt Herr Hautmann mit“, begründet Hochschulrektor Professor Dr. Rolf Schofer die Personalentscheidung. Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck, Landrat Stefan Bär und Dekan Professor Dr. Martin Heine begrüßten den Neuzugang. „Wir freuen uns, Herrn Gerhard Hautmann im Landkreis Tuttlingen begrüßen zu dürfen und sind uns sicher, dass das Innovations- und Forschungszentrum gemeinsam mit dem neuen Geschäftsführer einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung des Landkreises als Innovationsstandort leisten wird“, erklärt Bär. Beck führt weiter aus: „Mit dem IFC entwickelt sich Tuttlingen weiter zur Forschungsstadt. Jetzt kommt es darauf an, dass die Hochschule gemeinsam mit der Wirtschaft die Chance nutzt, die sich durch die enge Kooperation ergeben“.

Das IFC begleitet und unterstützt Gründungsaktivitäten und fördert den Technologie- und Wissenstransfer zwischen Hochschule und Unternehmen. „Uns ist es einerseits wichtig, dass Menschen ihre Visionen realisieren und zu Ende denken können. Andererseits übernehmen wir eine Schnittstellenfunktion zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“, erklären Gerhard Hautmann und Dekan Professor Dr. Martin Heine. Wie auch der Hochschulcampus Tuttlingen wird das IFC von verschiedenen Partnern getragen: Das Land und die EU schießen 6,37 Millionen Euro für dessen Bau zu. Je 2,1 Millionen Euro kommen von Stadt und Landkreis Tuttlingen. HFU-Prorektor Professor Dr. Ulrich Mescheder lobt dieses Engagement und bezeichnet die Beiträge der Partner Stadt und Landkreis Tuttlingen als „entscheidend“. „Mit dem IFC wird in Tuttlingen Raum für Forschung und Innovation geschaffen und der Hochschulcampus Tuttlingen auch zum Forschungscampus.“

Der Wechsel aus der freien Wirtschaft hin zu einer akademischen Einrichtung fiel Hautmann aufgrund dieses Spannungsfeldes leicht. „Tuttlingen als industrielle Hochburg, die Arbeit mit motivierten Menschen und die Atmosphäre an diesem innovativen Standort reizen mich“, erklärt der Innovationsmanager und fährt fort „Mein Ziel ist es, Leute für die Selbstständigkeit zu begeistern, den Technologietransfer anzukurbeln und das IFC auf ein stabiles Fundament zu stellen.“

Die Grundsteinlegung für das Innovations- und Forschungs-Centrum Tuttlingen ist für März 2017 geplant.