Hochschule Furtwangen jetzt mit EMAS Umwelt-Siegel

Jan Unverhau (IHK), Birgit Rimpo-Repp, Dr. Michaela Hölz und Prof. Dr. Stefan Selke mit den EMAS-Urkunden

Die Hochschule Furtwangen hat die Umweltprüfung nach EMAS (Abkürzung für: Eco-Management and Audit Scheme) erfolgreich durchlaufen. Sie zählt damit bundesweit zu einer der ersten Hochschulen mit diesem Umwelt-Siegel. EMAS ist ein freiwilliges Instrument der Europäischen Union, das Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche dabei unterstützt, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Dr. Axel Romanus hatte als externer Umweltgutachter im April 2016 alle drei Standorte der Hochschule besucht und stichprobenartig geprüft – er hatte keine Beanstandungen. Nun ist die HFU in die EMAS-Liste der IHK eingetragen. Das Siegel wurde für drei Jahre verliehen. Die Eintragungs-Nummer im EMAS-Register lautet DE-169-00080.

Vorausgegangen war ein umfangreicher Prozess an der Hochschule. Die Registrierung nach EMAS setzt die Ermittlung der wesentlichen Umweltauswirkungen, die Einrichtung eines Umweltmanagementsystems und eine Umwelterklärung voraus. Umweltaspekte sind Energieverbrauch, Emissionen, Abfall oder Abwasser, aber auch indirekte Faktoren, wie die Lebensdauer von Produkten oder Verwaltungs- und Planungsentscheidungen. So nahm die Hochschule unter anderem ihren Umgang mit Gefahrstoffen in den Laboren, mit dem Arbeitsschutz oder der Mobilität zwischen den Standorten unter die Lupe.

Das neue Umweltmanagementsystem der Hochschule ist auf Langfristigkeit ausgelegt und ist von einzelnen Personen unabhängig. Es unterscheidet sich damit von einmaligen umweltbezogenen Projekten oder Umweltchecks. Um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten, wird es regelmäßige eigene Überprüfungen geben, bis im kommenden Jahr der externe Auditor wieder das Funktionieren des Umweltmanagementsystems bescheinigt. Vorangetrieben wird der Prozess vom Nachhaltigkeits-Referat der Hochschule.

Beim Besuch des Auditors an der Hochschule zeigten verschiedene Professorinnen und Professoren  innerhalb der drei Tage auf, wie sie Nachhaltigkeitsthemen in Forschung und Lehre aufgreifen. Prof. Dr. Stefan Selke als Senatsbeauftragter für Nachhaltigkeit beleuchtete das Nachhaltigkeitsmanagement der Hochschule Furtwangen zusammen mit Dr. Michaela Hölz, der EMAS-Beauftragten und Nachhaltigkeitsreferentin der Hochschule. Prof. Dr. Anton Karle berichtete von seinem Projekt einer energieautarken Elektrofahrrad-Ladestation, die er mit Studierenden entwickelt. Über den sogenannten Lageenergiespeicher, einen immensen Felsblock, der mittels Wasserkraft in die Höhe gehoben wird und beim Absinken Energie erzeugt, sprach dessen Erfinder Prof. Dr. Eduard Heindl. Von den nachhaltigen Aspekten des wissenschaftlichen Schwimm-Marathons „Rheines Wasser“ erzählte Prof. Dr. Andreas Fath, den Nachhaltigkeitsschwerpunkt in der Betriebswirtschaftslehre beleuchtete Prof. Dr. Frank Kramer, Prof. Dr. Volker Hass sprach über den neuen Studiengang Nachhaltige Bioprozesstechnik und Prof. Dr. Frank Allmendinger setzte die Nachhaltigkeit von Pedelecs in den Mittelpunkt seines Vortrags.

Mehr zur Nachhaltigkeit und EMAS-Zertifizierung 

Erster Nachhaltigkeitsbericht der Hochschule