Clariond Tiogueu, Student der Mikromedizin

Die Tendenz zu Miniaturisierung erstreckt sich heutzutage in fast alle technischen Bereiche. Besonders in der Medizintechnik wird von Implantaten erwartet, dass sie nicht nur den Grundanforderungen wie Funktionalität, Biokompatibilität und Biostabilität genügen. Diese neuen Produkte müssen hochfunktionell, klein und leicht sein.

Ich sehe die Zukunft der Medizintechnik auch in der Miniaturisierung und habe mich deswegen für dieses neue Studienfach entschieden. Denn dort werden die Bereiche Mikrosystemtechnik und Medizintechnik genau an die Anforderungen dieses neuen internationalen Arbeitsmarktes angepasst vermittelt.

Herr Tiogue hat vor dem Masterstudium an der TU Illmenau Biomedical Engineering und an der Hochschule Jena Medizintechnik studiert.

Qualifiziert für beste Chancen und Ziele

Aufgrund der demographischen Entwicklung und des wachsenden Wohlstands - verbunden mit den Begleiterscheinungen Fehlernährung und mangelnde Bewegung - werden die Prävalenzen chronischer Erkrankungen weiter zunehmen und das Gesundheitssystem und die Gesellschaft damit noch stärker als bisher belasten. Dabei werden Innovationssprünge in der Medizintechnik unverzichtbar sein, um über die Erhaltung der selbständigen Lebensführung der Patienten sowie durch eine optimale Therapiebegleitung und Verbesserung der Therapietreue die Behandlungs- und Lebensqualität zu steigern.

Mögliche Arbeitsfelder

Die Absolventen des Masterstudiengangs Mikromedizin sind qualifiziert für Tätigkeiten in der Forschung und Entwicklung von Medizintechnikfirmen, im Produktmanagement, in der Zulassung sowie im technischen Vertrieb von mikromedizinischen Produkten.

Konkrete mögliche Arbeitsfelder sind beispielsweise:

  • Kliniken, Krankenhäuser und medizinische Versorgungszentren: Anwendung komplexertechnischer Geräte z.B. beim Einsatz von intelligenten Implantaten in der Neurochirurgie
  • Forschungseinrichtungen, Universitäten (Promotion): Forschung und Entwicklung im Bereich von High-Tech-Systemen (z.B. intelligente Implantate, Navigationssysteme für Neurochirurgie und Orthopädie, minimalinvasive Chirurgie etc.) sowie kooperative Durchführung von klinischenStudien
  • Medizintechnische Firmen: Entwicklung und Optimierung medizinischer Geräte, Implantate und technischer Hilfsmittel zur Diagnose und Therapie, Begleitung der medizinischen Zulassung für den nationalen und internationalen Markt. Als Spezialist seiner Firma ist derAbsolvent anwendungsorientierter Gesprächspartner für Ärzte, Forschungs- bzw. Entwicklungspartner und andere Anwender der entwickelten Geräte sowie im hochqualifizierten Produktmanagement
  • Ämter, Behörden und Krankenkassen: Beurteilung und Zulassung von Geräten der Mikromedizin und Bewertung des gesundheitsfördernden Nutzens für den Patienten sowie Qualitätskontrolle. Wissenschaftliche Evaluierung der mikromedizinischen Produkte.