Das Berufsbild

Der Bedarf der Wirtschaft an Informatikspezialisten ist seit Jahren ungebrochen. Systemplaner, Designer und Entwickler von Anwendungssystemen, System- und Anwendungsberater, Methodenberater, Projektleiter, Leiter der Infomations- und Kommunikationstechnik seien nur beispielhaft genannt.

Ebenso ungebrochen ist die Nachfrage nach Consultants, die als Organisation-, Prozess- und Integrationsspezialisten den Unternehmen helfen, Projekte in diesen Bereichen erfolgreich zu bewältigen.

Job-Perspektiven

Je nach Eignung und Neigung bietet sich eine Vielzahl an beruflichen Einsatzbereichen und Entwicklungsmöglichketien 

  • Software-Entwicklung in einem Software- oder Systemhaus
  • Anwendungs- und Organisationsberatung in einem Consulting-Unternehmen
  • Betreuung und Realisierung von Anwendungssystemen in einem Industrie-, Handels- oder Dienstleistungsunternehmen
  • Und viele weitere Tätigkeitsgebiete...

Sämtliche Karrierestufen stehen offen, z.B.:

  • Systementwicklung/-beratung
  • Projektleitung
  • Informatik-Management

Viele unserer Studierenden haben den Sprung in die Selbständigkeit erfolgreich vollzogen.



Absolventenkarrieren

Die Absolventen der Fakultät Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Furtwangen hatten schon immer beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt - und das hat sich bis heute nicht geändert:

 

Ernst Schmitz

Nach einer Lehre als Meß- und Regelungstechniker und anschließendem Fachabitur folgte ein Studium der Wirtschaftsinformatik in Furtwangen. Nach dem Diplom 1977 lagen mir sechs Stellenangebote vor.

Ich entschied mich, meinen beruflichen Werdegang bei dem amerikanischen Computerhersteller SPERRY UNIVAC zu beginnen. Die Gründe lagen in einem sehr qualifizierten Ausbildungsangebot in den Bereichen Beratung und Vertrieb.

So startete ich 1977 als Juniorberater, gefolgt von verschiedenen Vertriebsfunktionen mit Personalverantwortung bis hin zum Vertriebsdirektor.

Im Jahre 1986 wechselte ich zu Digital Equipment in eine Vertriebsleitungsfunktion und beendete meine Laufbahn bei Digital Equipment nach sechs Jahren als Mitglied der Geschäftsleitung. Die Mitarbeiterverantwortung umfaßte den Vertrieb, die Beratung und den Administrationsbereich im Umfang von ca. 150 Mitarbeitern.

Mit diesen Erfahrungen aus Großkonzernen entschied ich mich dann 1992, ein Beratungsunternehmen als Geschäftsführer mit aufzubauen. Heute sind wir Logo-, Migrations-, Entwicklungs- und Mittelstandspartner des Hauses SAP.

Wir führen verantwortlich große SAP-Projekte durch und begleiten unsere Kunden von der Geschäftsprozeßanalyse über die Einführung von Standardsoftware bis hin zur Betreuung nach der Inbetriebnahme solcher Anwendungen. Parallel hierzu übernehmen wir die Betriebsführung großer Hard-/Softwareinstallationen im Umfeld von SUN/SOLARIS und ORACLE. Als Unternehmen beschäftigen wir heute ca. 240 Mitarbeiter.

Die Tätigkeit im Beratungsgeschäft macht unheimlich viel Spaß, da man täglich neben der Forderung an die fachliche Kompetenz die Chance hat, neue Menschen und damit neue Herausforderungen kennenzulernen. Als Fazit meines bisherigen Berufslebens kann ich sagen, dass die solide Ausbildung in Furtwangen gerade im Zusammenspiel Wirtschaft und Informatik maßgeblich dazu beigetragen hat, dass ich dort stehe, wo ich heute stehe.

Siegmar Immel

Nach dem Abitur habe ich an der Fachhochschule in Furtwangen Wirtschaftsinformatik studiert. Mich hat dabei besonders die Mischung von Informatik und Betriebswirtschaftslehre sowie die praxisorientierte Ausrichtung gereizt. 1983 habe ich als Software-Entwickler mit Programmieren und etwas Konzipieren meine berufliche Laufbahn begonnen. Aufgrund meiner fundierten Ausbildung konnte ich schnell zum Projektleiter und später zum Leiter der Anwendungsentwicklung aufsteigen.

Ich habe mich für eine Laufbahn im Projektmanagement entschieden und bin heute als Projektmanager für meine Firma bei einem großen Stahlunternehmen in Luxemburg tätig.

Die pragmatische und teamorientierte Arbeitsweise, die ich an der Fachhochschule gelernt habe, hat meine Arbeit geprägt und wird von den Kunden immer wieder hoch geschätzt.

Thomas Schneikert

Nach einer kaufmännischen Berufsausbildung (Berufskolleg und Lehre zum Industriekaufmann) studierte ich an der FH Furtwangen Wirtschaftsinformatik.

Für Furtwangen entschied ich mich wegen der guten Ausstattung der FH und der vergleichsweise geringen Lebenshaltungskosten.

Aus heutiger Sicht profitiere ich vor Allem von den breiten Grundlagenkenntnissen. Dank der bei Unternehmen bekannten 'praxistauglichen' Ausbildung der FH Furtwangen fand ich für Praktikas und den Berufseinstieg gute Arbeitsplätze.

Heute bin ich bei einem mittelständischen Unternehmen der Elektronik-Industrie EDV-Mann für Alles und sorge dafür, dass 60 meiner netten Kollegen mit Hilfe einer modernen EDV-Anlage Elektronikbauteile bereits Wochen zuvor am Weltmarkt beschaffen, bevor unser Kunde weiß, dass er genau diese Teile benötigt.

Christian Baumgartner

Meinen Abschluss an der Fachhochschule Furtwangen machte ich als Dipl.-Inf. (FH) im Wintersemester 1995/96 im Fachbereich Wirtschaftsinformatik.

Zuvor machte ich mein Abitur am Rudolf-Eberle-Wirtschaftsgymnasium in Bad Säckingen, an dem sich schon mein großes Interesse an der betrieblich angewandten Informatik entwickelte.

Zum Studium an dieser Hochschule haben mich der große Praxisbezug, der Fokus auf Ingenieurwesen und Informatik sowie der gute Ruf bewogen. Schon während dem 1. praktischen Studiensemester hat mich die praktische Arbeit im Schweizer Produktionsbetrieb eines international tätigen Chemie- und Pharmakonzerns fasziniert und nicht mehr losgelassen. In der Folgezeit war ich parallel zum Studium gewerblich als freischaffender „Computer-Fachmann“ für kleinere Handwerks-Betriebe tätig. Dabei war auch das ruhige Umfeld an der Hochschule Furtwangen und die Nähe zum Heimatort ein großer Vorteil.

Danach bin ich ab dem 2. praktischen Studiensemester wieder zu 50% im Betrieb meines ersten Praxissemesters tätig gewesen, weil ich dort die Chance bekam in der globalen Informatik-Abteilung in verschiedenen strategischen Projekten mitzuarbeiten und insbesondere das globale IT-Controlling aufzubauen. Nach dem Studium bin ich noch drei Jahre bei diesem Unternehmen geblieben und vertiefte meine Erfahrungen im Projektmanagement. Als größtes Projekt leitete ich für zwei Jahre eine technische Migration der Client-Umgebung im Raum Basel mit einem externen IT-Budget von CHF Mio 15 und über 50 Projektmitarbeitern.

Anfang 1999 machte ich mich das erste Mal mit zwei Partnern selbständig und war als Geschäftsführer und Teilhaber bei einem IT-Dienstleister tätig. Anfang 2001 gründete ich dann eine Unternehmensberatung in den Bereichen Informationsmanagement, Qualitätsmanagement und IT-Management mit Fokus auf die Branchen Pharma, Medizinaltechnik und Chemie. Heute beschäftigen wir an zwei Standorten knapp 25 Mitarbeiter, bearbeiten parallel um die 30 Aufträge und planen für das Jahr 2008 einen Gruppen-Umsatz von CHF Mio 4.

Dabei habe ich über all die Jahre die Erfahrung gemacht, dass die gute methodische und breite Basisausbildung an der Hochschule Furtwangen für meine berufliche Laufbahn ein grundlegender Erfolgsfaktor ist.