Das Gebiet der Informatik wird seit Jahren geprägt durch kurze Innovationszyklen. In geringen Abständen werden Produkte mit hohem Softwareanteil konzipiert, entwickelt und auf den Markt gebracht. Sowohl im beruflichen als auch privaten Umfeld gibt es kaum noch Bereiche, die nicht durch "Informatik-Produkte" geprägt werden. Infotainment-Systeme in Fahrzeugen, mobile Kommunikation und digitales Fotografieren sind nur die Spitze des Eisberges eines dramatischen Wandels bedingt durch neuartige Hardware-/Software-Lösungen.

Auch haben sich die Softwareentwicklungsprozesse zur Realisierung solcher Lösungen signifikant verändert. Es entstanden eine Vielzahl von neuen Methoden, Techniken und Werkzeugen für die Planung, Konzeption, Realisierung, Wartung und Qualitätssicherung der Entwicklungsprozesse und zu erstellenden Softwareprodukte. Auch wurden neue Programmierparadigmen und Entwicklungsumgebungen geschaffen, um den geänderten Anforderungen an die Erstellung von komplexen Softwaresystemen gerecht zu werden.

Hier finden Sie Publikationen und Patente mit Autoren- und Co-Autorenschaft von Mitarbeitern der Fakultät Informatik sowie Beschreibungen der Labore der Fakultät Informatik:
Publikationen
Labore

Projekte

Willkommen in der Wissenschaft

In dem vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg für drei Jahre finanzierten Projekt mit dem Titel "Professionelles Software Engineering für Studierende auf Basis einer durchgängigen Werkzeugkette" werden zusätzliche Akzente im Software Engineering an der Fakultät Informatik gesetzt. Der über das Projekt finanzierte akademische Mitarbeiter konzipiert zunächst eine durchgängige Werkzeugkette für das Software Engineering, die den spezifischen Anforderungen der Lehre optimal gerecht wird. Auf Basis dieser Werkzeugkette werden Studierende frühzeitig zum einen allgemein an wissenschaftliche Prinzipien der ganzheitlichen Softwareerstellung herangeführt und zum anderen auch in laufende Forschungsprojekte einbezogen. Projektbeginn: 1. August 2013, Fördersumme: 216.000 EUR.

Open-Source-Software

An der Fakultät Informatik wird die Verwendung von Open-Source-Software gefördert. Für Lehre und Forschung soll allen Beschäftigten und Studierenden eine Infrastruktur für Softwareprojekte bereitgestellt werden, die folgende Aspekte umfasst:

  • eine verteilte Versionsverwaltung mit Git
  • eine Projektverwaltung auf Basis von Redmine
  • ein Continuous-Integration-Server auf Basis von Jenkins
  • Qualitätssicherung und Code-Analyse mittels SonarQube

Der Aufbau dieser Infrastruktur ist ein seit 2013 laufendes Projekt. Unter Mitarbeit von Studierenden wurden fehlende Integrationsmodule ergänzt, um aus den einzelnen Open-Source-Komponenten ein Gesamtsystem zu formen.

Penetrationstests

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Servicequalitäten in SOA-Infrastrukturen (QoS/SOA)

Das vom BMBF geförderte Projekt zielte auf die Bereitstellung von Technologie- und Werkzeugunterstützung für die Erstellung von SOA-Diensten mit Servicequalitäten und deren Nutzung im industriellen Umfeld. Grundlage hierfür waren Spezifikationen, Standards und Applikationsserver. Als Applikationsserver, die die technische Infrastruktur zum Betrieb der SOA-Dienste bereitstellen, kamen industrierelevante Produkte wie JBoss, Glassfish, Axis2 und .NET/WCF zum Einsatz. Laufzeit: 1. September 2009 - 30. November 2012, Fördersumme: 219.000 EUR.

Forschungsprojekt QoS/SOA

Visualisierung von Software-Variabilität

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Referenzmodellierung für die Produktabteilung

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Lehre

Ein Informatikstudium muss dem kontinuierlichen Wandel bei der Erstellung von Anwendungssystemen Rechnung tragen. Aufkommende Trends, die zukünftig in der Industrie Einzug halten werden, sollten erkannt und den Studierenden frühzeitig, beispielsweise im Rahmen von Wahlpflichtveranstaltungen, angeboten werden. Bei einer dauerhaften Relevanz dieser Themen erfolgt zu gegebener Zeit durch Änderungen der Studien- und Prüfungsordnungen eine Aufnahme in das Pflichtprogramm.

In den Bachelor- und Masterstudiengängen der Fakultät Informatik werden derzeit unter anderem folgende Themen aus dem Software Engineering abgedeckt:

  • Programmiersprachen, u.a. Java, C# und C++
  • Objektorientierte Analyse und Entwurf
  • Modellierung von Softwaresystemen
  • Requirements Engineering
  • Konfigurations-, Build- und Release-Management
  • Projektmanagement
  • Softwarequalität
  • Software-Architektur
  • Software-Ergonomie
  • Software-Produktlinien
  • Modellbasierte Softwareentwicklung

Im Rahmen von weiteren Modulen wie z.B. Projektarbeiten wird den Studierenden eine ganzheitliche Sicht auf das Software Engineering vermittelt. Im Mittelpunkt stehen Projekte mit praxisnahen Aufgaben, die in Gruppen von etwa fünf Studierenden durchgeführt werden. Hierbei können unterschiedliche Rollen (Projektleiter, Requirements Engineer, Software-Archtitekt, GUI-Programmierer etc.) besetzt und das Zusammenspiel im Projektteam geübt werden. Die Studierenden erlernen eine integrative Sichtweise, die bei der professionellen Softwareerstellung unabdingbar ist.

Weitere Aktivitäten

STeP-Konferenz

Die im Zweijahresrhythmus stattfindende Konferenz Software-Technologien und -Prozesse (STeP) richtet sich an Anwender und Entscheider aus der industriellen Praxis sowie an anwendungsorientierte Wissenschaftler aus dem akademischen Umfeld. Aktuelle Trends und Themen der Softwaretechnik werden in technisch-wissenschaftlichen Beiträgen und Industriepräsentationen vorgestellt und diskutiert. Schwerpunktthema der STeP 2016, die am 03. Mai 2016 in Furtwangen stattfand und von der Fakultät Informatik organisiert wurde, war Open-Source Software in der Industrie, KMUs und im Hochschulumfeld.

www.step2016.de

Praxis der Informatik

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Praxis der Informatik“ kommen Praktiker aus der Industrie an die Fakultät Informatik, um den Studierenden praxisnah aktuelle Herausforderungen, Probleme und Lösungen der IT-Praxis zu vermitteln. Eine Übersicht über bisherige Veranstaltungen finden Sie hier:

Vortragsreihe „Praxis der Informatik“

Informatik-Journal

Mit dem InformatikJournal 2016/2017 hat die Fakultät Informatik bereits die sechste Ausgabe dieser in der Regel jährlich erscheinenden Fachpublikation mit aktuellen Berichten aus Forschung und Lehre herausgegeben. Viele der von Masterstudenten, Absolventen und Dozenten publizierten Beiträge der Fachgebiete Mobile und Verteilte Systeme, IT-Sicherheit und Softwaretechnik u.a. bieten schon heute interessante Lösungsansätze zur Verbesserung der industriellen Softwareentwicklung. Sie haben das Potenzial, im Rahmen von Forschungsprojekten und in Kooperation mit Industriepartnern vertieft untersucht zu werden.

Das Journal ist erhältlich im Dekanatssekretariat der Fakultät Informatik, Tel. 07723 920-2331 oder -2090, E-Mail: dekanat-in(at)hs-furtwangen.de

Mitglieder der Arbeitsgruppe

Prof. Dr. Stefan Betermieuxstefan.betermieux(at)hs-furtwangen.de
Dipl.-Ing. (FH) Gerd Bitzergerd.bitzer(at)hs-furtwangen.de
Prof. Dr. Bernhard Hollunderbernhard.hollunder(at)hs-furtwangen.de
Prof. Dr. Mohsen Rezagholimohsen.rezagholi(at)hs-furtwangen.de
Prof. Dr. Steffen Thielsteffen.thiel(at)hs-furtwangen.de
Dipl.-Inform. Alexander WahlMitarbeiter bis März 2015