1. Allgemeines zur Finanzierung

  • Ein Studium kostet Geld, zahlt sich später aber in der Regel aus.
  • Die HFU erhebt für ihre Bachelor-Studiengänge keine Studiengebühren. Auch für die überwiegende Anzahl der Master-Studiengänge gibt es keine Studiengebühren.
  • Für das Studium an der HFU wird pro Semester aber ein Beitrag für das Studentenwerk in Höhe von 47 Euro, ein Verwaltungskostenbeitrag von 60 Euro und ein Studierendenschaftsbeitrag von 13 Euro erhoben (Stand: WS 2016/17). 
  • Die Lebenshaltungskosten während des Studiums betragen durchschnittlich 794 € im Monat (inkl. Miete, Fahrtkosten, Kosten für Ernährung, Kleidung, Lernmittel, Krankenversicherung, Telefon, Internet, Rundfunk- und Fernsehgebühren sowie Ausgaben für die Freizeitgestaltung).
  • Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Studium zu finanzieren, zum Beispiel über den Unterhalt der Eltern, durch selbst verdientes Geld beim Jobben, mit der staatlichen Unterstützung durch das BAföG und durch Studienkredite, Stipendien, Sozialleistungen. Außerdem gibt es Vergünstigungen für Studierende. In den meisten Fällen wird sich die Studienfinanzierung durch eine Mischung dieser Möglichkeiten zusammensetzen.
  • Allgemeine Info zur Studienfinanzierung: Broschüre zum Download

2. Was haben die Eltern damit zu tun?

Für die Finanzierung eines Studiums ist zunächst die Familie verantwortlich. Eltern sind ihren volljährigen Kindern gegenüber auch während der ersten berufsqualifizierenden Ausbildung - auch eines Hochschulstudiums - zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet. Eine Altersgrenze, ab der Eltern ihren Kindern keinen Unterhalt mehr schulden, gibt es nicht. Der Staat unterstützt die Finanzierung eines Studiums erst, wenn die Familie finanziell nicht ausreichend leistungsfähig ist.

Die Höhe des zu leistenden Unterhalts hängt vor mehreren Faktoren ab, z.B. der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Eltern, und wird von Gerichten zumeist nach der Düsseldorfer bzw. Berliner Tabelle berechnet.

Außerdem kann Kindergeld bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt werden, solange ein Kind für einen Beruf ausgebildet wird, dazu gehört auch ein Studium an einer Hochschule.

Ausführlichere Infos zu Unterhalt und Kindergeld:
Deutsches Studentenwerk
Informations-Portal des Landes Baden-Württemberg
Flyer Kindschaftsrecht des Bundesministeriums für Justiz
Informationen der Agentur für Arbeit zum Kindergeld
Beratung des Studentenwerks

3. Jobben

Ein 450-Euro Job, eine Beschäftigung als so genannter Werkstudent oder als Wissenschaftliche Hilfskraft sind Beispiele, wie Sie neben dem Studium Geld verdienen können. Sie sollten allerdings beachten, dass die Erwerbstätigkeit und das erzielte Einkommen einen Einfluss auf ihre BAföG-Förderung und ihren Verbleib in der Familienversicherung haben können. Außerdem werden gegebenenfalls Steuern und Beiträge zur Sozialversicherung fällig.

Hinsichtlich des BAföG gilt: Soll es zu keiner Kürzung der BAföG-Förderung kommen, darf das eigene Bruttoeinkommen eines Studierenden 4.800 Euro im BAföG-Bewilligungszeitraum, d.h. 400 Euro im Monat, nicht übersteigen. Studierende müssen gegenüber dem BAföG-Amt ihre Finanzen, z.B.  Einkünfte und Vermögen, offen legen. Es empfiehlt sich, sich in der BAföG-Beratung beraten zu lassen, bevor Sie einen Job annehmen.

Informationen zu Jobben während des Studiums und Steuern bzw. Sozialversicherung finden Sie unter folgenden Links:
www.studis-online.de
www.studentenwerke.de

Beratung (persönlich, per E-Mail oder telefonisch) zum Thema Jobben, Steuern und Versicherungen:
Karl-Heinz Hermle
Studentenwerk Freiburg
Tel: 0761 2101-233
E-Mail: hermle(at)swfr.de
Web: Sozialberatung 
Beratungstermine an der HFU

Beratung zum Thema BAFöG und Jobben:
Kurt Fritsch, Sabine Macha
Studentenwerk Freiburg
Beratungstermine an der HFU
Bitte melden Sie sich zur BAföG-Beratung spätestens 2 Tage vorher bis 12 Uhr per E-Mail an: bafoeg(at)swfr.de

Jobben als Hiwi:
Angebote für die Tätigkeit als Studentische Hilfskraft an der HFU finden Sie hier.

4. BAföG

Was ist BAföG?
Die Abkürzung BAföG steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Umgangssprachlich wird damit die finanzielle Förderung bezeichnet, die sich aus dem Gesetz ergibt. Studierende erhalten die Förderung zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Staatsdarlehen. Ob Studierende BAföG erhalten, hängt davon ab, ob ihre finanziellen Mittel und die ihrer etwaigen Ehegatten/eingetragener Lebenspartner und ihrer Eltern reichen, um ihren Finanzbedarf während der Ausbildung zu decken.

Wer hat Anspruch auf BAföG?
Persönliche Voraussetzungen für den Anspruch auf Ausbildungsförderung sind die deutsche Staatsangehörigkeit, bzw. eine ausländische Staatsangehörigkeit, wenn ein entsprechender Aufenthaltstitel vorliegt, die allgemeine Eignung für die gewählte Ausbildung und das Nichtüberschreiten der Altersgrenze.

Studierende an Hochschulen müssen in der Regel zu Beginn des fünften Studiensemesters einen Leistungsnachweis vorlegen (Formblatt 5) und dabei nachweisen, dass ihr Studium noch förderungswürdig ist. Soll ein Studium im Ausland durch BAföG gefördert werden, gelten andere Bemessungsgrenzen als im Inland und Leistungsnachweise sind eventuell schon früher als zum 5. Studiensemester erforderlich. An der Hochschule Furtwangen sind die BAföG-Beauftragten (s.u.) die Ansprechpartner für die Ausstellung des Nachweises.

Studierende können grundsätzlich nur gefördert werden, wenn sie das Studium, für das sie Förderung beantragen, vor Vollendung des 30. Lebensjahres - bzw. bei Masterstudiengängen vor Vollendung des 35. Lebensjahres - beginnen. Ausnahmen sind möglich – etwa bei Absolventen des zweiten Bildungsweges oder bei Studierenden, die ohne Hochschulzugangsberechtigung aufgrund ihrer beruflichen Qualifikation eingeschrieben wurden oder bei Kindererziehung.

Bei einem Fachrichtungswechsel bis spätestens nach dem dritten Semester kann die Ausbildungsförderung nur unter bestimmen Umständen weiter geleistet werden.
Studierende können nach Überschreiten der Förderungshöchstdauer für maximal zwölf Monate Hilfe zum Studienabschluss erhalten, wenn sie innerhalb von vier Semestern nach Überschreiten der Förderungshöchstdauer zur Prüfung zugelassen werden. Die Hilfe zum Studienabschluss wird in Form von Bankdarlehen gewährt.

Detaillierte Informationen sowie Berechnungsbeispiele:
www.bafoeg.bmbf.de
www.das-neue-bafög.de
www.studentenwerke.de
www.bafög-rechner.de
www.bafoeg-info.de

Antragstellung:
Auch wenn der Weg von der Antragstellung bis zur Auszahlung mühsam ist, lohnt sich der Aufwand. Der Antrag auf Ausbildungsförderung wird schriftlich beim Studentenwerk Freiburg eingereicht und muss jedes Jahr neu gestellt werden. Die Antragsformulare sind beim AStA, der BAföG-Beratung des Studentenwerks oder online erhältlich.

Info-Veranstaltung für Studienanfänger:
Zu Semesterbeginn gibt es eine Informationsveranstaltung des Studentenwerks Freiburg zum Thema BAföG. Der Termin wird im Semester-Timer und auf den Internetseiten des AStA bekannt gegeben.

AStA:
Beim zuständigen BAföG-Referenten im AStA-Büro gibt es den Antrag, viele Insider-Tipps und unabhängige, unverbindliche Beratung zu grundlegenden Themen des BAföG.

Kontakt:
Siegfried Fien
Tel: 07723 920-2097
fis(at)hs-furtwangen.de
Campus Furtwangen, Raum B 0.04

Studentenwerk Freiburg:
Die Mitarbeiter des Studentenwerks Freiburg sind die Ansprechpartner für alle Fragen und verbindliche Auskünfte zum BAföG. Beim Studentenwerk wird der Antrag eingereicht und bearbeitet.

Welcher Mitarbeiter für ihren Antrag zuständig ist erfahren Sie hier.

In der BAföG-Beratung des Studentenwerks an der HFU können Sie den Antrag abgeben. Außerdem können Sie in der Beratung erfahren, ob Sie einen Anspruch auf BAföG haben, wie viel Förderung Sie voraussichtlich bekommen und wie sich eigene Einkünfte auf das BAföG auswirken. 

BAföG-Beauftragte der HFU:
Die BAföG-Beauftragten der HFU sind die Ansprechpartner für die Ausstellung des Leistungsnachweises nach § 48 BAföG-Gesetz. Die Beauftragten können bei Fragen zu BAföG in Verbindung mit Studienzeitverlängerungen, Fristüberschreitung und Rechtsfragen in Bezug auf die Leistungsnachweise weiterhelfen. Außerdem bieten sie eine unabhängige, unverbindliche Beratung bei Fragen zum BAföG an. Für genauere und spezielle Fragen, insbesondere zur Beantragung von BAföG, sind die Berater des Studentenwerkes Freiburg zuständig. Mehr Infos.

5. Stipendien, Stiftungen

Ein Stipendium ist eine finanzielle Unterstützung, die z.B. Schüler oder Studierende bekommen und die nicht zurückgezahlt werden muss. Ein Stipendium ist nicht nur etwas für Hochbegabte. Zwar sind zumeist besonders gute Leistungen die Voraussetzung, um ein Stipendium zu bekommen. Oft zählt aber auch politisches oder soziales Engagement.

Stipendien werden von Organisationen wie Parteien, Kirchen, Staat, Wirtschaft oder privaten Stiftungen vergeben. Die Organisationen haben ihre eigenen Ziele. Die Chance auf ein Stipendium steigt, je besser der Schüler oder Studierende zur jeweiligen Organisation passt. Bei manchen Organisationen kann man sich selbst bewerben, bei anderen muss man vorgeschlagen werden.

Eine Übersicht der Studienstiftungen sowie weitere hilfreiche Informationen rund um das Thema Stipenien finden Sie auf FELIX:  


Eine Auswahl an Stipendien und Stiftungen:

Studienstiftung des deutschen Volkes
Friedrich-Ebert-Stiftung
Konrad-Adenauer-Stiftung
Friedrich-Naumann-Stiftung
Hanns-Seidel-Stiftung
Heinrich-Böll-Stiftung
Rosa-Luxemburg-Stiftung
Hans-Böckler-Stiftung
Stiftung der Deutschen Wirtschaft
Cusanuswerk
Evangelisches Studienwerk Villigst
Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk
Südweststipendium des Verbandes Südwestmetall
Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung
HFU-Stipendium "Auslandsstudium mit Kind"
e-fellows.net

Mehr Infos zu Stiftungen und Suche von Stipendien:
www.stipendienlotse.de
www.stiftungen.org
www.stifterverband.de
www.mystipendium.de

6. Studiendarlehen, -kredite, -fonds

Die Begriffe Studiendarlehen und Studienkredit werden zumeist, so auch hier, synonym gebraucht. Wer ein Studiendarlehen hat, leiht sich für eine bestimmte Zeit Geld von einem Kreditgeber, z.B. einer Bank. Er macht also Schulden um die Kosten während eines Studiums, wie Lebenshaltungskosten und/oder Studiengebühren tragen zu können. Das Geld wird monatlich ausgezahlt und muss nach Abschluss des Studiums inklusive Zinsen zurückgezahlt werden.

Als besondere Art von Studiendarlehen kann ein Kredit aus einem Bildungsfonds bezeichnet werden, wenn die Höhe der Rückzahlung an den Verdienst gekoppelt ist, den ein studentischer Kreditnehmer nach dem Ende des Studiums erhält.
Vor der Aufnahme eines Studiendarlehens sollten Sie sorgfältig prüfen, welche Alternativen Ihnen zur Finanzierung des Studiums zur Verfügung stehen, z.B. BAföG oder Stipendium.

Wegen der Unübersichtlichkeit der verschiedenen Angebote sollte man sich außerdem unbedingt beraten lassen, bevor man einen Kredit beantragt.

Studienfinanzierungsberatung (Persönliche Beratung in Furtwangen, mehrmals im Semester):
Anita Hegi, Claudia Heinemann
Studentenwerk Freiburg
Kontakt

Mehr Infos:
CHE-Studienkredittest 2014
www.studis-online.de

7. Ausländische Studierende

Es gibt einige Unterstützungsmöglichkeiten speziell für ausländische Studierende.

Hier erfahren Sie mehr zu diesen finanziellen Hilfen