Fakultätsübergreifendes Projekt zu Software Engineering geht an den Start

Die Motivation von Studentinnen und Studenten auch bei anspruchsvollen Aufgaben der Softwareentwicklung zu steigern und schon früh im Studium den Bezug zur Praxis sowie Freude am wissenschaftlichen Arbeiten zu vermitteln: Diese Ziele stehen im Mittelpunkt des innovativen, fakultätsübergreifenden Lehrkonzepts zum professionellen Software Engineering, das Anfang 2013 an der Hochschule Furtwangenan den Start geht. Das dreijährige Projekt unter dem Motto „Willkommen in der Wissenschaft“ wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg finanziert. Profitieren werden die Studierenden von den spezifischen Kompetenzen der Fakultäten Informatik (IN), Wirtschaftsinformatik (WI) und Computer & Electrical Engineering (CEE).

Die Erstellung von Software-Systemen ist durch eine hohe Komplexität gekennzeichnet. Im Software Engineering werden Methoden, Techniken und Werkzeuge eingeführt, um eine ganzheitliche Sicht über den kompletten Lebenszyklus der Softwareentwicklung hinweg zu etablieren und Risiken bei derSystemerstellung zu reduzieren. Derzeit existieren keine integrierten Werkzeugketten, die den spezifischen Anforderungen der Lehre optimal gerecht werden. Die Stärke des neuen Projekts besteht insbesondere darin, dass die Studierenden in den semester-, studiengangs- und fakultätsübergreifenden Projekten ganzheitlich an die Softwareentwicklung herangeführt werden. Im Mittelpunkt stehen Projekte mit realitätsnahen Aufgaben, z.B. die Entwicklung von Apps, die in Gruppen von ca. 5 Studierenden durchgeführt werden. Hierdurch können unterschiedliche Rollen z.B. im Bereich der Projektleitung, Softwarearchitektur- und GUI Entwicklung, Modellierung, Programmierung und Qualitätssicherung besetzt und das Zusammenspiel im Projektteam geübt werden. Frühzeitige Erfolgs­erlebnisse sind garantiert.

Bereits während des Studiums sollen ausgewählte Ergebnisse der studentischen Projekte in Fachzeitschriften veröffentlicht und von den jungen Forscherinnen und Forschern auf Nachwuchskonferenzen präsentiert werden. Neben dem Nutzen für die Lehre haben die Projektverantwortlichen bereits ein weiteres Ziel ins Auge gefasst: In der zweiten Projekthälfte sollen die Kontakte zu Industriepartnern ausgebaut werden, um den Transfer in die industrielle Praxis zu sichern und die Projekte langfristig weiterzuführen.

Das innovative Projekt wurde von Prof. Dr. Bernhard Hollunder (Projektkoordination, IN), zusammen mit Prof. Dr. Martin Buchheit (WI), Prof Dr. Rainer Müller (CEE) und Prof. Dr. Ulf Schreier (WI) erfolgreich für die Hochschule Furtwangen eingeworben.