China-Institut

Seit 2004 stellt die Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen ihr Wissen über die chinesische Wirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen  auch einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung. Ein umfangreiches Netzwerk von renommierten Partneruniversitäten und China-aktiven Firmen ist über die Jahre hin gewachsen, wird aktiv gepflegt und ständig erweitert. All diese Kontakte und das mit ihnen einhergehende Wissen fließen in das China-Institut der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen mit ein.

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Mit dem China-Institut bietet die Fakultät eine China-bezogene Forschungs- und Entwicklungsplattform, ein globales Wirtschaftssystem als Dienstleister an. Unsere Mission ist die Mitgestaltung der Globalisierung mit den Oberzielen Humanität und Nachhaltigkeit durch Wissenserzeugung und -transfer sowie Förderung von Verständnis, Verständigung und Kooperation.

Wir erbringen China-bezogene anwendungsorientierte wissenschaftliche Leistungen aus den Bereichen Betriebswirtschaft, Management, internationale Wirtschaft und Recht.

Themengebiete

Typische Themenfeder sind z.B. Marktanalysen, Rentabilitätsanalysen, Risikoanalysen, internationale Rechnungslegung, Finanzierung, Führungs- und Kontrollsysteme, Vergütungssysteme, Personalrekrutierung, -qualifizierung, -bindung, Produktionssteuerung, Organisationsentwicklung, interkulturelle Zusammenarbeit, Change-Management, Führungskräfteentwicklung, Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement, Vertragsrecht, Schutz proprietärer Technologien u. a.

Typische Kooperationsformate sind

  • Forschungsarbeiten
  • Entwicklungsarbeiten
  • Beratung
  • Projektbegleitung
  • Workshops und Trainings

An solchen Projekten des Instituts arbeiten z.B. Professoren, freie Mitarbeiter sowie fortgeschrittene Studenten der Fakultät Wirtschaft sowie der kooperierenden chinesischen Universitäten mit. Ergänzt wird unser Kompetenzpool durch Experten aus Ingenieurwissenschaft, Umwelttechnik, Biotechnologie und Informatik der Hochschule Furtwangen sowie der chinesischen Partnerhochschulen.
Wir sind somit in der Lage regionalen und internationalen Industrieunternehmen einen hochkompetenten und effizienten Service aus einer Hand zu bieten und sie in allen Aspekten einer Zusammenarbeit mit China und chinesischen Partnern zu beraten und unterstützen.

Adresse

China-Institut

Hochschule Furtwangen
Campus Villingen-Schwenningen
Jakob-Kienzle-Straße 17
D-78054 Villingen-Schwenningen

Telefon +49 7720 307 4300
E-Mail china-institut(at)hs-furtwangen.de

Kontakt

 Li Fang-Heck
Li Fang-Heck
Fakultät Wirtschaft
Direktorin des Studienschwerpunktes "Chinesische Sprache und Kultur"
Auslandskoordinatorin
07720 307-4308
Campus Villingen-Schwenningen, Raum F 2.12
Prof. Dr. Christoph Mergard
Fakultät Wirtschaft
Studiendekan EMBA
Internationales Management; Marketing
07720 307-4309
Campus Villingen-Schwenningen, Raum F 2.06
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Prof. Dr. Markus Hoch
Fakultät Wirtschaft
Studiendekan International Engineering (IEB)
Betriebswirtschaftslehre; Rechnungswesen
07720 307-4310
Campus Villingen-Schwenningen, Raum F 2.09
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Forschungsschwerpunkt Technology Banking

In diesem Forschungsfeld geht es um IT-Innovationen im Banken- und Finanzsektor. Es wird die Auswirkung neuer Technologien, insbesondere Internet und mobile, auf den Banken- und Finanzsektor unter besonderer Berücksichtigung neuer Wettbewerber/Geschäftsmodelle aus dem Nichtbankensektor betrachtet.

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Banking is necessary, banks are not (Bill Gates 1998)

Mit den obigen Worten hat Bill Gates vermutlich zum Ausdruck bringen wollen, dass das Bank- und Finanzgeschäft in seinem Kern ein Daten- und Technologiegeschäft ist und möglicherweise Technologieunternehmen besser in der Lage sind diese Leistungen zu erbringen als etablierte Banken.  

Während neue Technologien einige Bereiche der Wirtschaft, wie zum Beispiel die Musik- oder Buchbranche, revolutioniert haben, ist der Banken- und Finanzmarkt bisher davon weitgehend verschont geblieben. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil der Gesetzgeber über Regulierung erhebliche Markteintrittsbarrieren geschaffen und die Banken vor neuen Wettbewerbern geschützt hat. Sowohl die neuen politische Realitäten in Folge der Finanzkrise 2008 als auch die seit 1998 erfolgte technologische Weiterentwicklung geben Grund zu der Annahme, dass neue Wettbewerber antreten um den Worten von Bill Gates Taten folgen zu lassen.

Ziel des Forschungsschwerpunktes ist es, die unterschiedlichen betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Konsequenzen aus dieser Entwicklung analytisch und empirisch zu untersuchen.

Konkret erwarten wir Ergebnisse in folgenden Bereichen:
1. IT sowohl in der Anwendung als auch in der Datensammlung und –analyse wird mit der wichtigste Faktor im Wettbewerb der Banken untereinander aber auch mit Nichtbanken sein. Unsere gemeinsame Forschung soll aufzeigen, wo und wie Produktivitätsgewinne und Effizienzfortschritte durch die Nutzung moderner Technologie erreichbar sind. Dies hat nicht nur unmittelbare Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Banken sondern mittelbar erhebliche Auswirkungen auf die Bedingungen zu den insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Bankleistungen beschaffen können.

2. Es zeichnet sich jedoch auch ab, dass durch die intelligente Nutzung neuer Technologien völlig neue Geschäftsmodelle entstehen. Diese werden einerseits von neuen Unternehmen entwickelt und andererseits entwickeln große und etablierte Technologieunternehmen wie z.B. Google, Ebay oder Alibaba neue Geschäftsmodelle, um ihr Kunden- und IT-Know-how zu monetisieren. Das gemeinsame Forschungsprojekt soll auch hier gezielt Wissens- und Know-how-Transfer unterstützten. Da deutsche Unternehmen in einigen Bereichen der Anwendung neuer Technologien (Hardware, Betriebssystem, Datenbanken aber auch soziale Netzwerke etc.) nicht unter den weltweit führenden Playern rangieren, ergeben sich in diesem noch in der Entwicklung befindlichen Bereich Chancen für deutsche Start-ups (regify) aber auch etablierte Nichtbanken (Deutsche Telekom, Otto etc.), die in diesen Bereich investieren.    

3. Andererseits gibt es gute Gründe, warum in allen Volkswirtschaften das Bankgeschäft einer speziellen Aufsicht unterliegt. Wie die Finanzkrise 2008 deutlich gemacht hat, ist Vertrauen mit das höchste Gut eines Bankensystems und Grundvoraussetzung für dessen Funktionsfähigkeit. Da die „neuen“ Wettbewerber teilweise (noch) nicht der Bankenaufsicht unterliegen, stellt sich die Frage, ob und wie die Stabilität des Finanzsystems gesichert werden kann, ohne den Innovationsdruck, der durch die neuen Wettbewerber entsteht, zum Erlahmen zu bringen. Innerhalb dieses Rahmens fokussiert sich unsere Forschung auf
regulatorische Fragen einerseits im internationalen Vergleich und andererseits in Bezug auf systemische Risiken, die sich aus Netzwerkökonomien ergeben können.
Die Wirkung, die Regulierung auf Vertrauen in eine neue Technologie und damit der Verbreitung auswirken kann.

Forschungsansatz

Wenngleich die einzelnen Teilaspekte unserer Forschung wohl definiert sind, lässt sich unsere Kernfrage nach den Chancen und Risiken neuer Technologien nur in einer Gesamtschau und einem interdisziplinären Ansatz beantworten. Diese Gesamtschau ergibt sich aus den unterschiedlichen Erfahrungen und Kenntnissen der Forschungsgruppe und der Anwendung von Porters 5-Forces Modelles in Verbindung mit den aktuellen Ansätzen zur Innovationsforschung als methodische Grundlage, um die einzelnen Forschungsbestandteile zu strukturieren und zu verbinden:

Bisherige Projekt-, Bachelor und Masterarbeiten:
1. Projekte

  • Mobile payment systems in different developed and developing countries
  • An empirical investigation into the attitude of mobile phone users towards payment functions. Trust versus convenience
  • An empirical survey of peer-to-peer lending services in several countries

 
2. Bachelor Theses

  • Mobile banking impact on the branch network
  • e-book Readers in Germany


3. Master Theses

  • An empirical investigation into Pricing Decisions in peer-to-peer lending markets.
  • Security technology of mobile payment systems

Forschungsschwerpunkte der Professoren

Prof. Dr. Uwe Hack

Schwerpunkte
Banken und Kapitalmärkte
Technologie und Banken
Innovationen und Banken
Strategieforschung

Relevante Praktische Erfahrung
Uwe Hack besitzt mehr als zehn Jahre praktische Erfahrung im Banken- und Kapitalmarktgeschäft. Besonders relevant für das Forschungsgebiet ist seine Tätigkeit in der „Innovationengruppe“ der Deutschen Bank AG, wo er für die Entwicklung und Vermarktung neuer Bankprodukte verantwortlich war. Weiterhin hat er als Vorstandsvorsitzender der Grenkebank AG in Zusammenarbeit mit der KfW einen automatisierten Prozess für die Beantragung, Vergabe und Abwicklung von Existenzgründungsdarlehen technologisch entwickelt und implementiert. In dieser Funktion war er auch für das Risikomanagement und aufsichtsrechtiche Fragen der Grenkebank verantwortlich.

Relevante akademische Erfahrung  
Während seiner Tätigkeit an der Manchester Business School hat sich Uwe Hack intensiv mit dem Technologieeinsatz im Bankgeschäft insbesondere von Scoring Modellen beschäftigt. Ein weiterer Schwerpunkt war die Untersuchung von risiko- und preisbestimmenden Faktoren für die Finanzierung von KMU. An der HFU hat Uwe Hack Projekte, Bachelor und Masterarbeiten im Bereiche mobile banking, mobile payment services, peer-to-peerlending und zur Funktionsfähigkeit des neuen Marktes für Mittelstandsanleihen betreut.

Prof. Dr. Daniel Cerquera

Schwerpunkte
Network Economic and Game Theory
International Economics            
Applied Econometrics        

Relevante Praktische Erfahrung
Nach dem Studium in Volkswirtschaftslehre in Bogota, Kolumbien, arbeitete Daniel Cerquera im kolumbianischen Wirtschaftsministerium in der Abteilung für makroökonomische Studien, wo er das kolumbianische Finanzsystem beobachtete und analysierte. Nach dieser Tätigkeit war er Assistent der Geschäftsführung der kolumbianischen Börse und begleitete die Fusion der kolumbianischen Börsen mit. Nach seiner Promotion in VWL an der LMU München arbeitete er am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim als Senior Researcher. In der Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) war er verantwortlich für den Schwerpunkt „IKT, Märkte und Unternehmensstrategien“. Dabei wurden die Potenziale von IKT auf Innovation, Produktivität und Beschäftigung deutscher Unternehmen aus netzwerkökonomischer Perspektive untersucht. Relevante Projekte: „Entwicklung von Maßeinheiten für e-Infrastructures“, „Innovationsfähigkeiten und die Rolle von Beratern in der Informationsökonomie“ und „Die Bedeutung des Breitbandinternets für den Unternehmenserfolg“.

Relevante akademische Erfahrung
Daniel Cerquera promovierte in VWL an der LMU München zum Thema „Dynamic R&D Incentives in Network Industries“. An der Universität Weimar gab er im Sommersemester 2012 eine Vorlesung zum Thema „Medienökonomie“. An der Hochschule Furtwangen lehrt er International Economics and Statistics. Er hat dort die Professur für International Economics inne. Zudem war er Referee beim Information Economic and Policy, Telecommunications Policy, Journal of Institutional and Theoretical Economics und Homo Oeconomicus.

Prof. Dr. Marc Peter Radke

Schwerpunkte
Bankaufsichtsrechtliche Fragen
Banken- und Kapitalmarkt
Finanzstabilität
Internationale Makroöknomie

Relevante Praktische Erfahrung
Marc Peter Radke verfügt über zahlreiche praktische Erfahrungen im Zentralbankwesen aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit bei der Deutschen Bundesbank von 2005 bis 2012. Schwerpunkte seiner praktischen Tätigkeit waren: Finanzmarktstabilitätsanalyse und makroprudenzielle Regulierung, Bankenregulierung (mikroprudenzielle Regulierung), Analyse der Ertragslage sowie der Solvenz- und Liquiditätslage des deutschen Bankensektors, Design und Implementierung von Instrumenten zur Finanzmarktstabilisierung, Analyse der Geldvermögensbildung und des Verschuldungsverhaltens von privaten Haushalten, finanziellen und nicht-finanziellen Unternehmen sowie des Staatssektors in Deutschland.

Berufliche Stationen bei der Bundesbank:

  • 2005-2007: Deutsche Bundesbank, Zentrale, Abteilung Geldpolitik und monetäre Analyse, Ökonom im Referat „Gesamtwirtschaftliche Finanzierungsrechnung“.
  • 2008-2009: Deutsche Bundesbank, Zentrale, Abteilung Geldpolitik und monetäre Analyse, Ökonom für Sonderaufgaben im Bereich internationale Finanzkrise und Finanzmarktstabilisierungsmaßnahmen.
  • 2010-2012: Deutsche Bundesbank, Zentrale, Abteilung Geldpolitik und monetäre Analyse, Leitung des Referats „Analyse des Banken- und Finanzsektors aus geldpolitischer und gesamtwirtschaftlicher Perspektive“.

Relevante akademische Erfahrung  
Während seiner beruflichen Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie an der Universität Hohenheim (von 1999 bis 2005) hat sich Marc Peter Radke intensiv mit theoretischen Ansätzen zur Erklärung von Finanzkrisen – insbesondere mit der Verknüpfung von Konjunktur- und Finanzkrisentheorie - sowie mit wettbewerbstheoretischen und wettbewerbspolitischen Fragestellungen in Netzwerkmärkten beschäftigt. Im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit bei der Deutschen Bundesbank (von 2005 bis 2012) hat Marc Peter Radke zahlreiche akademische Ausarbeitungen verfasst. Zudem war er Mitglied im Forschungszentrum der Deutschen Bundesbank.

Zu den Schwerpunkten seiner Forschungstätigkeiten bei der Deutschen Bundesbank gehörten die Weiterentwicklung von theoretischen Finanzkrisenmodellen, die Einbeziehung von Vermögensbilanzen in makroökonomische Modelle, Analyse der Ertragslage im deutschen Bankensektor sowie die empirische Schätzung von Vermögensbilanzen für die Sektoren private Haushalte, Staaten sowie finanzielle und nicht-finanzielle Unternehmen in Deutschland. Ein Großteil seiner Arbeiten wurde in den Monats- und Jahresberichten der Deutschen Bundesbank veröffentlicht. Schwerpunkte seiner Forschungstätigkeiten an der HFU sind derzeit die theoretische Modellierung des Finanzsektors in makroökonomischen Modellen sowie die Analyse der Determinanten von Finanz- und Staatschuldenkrisen.

Kontakt

Prof. Dr. Uwe Hack
Fakultät Wirtschaft
Prodekan
07720 307 4761
Campus Schwenningen, Raum F 2.17
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Prof. Dr. Daniel Cerquera
Prof. Dr. Daniel Cerquera
Fakultät Wirtschaft
Studiendekan IBM
07720 307-4657
Campus Schwenningen, Raum F 2.15
Prof. Dr. Marc Peter Radke
Fakultät Wirtschaft
International Economics
Im SoSe 16 im Forschungssemester
07720 307-4760
Campus Schwenningen, Raum F 2.16
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