Worauf sollen Studierende vorbereitet werden?

Den Produktprozess eines Unternehmens vollständig beherrschen – von der Produktidee, der Entwicklung und Fertigung über Marketing und Vertrieb bis zum Service. Dies ist der Grundgedanke der Studiengänge in der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen.
Alle drei Studiengänge bauen auf einem gemeinsamen Grundstudium auf. Hier wird die Basis aus technischen, betriebswirtschaftlichen, kommunikativen und fremdsprachlichen Kenntnissen gelegt.
Praxisnah und projektorientiert von Anfang an. Ein Praxissemester und zwei Projektstudien sind Bestandteil des Studiums. Um die theoretischen Kenntnisse in der Praxis zu erproben und zu vertiefen, absolvieren die Studierenden das 5. Semester in Unternehmen. Ein achtwöchiges Vorpraktikum kann bis zum Beginn des Hauptstudiums erbracht werden. Die Projektstudien des 3. und 4. Semesters führen die Studierenden in Teams durch, ein Professor betreut sie. Dabei werden konkrete Aufträge aus der Wirtschaft bearbeitet. Teamfähigkeit und Projektmanagement werden hier besonders trainiert.

Welches Fachwissen soll im Studiengang vermittelt werden?

Innovativer und zukunftsorientierter Service ist bei technisch anspruchsvollen Gütern mittlerweile selbstverständlich und geht über die Wartung und Reparatur weit hinaus. Häufig ersetzen innovative Geschäftsmodelle, bei denen Service die entscheidende Komponente darstellt, den reinen Verkauf von Maschinen oder Anlagen – einige Weltmarktführer haben schon ihre komplette Unternehmensstrategie auf servicebasierte Angebote ausgerichtet.

Natürlich erfordert das Angebot von komplexen Leistungen wie High Tech Services mit Telematik und Remote-Technologie, Schulungen mit modernsten Medien, Finanzdienstleistungen, Consulting und auch die Durchführung kundenorientierter Events Experten mit fundierten Kenntnissen über Entwicklung, Umsetzung und Vermarktung solcher Dienstleistungen. Genau darauf ist der Studiengang Service Management ausgerichtet.

Als Studiengang des Wirtschaftsingenieurwesens sind die Studieninhalte entsprechend breit gefächert. Im Grundstudium liegt der Schwerpunkt auf naturwissenschaftlich-technischen Inhalten. Allerdings werden auch Grundkenntnisse der Betriebswirtschaft, des Marketings und der Fremdsprachen vermittelt. Im Hauptstudium setzt dann die studiengangspezifische Ausbildung ein. Die Studierenden werden mit dem Aufbau von Serviceorganisationen und der optimalen Gestaltung von Serviceprozessen vertraut gemacht. Mit Hilfe geeigneter Softwaretools lernen sie einfache Prozesse zu modellieren. Die Studierenden werden teils durch Vorlesung, teils durch Fallstudien in die Grundlagen des Dienstleistungsmarketings eingeführt und lernen den Unterschied zum Produktmarketing kennen. In Vorlesungen werden Kenntnisse über die Einsatzmöglichkeiten des E-Learning vermittelt, die dann in einem modernen Medienlabor in einfache Praxisbeispiele umgesetzt werden. Nicht jedes Produkt, das auf den Markt kommt, erfüllt die Ansprüche nach einfacher, intuitiver Bedienbarkeit. Hier hilft das Usabiltiy Engineering die Gebrauchstauglichkeit schon im Vorfeld zu testen und sicherzustellen.

Eine Besonderheit des Studiengangs stellt auch das Servicelabor dar. Hier werden Versuche mit servicerelevanten Inhalten durchgeführt. Ein zentraler Aspekt ist die Thematik Ferndiagnose und Fernwartung, heute unter den Schlagworten Remote Service oder Condition Monitoring aus dem Maschinen- und Anlagenbau nicht mehr wegzudenken. Hier erhalten die Studierenden einen Einblick über den derzeitigen Stand der Technik auf diesem Gebiet.

Selbstverständlich gehört auch das sogenannte Methodenwissen mit zu den Inhalten des Hauptstudiums: Projektmanagement, Führungslehre und Präsentationstechnik runden das Curriculum im Hauptstudium ab.

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