Die GIF-Erzählung – eine neue mediale Erzählform?

Digitale Medien-Student Markus Matt referiert auf dem Deutschen Germanistentag 2016 an der Universität Bayreuth

Foto: Thomas Engels

Im Rahmen des Deutschen Germanistentags 2016 an der Universität Bayreuth hielt am 27. September 2016 Masterstudent Markus Matt von der Fakultät Digitale Medien der Hochschule Furtwangen einen Vortrag unter dem Titel „Die GIF-Erzählung. Medientheorie und Gestaltungspraktik einer digitalen Bewegtbildform.“

 

Markus Matt studiert im dritten Lehrplansemester den Masterstudiengang Design Interaktiver Medien an der Fakultät Digitale Medien. Ein Experiment aus der Lehrveranstaltung „Digitales Texten“ bei Prof. Dr. Ruf im ersten Studiensemester hatte den Grundstein für den Vortrag in Bayreuth gelegt: Ein Film in voller Spielfilmlänge sollte mit Hilfe eines GIFs auf wenige Minuten Laufzeit verkürzt werden – ohne Verluste für das Verständnis und die Narration. Indem die für das Verständnis des Films wichtigen Szenen identifiziert und in Kürze neu erzählt wurden, konnte Markus Matt den Film „The Straight Story“ von David Lynch mit einer Laufzeit von 108 Minuten in ein GIF mit 4,5 Minuten Spieldauer reduzieren.

Anhand dieser Arbeit zeigte Markus Matt im Rahmen des Panels „Erzählen in unterschiedlichen Medien“, das von Dr. Georg Weidacher, Universität Graz, organisiert und durchgeführt wurde, ihre Theorie vor, dass eine Erhöhung der Dichte an Information und Narration in GIFs die Lücke zwischen denjenigen Rezipienten, welche die Vorlage kennen und denjenigen, welche sie nicht kennen, verringert. Dies wurde anhand der oben genannten Arbeit verdeutlicht. Gleichzeitig wurden die Grenzen der GIFs aufgezeigt, sowie Möglichkeiten, diese zu überwinden indem sie beispielsweise als neue mediale Erzählform in didaktische Modelle integriert werden können. Die Tatsache, dass gerade junge bzw. jugendliche Internetnutzer GIFs kennen, nutzen und auch selbst generieren, mache es möglich, gerade diese Zielgruppen zu erreichen.

Die Möglichkeit, seine Arbeit auf dem Germanistentag an der Universität Bayreuth zu präsentieren, beschreibt Markus Matt als sehr intensiv und interessant. „Ich kann mich nur dafür aussprechen, dass Studierenden häufiger Möglichkeiten wie diese erhalten bzw. solche wahrnehmen und anstreben. Gerade für meine Masterthesis war die an meinen Vortrag anschließende Diskussion mit den Zuhörern und weiteren Teilnehmern sehr Gewinn bringend und anregend.“