Smart Systems sind Geräte, die aufgrund der von ihnen erfassten Sensorwerte eigenständig Entscheidungen treffen und diese über eine geeignete Aktorik weitergeben. Hierbei spielen Sicherheitsaspekte, Zuverlässigkeit, Miniaturisierung, Energieverbrauch und intelligente Datenverarbeitung eine entscheidende Rolle. Für adäquate Lösungen ist es notwendig, das Smart System zusammen mit seiner Umgebung als Ganzes (Systemgedanke) zu betrachten. Anfänge dieser Entwicklung finden sich in eigenständigen Entscheidungen von Anlagen über ihre Wartungszeiten, in der eigenständigen Wahl von Kommunikationsmodalitäten bei Netzwerken und in intelligenter Reaktion auf Sensordaten, etwa bei automatischer Scheibenwischerregelung oder Abblendautomatik im KFZ-Bereich.

Der Studiengang Smart Systems vermittelt Wissen und Fähigkeiten auf dem interdisziplinären Gebiet in den Vertiefungsrichtungen Informatik, Elektrotechnik und physikalische Technik. Für erfolgreiche Konzeption, Design, Simulation, Programmierung, Fertigung, Test und Wartung von Smart Systems ist es unumgänglich, solide Kenntnisse in mehreren der beteiligten Bereiche zu haben. Erst die Verbindung der verschiedenen Fachdisziplinen mit den jeweils unterschiedlichen Vorgehensstrategien bringt die richtige Problemlösung. 

Aufgrund der rasanten Entwicklung auf den beteiligten Gebieten wird ein hoher Wert auf die Methodenkompetenz gelegt, welches sich im Modul „Theorie und Modellierung“ wiederspiegelt.

Durch enge Anbindung an FuE-Arbeiten wird sichergestellt, dass Studierende künftige Entwicklungen nicht nur absehen und berücksichtigen können, sondern auch daran gestalterisch teilnehmen können.

Im Schwerpunkt der Mikrosystemtechnik vermittelt dieses 3-semestrige Aufbaustudium hochqualifiziertes Fachwissen mit einer starken internationalen Ausrichtung. Das Studium wird mit hervorragenden Labors (Reinräumen) unterstützt.